14. Dezember 2011
Viele Erwachsene spielen Rollenspiele nur am Computer oder in Form eines Pen-&-Paper-Rollenspiels. Daneben gibt es allerdings noch die Möglichkeit, das Ganze in Form des Live Action Role Playings – abgekürzt LARP - selbst auszuführen. Doch durch welche Besonderheiten zeichnet sich diese Rollenspielform aus und welche Regeln müssen beim LARP beachtet werden?
Das LARP vollzieht sich zunächst einmal im Rahmen eines Szenarios. Dabei handelt es sich in der Regel um ein historisches und fantastisches Szenario. Diese Welt wird dann durch die Spieler erschaffen, welche sich entsprechend kleiden und mit passenden Gegenständen ausstatten. Teils kommt es sogar zu einer Ausschmückung der Spielwelt. Bei der Spielwelt handelt es sich in der Regel um eine Freifläche in der Natur. Es gibt allerdings auch Veranstaltungen, welche sich zumindest teilweise in geschlossenen Räumen vollziehen.
Die einzelnen Teilnehmer repräsentieren dabei verschiedene Charaktere des jeweiligen Szenarios. Dies müssen dann nicht zwangsweise Menschen, sondern können im Falle eines Fantasy-Szenarios auch beispielsweise Elfen sein. Ziel der Teilnehmer ist es nun, diesen Charakter möglichst glaubwürdig darzustellen und ebenso dessen Ziele innerhalb der Spielwelt zu verfolgen. So muss ein Ritter beispielsweise für Recht und Ordnung sorgen, wohingegen eine Prinzessin wohl eher daran interessiert ist, auf sich Aufmerksam zu machen und schlicht zu gefallen.
Komplexer wird es dann allerdings, sobald sich auf das eigentliche Spielziel konzentriert wird und dieses beschrieben werden soll. Dabei muss festgehalten werden, dass es im Falle von Live-Action-Role-Playings kein einheitliches Spielziel gibt und dieses nicht einmal zwangsweise existieren muss. So können die Teilnehmer die Spielwelt auch schlicht simulieren und daran gefallen finden, ohne dass ein konkretes Spielziel existiert. Im Laufe eines LARPs kommt es allerdings häufig zu spontanen Konflikten und Aufgaben, welche die Spannung steigern und die Bemühungen der Teilnehmer koordinieren. Stiehlt beispielsweise ein Räuber den Schatz eines Königs, so ist es wahrscheinlich, dass sich die Ritter des Königs verbünden, um diesen Schatz wieder zu holen. Die Geschichte des Spiels kann dabei auch gezielt durch einen Spielleiter vorangetrieben werden, welcher zuvor bestimmt wird und das Spiel moderiert.
Wendet man sich letztlich noch den Regeln zu, lässt sich feststellen, dass diese nicht zwangsweise existieren müssen und sich je nach Spielform unterscheiden. Wichtig ist es lediglich, dass es zu keiner Gewaltanwendung kommt und die Teilnehmer nicht aus ihrer Rolle fallen dürfen.
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