Tipps, wie Sie den Hund an den Straßenverkehr gewöhnen

Zu einer gelungenen Hundeerziehung gehört es im Interesse von Hund und Halter, den Vierbeiner an das Leben im Straßenverkehr zu gewöhnen. Je jünger der Hund ist, umso lernfähiger ist der Welpe. Ältere Hunde tun sich erfahrungsgemäß schwer damit, sich an die Hektik und Geräusche einer Groß- oder Innenstadt zu gewöhnen. Um dem Tier unnötigen Stress zu ersparen, sollte man also frühzeitig damit anfangen. Holen Sie sich Tipps, wie Sie den Hund an den Straßenverkehr gewöhnen können.

Lärm, diverse Fahrzeuge und eine Menge Menschen - der Straßenverkehr kann für Hunde zu einem wahren Stressfaktor werden; ist er nicht gut erzogen, kann es zudem gefährlich werden

Hundeerziehung - Gewöhnung an den Straßenverkehr

Die Erziehung des kleinen und jungen Vierbeiners ist in vielen Dingen mit der von Kleinkindern vergleichbar. Alles ist neu, jeder Tag, sozusagen jede Stunde bringt Ungewohntes.

Und da bei weitem nicht alles behalten oder verarbeitet wird, muss tagtäglich erneut gelernt werden. Das dauert so lange, bis sich der Hund an das Neue gewöhnt. Je jünger er ist, umso lernfähiger und auch lernwilliger zeigt er sich. Insofern gehört auch die Gewöhnung an den Straßenverkehr zu einer umsichtigen Erziehung des Welpen.

Befindet sich der Wohnsitz von Herr und Hund in Stadtnähe mit der damit verbundenen Infrastruktur, so ist die Gewöhnung an den Straßenverkehr ein fester Bestandteil der Hundeerziehung. Wohnen beide außerhalb der Stadt, in einem verkehrsberuhigten Vorort oder in ländlicher Umgebung, dann müssen einige Ausflüge in die Stadt gemacht werden, damit der Hund diese für ihn ganz neue Umgebung kennenlernen kann.

Hier wie da ist der Gewöhnungsprozess jedoch weitgehend derselbe. Der Hundehalter kann sich in dieser Lehr- und Lernphase an den Erfahrungen Anderer orientieren, von denen hier einige aufgelistet sind.

Leinenpflicht in der Stadt

Sowohl aus Sicherheitsgründen als auch vom Selbstverständnis her muss der Hund im Straßenverkehr angeleint sein. Er sollte an der kurzen Leine geführt werden

Die Nähe zu seinem Herrn vermittelt dem Tier ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit. Gleichzeitig wird dadurch ein zu weiter Auslauf hin zu Gebäudemauern, in den Rinnstein, zum nächsten Baum oder unter die Parkbank verhindert.

Sukzessive Steigerung

Gewöhnen bedeutet klein anzufangen und den Gewöhnungsprozess sukzessive zu steigern. Die ersten Wege im Straßenverkehr sollten außerhalb der täglichen Rushhour gemacht werden, beispielsweise morgens, abends oder am Wochenende. Der Hund ist zunächst vollauf damit beschäftigt, sich an die ihm ungewohnten Geräusche zu gewöhnen und neue Gerüche kennenzulernen.

Stressfreier Ablauf

Zum Gewöhnungsprozess im Sinne und zum Wohl des Hundes gehört es auch, dass diese Situation für ihn möglichst entspannend und stressfrei verläuft. Eins nach dem anderen ist allemal besser als den Vierbeiner sinnbildlich ins kalte Wasser zu werfen. Er soll ja an diese neue Situation des Straßenverkehrs gewöhnt und an sie herangeführt werden.

Eingewöhnung im Körbchen

Der ganz junge Welpe kann als Vorbereitung auf den gemeinsamen Gang durch die belebte Straße zunächst einmal in einem Körbchen oder in der Tasche in die Stadt mitgenommen werden. Diese Eingewöhnung ist für ihn aufregend und interessant - ihm bleibt jedoch fürs erste die Erfahrung erspart, sich zwischen den vielen Menschen behaupten zu müssen. Dieser zweite Schritt im Gewöhnungsprozess verläuft dann umso stressfreier.

Vorab Erziehungsbasics antrainieren

Der Gang in die Stadt und durch belebte Straßen ist erst dann angebracht, wenn der angeleinte Hund die Erziehungsbasics beherrscht und beherzigt. Er muss wissen, wann er sitzen und gehen muss, soll oder darf.

Er muss zusammen mit seinem Halter an der Bordsteinkante ruhig stehenbleiben und die Aufforderung zum Überqueren der Straße sowohl abwarten als auch strikt befolgen. Das Tier muss in diesen Belangen die Hundeschule erfolgreich absolviert haben.

Fokus liegt auf dem Tier

Der Halter sollte die ersten gemeinsamen Stadtbesuche nicht mit Einkäufen verbinden, sondern sich ganz auf seinen Hund konzentrieren. Um ihn geht es jetzt, sein Verhalten und seine Reaktion auf diese neue Situation müssen beobachtet und richtig eingeordnet werden.

Mitte meiden - Rand nutzen

Die ersten Male fühlt sich der Hund sicherer, wenn er nicht in der Fußwegmitte, sondern am Rand hin zu den Gebäuden läuft. Zur anderen Seite wird er durch die vertraute Person, seinen Halter, geschützt. Das verhindert auch überraschende Konfrontationen mit anderen Hunden und ist eine gute Möglichkeit, die unbekannte Welt schrittweise zu erkunden.

Kontakt zu Passanten

Zur Gewöhnung an den Straßenverkehr gehört auch ein Kontakt von Passanten zum Vierbeiner. Sie möchten den kleinen Welpen gerne streicheln, ihm etwas Gutes tun. Der hatte es bisher lediglich mit seinem Erzieher, bestenfalls mit dessen Familienangehörigen, zu tun.

Diese für den Hund völlig neue Situation ist gleichzeitig Reiz und Stress für ihn. Für sein zunehmend ruhigeres und liebes Verhalten sollte er immer mit einem Leckerli belohnt werden. Er assoziiert eins mit dem anderen und wird binnen kurzer Zeit zu einem, wie es gerne genannt wird, für alle pflegeleichten Hund.

Auch ältere Hunde müssen vorsichtig umgewöhnt werden

Ein schon älterer Hund muss im Grunde genommen auf dieselbe Weise an den Straßenverkehr gewöhnt werden. Hat er diesbezüglich keine konkrete Erziehung genossen, muss man ihn ebenso liebevoll an den Stressfaktor Straßenverkehr heranführen.

Bei ausgewachsenen Hunden muss man mitunter mehr Geduld aufbringen. Besonders hilfreich ist es, nicht direkt in die Stadtmitte zu fahren, sondern zunächst am Stadtrand zu trainieren.

Dabei kann es zu Beginn schon reichen, sich etwas abseits mit dem Hund hinzusetzen, sodass dieser das Geschehen beobachten und neue Gerüche verarbeiten kann. Dies sollte man nach einem Spaziergang in gewohnter Umgebung machen, sodass sich das Tier möglichst entspannt an die neue Situation herantasten kann.

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