Die Wahl des passenden Haustiers und was ein Haustier über den Charakter seines Halters verrät

Füng verschiedene Haustiere vor weißem Hintergrund - Hund, Katze, Hamster, Meerschweinchen und Maus oder Ratte

Viele zukünftige Haustierhalter stellen sich die Frage, welches Tier denn wohl die passende Wahl wäre - Wir geben Hilfestellung und zeigen, welches Tier zu welchem Halter passt

Haustiere streicheln die Seele. Die Wahl des Haustieres kann sogar etwas über den Charakter des Besitzers verraten. Viele Menschen würden sich gerne ein Haustier zulegen. Das passende Tier zu finden, ist jedoch nicht immer leicht.

Für viele Menschen, die sich allein fühlen, nach einem Sinn im Alltag suchen oder nach einem Hobby ist ein Haustier eine wundervolle Art, den Menschen zu fordern und ihm gleichermaßen gut zu tun. Menschen brauchen Verantwortung und das Gefühl Liebe geben zu können und Liebe zu erhalten.

Ein Haustier kann genau das ermöglichen. Während zwischenmenschliche Beziehungen irgendwann stark belastet werden können und man in die Situation geraten kann, bei zu vielen schlechten Erfahrungen mit anderen Menschen schwer Vertrauen fassen zu können, kann man einem Tier bedingungslos vertrauen.

Tiere können einem Menschen das Gefühl von Einsamkeit nehmen und sind gute Zuhörer. Haustiere können zudem Verhaltensweisen erlernen und den Menschen erfreuen, wenn beigebrachte Tricks oder gewünschte Verhaltensweisen abgerufen werden können.

Welches Haustier passt zu mir?

Wer Tiere liebt, hätte oft selbst gerne ein Haustier. Da ein solcher Hausgenosse jedoch viel Verantwortung mit sich bringt, sollte vor der Anschaffung gut überlegt werden, welches Tier am besten zu einem passt.

Auswahlkriterien

Wenn Sie kein aussagekräftiges Gefühl für sich haben, dann ziehen Sie Ihren Freundeskreis und Bekannte zu Rate und beraten Sie sich. Es wäre schlimm, wenn Sie nach zwei bis drei Wochen bemerken, dass Sie Ihrem Haustier nicht gerecht werden können und das Tier wieder abgeben müssen.

Nehmen Sie sich also genügend Zeit und informieren Sie sich über die einzelnen Bedürfnisse des Haustieres. Berücksichtigen Sie auch die etwaig anfallenden Tierarztkosten, was regelmäßige Impfungen angeht oder Sterilisation oder Kastration.

Gehen Sie Ihre eigene Lebensplanung durch und schätzen Sie ab, ob sich ein Haustier auch mit Ihren noch offenen Lebenswünschen vereinbaren lässt. Bedenken Sie auch, dass Ihr Haustier Futter, Pflegeprodukte und ab und an Leckereien braucht.

Prüfen Sie, ob Sie auf Fell von Haustieren oder Federn von einem Wellensittich allergisch sind. Sollten Sie Kleinkinder in Ihrer Familie haben, klären Sie ab, ob diese ebenfalls nicht allergisch auf Haustiere reagieren.

Beachten Sie grundsätzlich, dass Haustiere nicht ohne Aufsicht mit Ihren Kleinkindern und Kindern zusammen sind und dass Ihr Haustier Kleinkinder nicht im Gesicht oder an anderen Stellen des Körpers leckt. Hygiene ist in Verbindung mit Kindern sehr wichtig.

Überlegen Sie sich, wer sich um das Haustier kümmert, wenn Sie in den Urlaub fahren oder anderweitig eine Reise unternehmen, auf der Sie Ihr Haustier nicht mitnehmen können. Fragen Sie vorab in Ihrem Freundeskreis und bei Ihrer Familie nach, ob sich jemand bereit erklären kann, sich in Ihrer Abwesenheit um Ihr Haustier zu kümmern.

Die Anschaffung

Wenn Sie sich für ein Haustier entschieden haben, dann ist für Sie noch zu überlegen, ob Sie ein Tier aus dem Tierheim aufnehmen wollen oder ob Sie ein Jungtier möchten. Bei einem Jungtier gibt es auch die Möglichkeit, sich bei Internationalen Tierhilfeinitiativen in Verbindung zu setzen, und ebenfalls Jungtiere aus Spanien, Portugal oder zum Beispiel der Slowakei aufnehmen zu können.

