6. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Der typische Bernhardiner reicht weit zurück. 1760 soll es schon Rettungshunde gegeben haben und ob der Bernhardiner überhaupt jemals ein Fässchen oder ein Verbandspäckchen um den Hals trug, oder es einer witzigen Idee entsprungen ist, wird wohl nie geklärt werden. Fakt ist, man hat die Vorteile der Spürnasen zu nutzen gewusst und weiß es auch heute noch. Immer mehr wird der sensible und überaus starke Geruchssinn des Hundes genutzt um der Menschheit dienlich zu werden.
Den wichtigsten Nutzen der Spürnase hat man bei der Errettung von Menschenleben. Ob in der Schneelawine verschüttet, unter der Hausruine begraben oder im Wald verschollen. Der Rettungshund kann hier schnell und zuverlässig fündig werden und wird dadurch zu einem unschlagbaren Instrument der Lebensrettung. Denn in solchen Fällen ist meist die Zeit ein wichtiger Faktor, der über Tod oder Überleben entscheidet.
Desweiteren gibt es noch Wachhunde. Die ebenso ein Menschenleben retten können, auch wenn es nicht Ihre Alltagsaufgabe ist, sondern es eher unwahrscheinlich und nur bei einem direkten Angriff der Fall sein wird, sollten sie nicht minder wichtig beurteilt werden, denn das Leben Ihres Besitzers werden sie auf jeden Fall verteidigen.
Aus dem Bereich der körperlichen Lebensrettung ausgeschlossen, aber deswegen nicht weniger wichtig, sind Behindertenhunde. Sie erleichtern das Leben eines Behinderten oder machen es erst möglich, dass dieser sich weitestgehend alleine durch den Haushalt, die Straßen und das Leben bewegen kann. Hervorragende Dienste leistet auch ein Blindenhund, der einen sicher über die Straßen führt oder einem Hund für Bewegungsbehinderte, der einem nicht nur das Essen aus dem Kühlschrank holt oder ähnliche wichtige Tätigkeiten erfüllt, wie unter anderem auch das angefertigte Telefon zu bedienen, sei es zum Abnehmen oder Auflegen des Telefonhörers oder bei der Wahl des Notrufs.
Weniger rettende, aber dennoch sinnvolle Funktionen erfüllen, können dagegen spezielle abgerichtete Hunde, die zum Beispiel ein Wasserleck orten können oder gar Raubkopien im Gepäck erschnüffeln können. Aber das soll nur erwähnt werden, um das Potenzial dieser Superspürnasen zu verdeutlichen.
Falls bei einem nun der Eindruck entstanden sein sollte, einen Hund als reines Nutztier zu sehen, der nur für die Lebensrettung oder Erleichterung der persönlichen Bedürfnisse erschaffen wurde, der darf nicht den besten Freund vergessen, der er auch ohne Zweifel ist und so gewissermaßen ebenfalls lebensrettend sein kann, selbst, wenn er einen zuhause höchstens um den Verstand erleichtert. Einen besonderen Respekt hat dieser Allrounder jedoch allemal und in jeglicher Lage verdient, denn wenn es darauf ankommt, wird er der Retter in der Not sein. Immer.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
27.12.11 | |
![]() | HUNDE |
16.12.11 | |
![]() | HUNDE |
22.11.11 | |
![]() | HUNDE |
21.11.11 | |
![]() | HUNDE |
24.10.11 | |
![]() | HUNDE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hunde Forum


Mit dem Hund zu spielen macht Spaß! Lassen Sie sich aber davon nicht zu der Annahme verleiten, es sei nur albern...