Ungebetene Gäste: Katzen auf sanfte Weise aus dem Garten vertreiben

Wiese wird mit Sprenkleranlage bewässert

Nachbars Katze ist im eigenen Garten nicht selten ein ungebetener Gast - Wer sie dauerhaft vertreiben möchte, hat mehrere - schonende - Möglichkeiten

In vielen Fällen ist der Gartenliebhaber selbst auch ein Halter von Haustieren wie Katzen. Er hat Verständnis für das Herumstreunen von Freigängern. Sofern keine freie Natur vorhanden ist, bleibt der Garten als oftmals einzige Aufenthaltsmöglichkeit übrig. Als Tierfreund sollte er die eine oder auch mehrere Katzen auf sanfte Weise daran hindern, den heimischen Garten dauerhaft als ihr Revier zu betrachten.

Hauskatzen sind Heimtiere; sie leben mit dem Tierhalter meistens unter einem Dach. Besonders in ländlichen Gebieten sind viele Hauskatzen Freigänger.

Ganz artgerecht verbringen sie einen großen Teil der Zeit im Freien. Sie jagen, pflegen oder sonnen sich. Dazu suchen sie sich einen passenden Platz, den sie häufig nicht nur im eigenen, sondern auch im Garten des Nachbarn finden.

Als ein Gewohnheitstier kehrt die Hauskatze gerne dorthin zurück, wo es ihr besonders gut gefällt. Wenn das der Garten des Nachbarn ist, der selbst keine Haustiere hält, dann kann das leicht zu Unstimmigkeiten führen.

Die lassen sich dadurch vermeiden, dass der Gartenliebhaber mit sanften Mitteln versucht, die Katze des Nachbarn, aber auch alle anderen herumstreunenden Katzen, von seinem Zier- und Nutzgarten fernzuhalten. Dabei muss er sich keineswegs auf die Lauer legen. Abhilfe schafft das eine oder andere probate Hausmittel, bis hin zum elektronischen Katzenschreck mit Ultrabeschallung.

Knoblauchzehen

Die geruchsempfindliche Katze verabscheut Knoblauchgeruch. Bei einer oder auch mehreren vergrabenen Knoblauchzehen meiden Katzen mit Sicherheit sowohl die unmittelbare als auch nähere Umgebung der Knoblauchzehen. Damit lässt sich die Katze punktuell von einem bestimmten Teil des Gartens fernhalten.

Apfelessig

Katzen haben schon nach wenigen Besuchen ihren Lieblingsplatz im Garten gefunden. Hier fühlen sie sich wohl, so unschön das für den Gartenbesitzer ist. Wenn er an diesen Stellen Apfelessig verteilt, dann verliert dieser Platz seinen Reiz für die Katzen. Apfelessig riecht für sie ähnlich widerlich wie Knoblauch.

Wasser

Die wasserscheuen Katzen mögen es nicht, nassgespritzt zu werden. Spritzwasser ist ihnen unangenehm. Das Erlebnis, hier im Garten nassgespritzt worden zu sein, vergessen sie vielleicht ein- oder zweimal, aber nicht dauerhaft.

Diese ebenso sanfte wie tierfreundliche Handhabung erfordert jedoch die Präsenz des Gartenbesitzers. Sie ist dann empfehlenswert, wenn sich der Garten für mehrere Katzen zu einem regelrechten Katzentreff entwickelt hat. Ob Wasserpistole oder Rasensprenger ist dabei sekundär - wichtig ist, dass die Tiere nicht die Richtung erkennen, aus der sie bespritzt werden.

Es gibt verschiedene sanfte Mittel und Wege und unliebsame Katzen zu vertreiben
Es gibt verschiedene sanfte Mittel und Wege und unliebsame Katzen aus dem eigenen Grundstück zu vertreiben

Hundehaare

Das Platzieren von Hundehaaren oder scharfen Gewürzen kann helfen, ist aber keine Garantie dafür, dass die Katze zukünftig den Garten meidet. Die Wirkung ist lokal sehr begrenzt, und der Gartenbesitzer muss schon recht genau den oder die Lieblingsorte kennen, an denen sich die Katze vorzugsweise aufhält.

Elektronischer Katzenschreck

Wirksam, und zwar rund um die Uhr, ist ein elektronischer Katzenschreck. Katzen halten sich sowohl tagsüber als auch in der Dunkelheit im Freien auf. Der Ultraschall-Katzenschreck ist eine sichere Möglichkeit, um eine oder auch mehrere Katzen dauerhaft, also 24 Stunden täglich, vom Garten fernzuhalten.