Kümmern Sie sich vor dem Einzug Ihres Haustieres um die Erstversorgung wie Futter, Näpfe, Zubehör und überlegen Sie sich, welchen Platz Ihr Haustier als Schlaf- oder Wohnplatz in Ihrer Wohnung bekommen soll. Machen Sie Ihre Wohnung haustiersicher, so dass Ihr Haustier bei der Erkundung Ihrer Wohnung keinen Gefahren ausgesetzt ist und bringen die für Sie wichtigen Gegenstände in für das Haustier unerreichbare Reichweite.

Egal, ob Sie sich für ein Jungtier oder ein älteres Tier entscheiden, nehmen Sie sich ein paar Wochen Zeit für die Eingewöhnung Ihres Haustieres in die neue Wohnumgebung und in die Familie. Nehmen Sie auch Zeit für sich, um eine Bindung zwischen Ihrem Haustier und Ihnen zu entwickeln.

Tierhalter sollten sich über die Mimik und das Verhalten ihrer Tiere sehr genau informieren

Hund in den Dünen am Meer
Puppy jumping on the beach © Martin Valigursky - www.fotolia.de

Das Zusammenleben mit einem Tier ist im Idealfall für beide Parteien eine Bereicherung. Der Mensch hat einen Begleiter, der ihn erfreut und das Tier hat eine Bezugsperson, die es versorgt.

Doch viele Tiere in Deutschland leben unter Bedingungen, die ihrer Art nicht gerecht werden. Um das zu vermeiden sind nicht nur praktische Entscheidungen essentiell. So sollte man sich etwa keinen großen Hund kaufen, wenn der keinen Auslauf kriegt. Doch auch wenn die Bedingungen ideal sind, kann man Fehler machen. Deswegen sollte man sich auf die Mimik und das Verhalten des Tieres individuell einlassen.

Dabei ist natürlich sehr wichtig, um was für ein Tier es sich handelt. Es brauchte viel Übung, um zu verstehen, was ein Tier einem sagen wolle, so Thomas Riepe, Vorsitzender des Berufsverbands der Hundepsychologen. Das solle einen aber nicht entmutigen, denn es sei die Mühe wert. So sei ein Schwanzwedeln beim Hund nicht immer Freude, sondern signalisiere generell Erregung, könne also auch Nervosität andeuten.

Oder Katzen: Strecken sie einem ihren Hintern hin, wollen sie damit keine Geringschätzung ausdrücken, im Gegenteil - sie präsentieren ihre Duftdrüsen am After. Das ist ein Kompliment und ein Zeichen der Vertraulichkeit.

Auch bei Kleintieren wie Kaninchen oder Vögeln gibt es solche Codes. Generell könne man diesbezüglich nicht genügend lesen und lernen, so Riepe. Informationen gibt es etwa im Fachhandel oder in Büchern.

Hunde und Katzen

Vor allem bei Familien mit Kindern muss einiges bedacht werden. So sollte das Kind alt genug sein, um sich um das Tier kümmern zu können.

Auch die individuellen Lebensumstände spielen eine wichtige Rolle. Wer zum Beispiel berufstätig und die meiste Zeit außer Haus ist, sollte von einem Hund besser absehen, denn länger als vier Stunden am Tag darf ein Hund nicht alleine bleiben, wenn er artgerecht gehalten werden soll.

Ein Hund ist daher am besten für Menschen geeignet, die nicht den ganzen Tag unterwegs sind oder jemanden haben, der sich in der Zwischenzeit um das Tier kümmern kann. Wesentlich besser geeignet für Menschen, die regelmäßig außer Haus müssen, sind Katzen, Vögel, Fische oder Kleintiere.

Entscheidet man sich für eine Katze, sollte man jedoch sicherstellen, dass innerhalb einer Familie niemand unter einer Katzenallergie leidet, da viele Katzen in einem solchen Fall später im Tierheim landen oder sogar ausgesetzt werden. Diesen wichtigen Punkt sollte man also unbedingt vorher mit seinem Arzt abklären.

