Wenn Katzen knurren und maunzen

Grau-braune Perserkatze sitzt im Garten vor einer Katzenminze

Drohung, Begrüßung, Bedürfnis - Merkmale des Knurrens und Miauens und typische Situationen

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  • von Paradisi-Redaktion

Knurren und Maunzen bei Katzen sind sehr vielseitige Signale der Verständigung unter den Tieren. Wer seine Katze aufmerksam beobachtet, kann die unterschiedlichen Variationen des Knurrens und Maunzens deuten. Knurrt eine Katze, so kann dies der Warnung oder Ermahnung dienen; maunzt das Tier, äußert es dadurch beispielsweise ganz unterschiedliche Wünsche oder Bedürfnisse. Lesen Sie über die Merkmale des Knurrens und Miauens bei Katzen sowie typische Situationen.

Das Knurren

Das Knurren einer Katze warnt in der Regel den Gegner vor einem Angriff. Es kann einem unsympathischen Menschen gelten oder auch einem anderen Tier. Ein ähnliches Verhalten zeigen Hunde, wenn sie einen Feind maßregeln wollen.

Eine Katze ermahnt mit einem Knurren aber auch ihre Kinder, wenn diese sich nicht so benehmen, wie es sich für eine Katze gehört. Schließlich ist bei jungen Katzen der Spieltrieb besonders hoch ausgeprägt.

Dieser kann sie häufig in Gefahr bringen. Das Knurren kann also auch der Erziehung dienen.

Außerdem warnt eine knurrende Katze ihre Artgenossen vor einem Feind. Sie fordert mit diesem Signal ihre Kinder auf, in den sicheren Unterschlupf zu kriechen. Sie animiert zu ihrem Bekanntenkreis gehörende Artgenossen, ebenfalls in Kampfstellung zu gehen.

Mitunter wird durch das Knurren auch Angst und Überraschung ausgedrückt. In diesem Fall spricht man von einer Furcht-Reaktion, die das Tier instinktiv durch Knurren zeigt.

Das Knurren ist ein Laut, der immer als Drohung gilt. Wer sich nicht dran hält, muss mit einem körperlichen Angriff rechnen.

Richtiges Verhalten

Generell sollte man einer knurrenden Katze ihre Ruhe lassen. In der Regel macht sie dadurch deutlich, dass sie einen möglichen Annäherungsversuch nicht dulden wird; um Verletzungen zu vermeiden, sollte man ihr den Wunsch nach Ruhe auch lassen.

Mitunter kann so eine Abwehrhaltung auch bedeuten, dass das Tier Schmerzen hat und sich daher nicht anfassen lassen möchte. Wenn also ansonsten kein ersichtlicher Grund besteht, warum das Haustier knurren könnte, ist ein Besuch beim Tierarzt zu empfehlen.

Nicht jede Katze mag das Streicheln. Bei einigen Stubentigern steigt dabei der Stresspegel enorm an

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen
couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Katzenbesitzer lieben es, durch das samtige Fell ihres Haustieres zu streichen. Doch was Menschen glücklich macht und zum Wohlbefinden beträgt, sorgt bei einigen Stubentigern für puren Stress. Zu dieser Erkenntnis kamen Britische, Österreichische und Brasilianische Forscher, als das Verhalten von Hauskatzen näher untersucht wurde.

Einige Katzen lieben es, gestreichelt zu werden und geben das durch sanftes Schnurren auch Kund. Andere wiederum dulden es mehr oder weniger und empfinden dabei eher Stress. Ihr gemessener Stressfaktor stieg dabei enorm an. Zu guter Letzt gibt es noch die Katzen, die es komplett ablehnen, von ihren Besitzern gestreichelt zu werden.

Leben Katzen allein dann können sie sich den Zuwendungen nur schwer entziehen und sind des Öfteren stressigen Situationen ausgesetzt. Anders sieht das schon aus, wenn mehrere Tiere zusammenleben. Denn dann können sich die Katzen zurückziehen, die keine menschliche Nähe suchen und lassen anderen Katzen den Vortritt, die es sichtlich genießen gestreichelt zu werden.

Das Maunzen

Das Maunzen einer Katze kann unterschiedliche Bedeutung haben. In der Kindersprache wird es als "Miau" bezeichnet. Wer seine Hauskatze gut beobachtet, kann nach einiger Zeit deuten, wie das Maunzen gemeint ist.

Die Katze kann beispielsweise signalisieren, dass sie aus dem Haus möchte. Oder sie steht vor der Terrassentür und möchte wieder hinein.

Das Maunzen kann bedeuten, dass die Katze auf ihr Futter wartet oder dass ihr die Gesellschaft fehlt. Ein besonderes Maunzen benutzen Kater beim Brunstschrei.

Beim Miauen ist es hilfreich, auf die Art und Weise bzw. die Tonhöhe sowie die entsprechende Situaiton zu achten. Erfolgt das Maunzen kurz, kann man es als Begrüßung sowie Kenntnisnahme ansehen.

Mit einem mehrmaligen Miauen wird man beispielsweise nach längerer Abwesenheit begrüßt. Die Katze ist in dem Fall aufgeregt und freut sich über das Wiedersehen.

Bei einem langgezogenen Maunzen fordern die Tiere in der Regel etwas. Miauen sie in mittlerer Tonhöhe, erbitten sie etwas, beispielsweise Futter. Ist das Maunzen tief und langgezogen, können sie auch eine bestimmte Situation beklagen.

Krallenwetzen als Zeichen der Langeweile

Dass Katzen ab und an ihre Krallen wetzen um diese zu schärfen, ist ganz normal. Damit nicht die Tapeten oder Möbel dabei herhalten müssen, sollten Katzenhalter einen Kratzbaum besorgen, der bestenfalls zwischen Futter- und Schlafplatz aufgestellt wird.

Doch wenn die Samtpfoten ihre Krallen sehr oft wetzen, könnte dies ein Zeichen von Langeweile sein. Die Tiere brauchen Beschäftigung; das Wetzen machen sie manchmal, um Aufmerksamkeit zu erregen. Es ist also wichtig, sich ausreichend Zeit für seine Katze zu nehmen und mit ihr zu spielen.

Die Tiere können sich auch gut allein beschäftigen, dies können sie zum Beispiel wunderbar mit diversem Katzenspielzeug.

Verhaltensweisen der Katzen

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  • Bildnachweis: Perserkatze im Garten in einer Katzenminze-Staude © Lilli - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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