Der Bewegungsmelder erzeugt bei seiner Aktivierung hohe Töne im Ultraschallbereich. Das menschliche Gehör kann sie nicht oder so gut wie gar nicht wahrnehmen - für die empfindlichen Katzenohren hingegen sind die Ultraschalltöne höchst unangenehm bis hin zu unverträglich. Die Katze wird das Gebiet meiden, in dem diese Ultraschalltöne durch ihre Anwesenheit erzeugt werden.

Mit einigen dieser Bewegungsmelder lässt sich auch eine große Gartenfläche rundum schützen. Sie kosten je Stück einen sehr niedrigen zweistelligen Eurobetrag und sind im Fachhandel am Ort sowie im Internet erhältlich. Betrieben werden sie, abhängig von Marke und Modell, per Akku oder Batterie.

Der Erfassungswinkel für jeden Bewegungsmelder ist begrenzt. Das oder die Geräte sollten daher durchdacht und überlegt platziert werden.

Während Hunde ebenfalls auf den hohen Ultraschallton reagieren, ist das bei Vögeln nicht der Fall. Der Ultraschallton bricht sich an Mauern und Hauswänden, sodass er von Hunden innerhalb des Gebäudes nicht wahrgenommen wird.

Katzen mit Baldrian anlocken

Der Katzenhalter selbst kann auch dazu beitragen, dass seine Katze erst gar nicht den Weg in Nachbars Garten findet. Katzen lieben Baldrian.

Mit einer angemessen kleinen Tinktur auf dem eigenen Grundstück kann die Katze dazu verleitet werden, sich überwiegend und vorzugsweise dort aufzuhalten. Der Baldrianduft wirkt auf sie unwiderstehlich anziehend.

Hohe Dornenhecke pflanzen

Über eine Grundstücksbegrenzung verfügt jeder Gartenbesitzer. Wer damit zudem einen Sichtschutz erzielen möchte, kann sich für eine hohe Dornenhecke entscheiden, die in Sachen Katzenabwehr ebenfalls punktet.

Eine Höhe von etwa zwei Metern sollte gegeben sein. Nach wenigen Versuchen wird es sich die Katze anders überlegen und einen Garten mit weniger pieksenden Sträuchern wählen. Empfehlenswerte Sträucher sind dabei Weißdorn oder Berberitzen.

Tipps bei urinierenden und zerstörerischen Katzen

Die eigene Wohnung muss auch den Wünschen der Katze entsprechen

Junge Frau schmiegt ihr Gesicht an das ihrer Katze
loved cat 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Das Zusammenleben mit einer oder mehreren Katzen kann so schön sein. Abver nur, wenn die Katze nicht unter irgendeinem Tick leidet, der zu Lasten der menschlichen Lebensqualität geht.

Der Katze Gelegenheit zum Kratzen geben

Eine Katze, die ausschließlich in der Wohnung gehalten wird, braucht genügend Kratzmöglichkeiten. Durch das Kratzen betreiben die Katzen nicht nur Krallenpflege, sie markieren damit auch ihre Umgebung. Sind in einer Wohnung nicht ausreichend Möglichkeiten zum Kratzen gegeben, suchen sich die Katzen ihre Kratzgegenstände aus dem Wohnungsinventar selbst aus und das sind dann meist die Tapeten oder Holzmöbel.

Beobachtet man bei seiner Katze das Tapeten- oder Möbelkratzen, sollte man unbedingt neue oder bessere Kratzmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Hat die Katze eine bestimmte Tapetenecke als ihren Lieblingskratzplatz auserkoren, hilft es meist nur diesen mit einer Sisalmatte oder einem Stück Teppich zu überhängen, damit die Tapete verschont bleibt.

Mögliche Probleme mit dem Katzenklo

Viel schlimmer als verkratzte Tapeten oder Möbel ist, wenn die Katze sich weigert ihr Katzenklo zu benutzen und stattdessen in der gesamten Wohnung ihr Geschäft verrichtet. Doch nicht immer ist dies das Anzeichen einer Erkrankung.

Ein Katzenklo muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Pro Katze sollte mindestens ein Katzenklo verfügbar sein. Zudem sollte sich bei mehrstöckigen Wohnungen oder Häusern auf jeder Etage ein Klo befinden. Der ideale Standort der Katzentoilette befindet sich in einer weitgehend uneinsehbaren Ecke, die jedoch genügend Zugangsmöglichkeiten für die Tiere bietet.

Das Klo sollte sich außer Sichtweite von Futter- und Schlafplatz befinden. Auch falsche Streu, die den Geruch nicht optimal aufnimmt, kann eine Ursache für das Absetzen von Urin in der Wohnung sein. Um die passende Streu für seine Katze zu finden, hilft nur ausprobieren, denn jede Katze hat andere Ansichten von der perfekten Streu.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Sprinkler watering lawn grass © John Casey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: little kitten playing on the grass close up © Dušan Zidar - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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