Eine Katze nur in der Wohnung zu halten, ist durchaus möglich, wobei es dann sinnvoll ist, sich gleich zwei Exemplare zuzulegen. Außerdem empfiehlt es sich, die Wohnung auf die Bedürfnisse der Katzen auszurichten.

Vögel

Ebenfalls beliebte Haustiere sind Vögel. Diese passen jedoch nicht zu jedem Menschen.

Vor allem für Kinder, die mit Tieren gerne spielen und schmusen möchten, eignen sie nicht. Da Vögel zudem Lärm und Dreck verursachen, sollten Menschen, die lärmempfindlich sind und nicht gerne den Käfig saubermachen, auf die gefiederten Freunde lieber verzichten.

Fische

Zu den ruhigsten Vertretern der Haustiere gehören Fische. Das Halten von Fischen in Aquarien wirkt auf viele Menschen entspannend und beruhigend. Zudem faszinieren sie durch ihre Vielfalt.

Allerdings kann man mit ihnen weder spielen, noch kann man sie streicheln. Dafür sind sie sehr pflegeleicht, da sie nur Futter und sauberes Wasser benötigen.

Für Kinder eignen sich vor allem Haustiere, mit denen sie spielen können. Da Hunde und Katzen über einen natürlichen Spieltrieb verfügen, passen sie besser zu Kindern als die beliebten Kleintiere, die oft gestresst reagieren, wenn man sie zu viel knuddelt.

Auch Allergiker können Haustiere halten

Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wie Andreas Degenhardt, ein Allergologe aus Bremen, sagt, brauchen Eltern wenig Bedenken haben, wenn ihr Kind ein Haustier möchte. Viele Eltern sind der Meinung, dass dadurch Allergien ausgelöst oder schlimmer werden können. Hunde sind im Normalfall kein Problem, auch wenn ein Kind anfällig gegen Allergien ist.

Bei Katzen, Kaninchen oder Hamstern sieht es anderes aus, denn deren Haare enthalten bestimmte Eiweißstoffe, worauf das Immunsystem stärker reagiert. Leidet aber ein Kind an Asthma, so müssen die Kinder auf Tiere mit Haaren oder Federn ganz verzichten. Aber dafür gibt es noch Aquarien mit Fischen und Schildkröten.

Hierzulande gibt es bestimmte Tierarten, die am liebsten als Haustier gehalten werden...

Die beliebtesten Haustiere der Deutschen

Haustiere zu halten ist für viele Menschen nicht nur ein schönes Hobby, sondern auch eine Beschäftigung, die ihrem Dasein einen Sinn gibt. Dadurch, dass sie sich ausgiebig mit der Pflege und dem Wohlergehen ihres Haustieres beschäftigen, können sie sich oftmals von eigenen Sorgen ablenken. Besonders allein lebenden Menschen dienen Haustiere als Ansprechpartner.

Aber auch bei Kindern und Jugendlichen sind Haustiere sehr beliebt, sodass sie häufig in Familien gehalten werden. Das Aufwachsen mit einem Tier kann für Kinder durchaus pädagogisch wertvoll sein, da sie auf diese Weise frühzeitig lernen, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Manche Haustiere wie Hunde wirken sich zudem positiv auf die Gesundheit aus, da sie für regelmäßige Bewegung und frische Luft sorgen. Doch welche Haustiere sind in Deutschland besonders gefragt?

Das Ranking

  1. Es ist sicher keine große Überraschung, dass Hunde und Katzen die beliebtesten Haustiere der Deutschen sind. Umfragen zufolge favorisieren 34 Prozent der deutschen Bevölkerung den Hund als liebstes Haustier, denn nicht umsonst gilt der treue Vierbeiner als bester Freund des Menschen.
  2. Gleich dahinter reiht sich mit einem Anteil von 28 Prozent die Katze ein.
  3. In gebührendem Abstand folgen mit vier Prozent die Fische, die eher zu den ruhigen Zeitgenossen gehören.
  4. Ebenfalls beliebt sind Vögel und Nagetiere wie Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen oder Mäuse, die jeweils auf zwei Prozent kommen.
  5. Reptilien wie Schlangen oder Eidechsen müssen sich dagegen mit einem Prozent zufrieden geben.
  6. 28 Prozent der Deutschen favorisieren kein bestimmtes Haustier.
Der besondere Fall der Katze

Interessant ist, dass der Hund auch in sämtlichen Altersstufen am beliebtesten ist. Bei der Katze ist die Popularität hingegen unterschiedlich ausgeprägt.

Bei Frauen ist die Katze nämlich gefragter als bei Männern. So ist für 32 Prozent aller deutschen Frauen die Katze das beliebteste Haustier, während dies beim männlichen Geschlecht nur bei 23 Prozent aller Befragten der Fall ist. Sehr populär sind Stubentiger interessanterweise bei Akademikern, von denen 30 Prozent angeben, Katzen am liebsten als Haustiere zu mögen.

Jugendliche und Reptilien

Besonders beliebt sind Haustiere bei Jugendlichen. Bei diesen finden sich auch Anhänger von exotischen Tieren. So mögen sieben Prozent der Jugendlichen Reptilien und zwei Prozent andere exotische Exemplare wie zum Beispiel Spinnen.

Die Mehrheit der Deutschen hat keine Haustiere

Anzahl der Tierhalter in Deutschland hat abgenommen

Liegender Hund neben sitzender Katze, schauen sich an, weißer Hintergrund
Dog and cat on white background © Michael Pettigrew - www.fotolia.de

Weniger als jeder dritte Deutsche (29,7 %) lebt heute mit einem oder mehreren Haustieren unter einem Dach, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins Senioren Ratgeber. Während im Osten Deutschlands noch mehr Menschen (36,8 %) Tiere halten als im Westen (27,8 %), hat die Zahl der Tierhalter insgesamt deutlich abgenommen:

Hund weiterhin beliebtestes Haustier der Deuschen

In einer Umfrage aus dem Jahr 2003 gaben noch 37,1 Prozent der Deutschen an, mindestens ein Haustier zu halten. Nahezu unverändert ist jedoch die Rangfolge der beliebtesten Tiere: Die meisten Haustierbesitzer haben einen Hund (47,6 %), dicht gefolgt von der Katze (44,2 %). An dritter Stelle des Haustier-Zoos stehen Nagetiere wie Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen mit 17,2 Prozent. Nur die Fische (9,6 %) konnten an Beliebtheit die im Jahr 2003 noch an vierter Stelle platzierten Vögel mit aktuell 9,1 Prozent überrunden.

Für den Vergleich wurde im Jahr 2003 bei 2.042 und im Jahr 2006 bei 1.973 Bundesbürgern ab 14 Jahren eine Befragung durchgeführt.

Hunde und Katzen sind nach wie vor der Deutschen beliebteste Haustiere

Ein Hundewelpen und Katzenjunges sitzen auf einer Wiese und gucken sich an
Hund und Katze © Carola Schubbel - www.fotolia.de

Hunde und Katzen brauchen in Deutschland keine Konkurrenz durch andere Haustiere zu fürchten.

Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau fand heraus, dass bellende und miauende Vierbeiner noch immer mit großem Abstand die beliebtesten Gefährten von Haustierbesitzern sind.

So haben sich 47,6 Prozent der deutschen Haustierbesitzer für einen oder mehrere Hunde entschieden, 44,2 Prozent nennen eine Katze ihr Eigen. Nur fast jeder sechste Haustierbesitzer (17,2 Prozent) kümmert sich um Nagetiere wie Hamster und Meerschweinchen. Weit abgeschlagen in der tierischen Beliebtheitsskala sind Fische (9,6 Prozent) und Vögel (9,1 Prozent). Etwa 5,5 Prozent der Tierfreunde beherbergen andere Lieblinge.

Der Umfrage zufolge leben insgesamt drei von zehn Deutschen (29,7 Prozent) mit Haustieren zusammen. Befragt wurden 1.973 Personen ab 14 Jahren, darunter 585 Haushalte mit mindestens einem Haustier.

Deutsche Haushalte mit Kindern haben meist Haustiere wie Hunde und Katzen

Kleines Mädchen hat kleine Katze im Arm und schaut in Kamera
Attendrissant... © Naty Strawberry - www.fotolia.de

„Mama! Ich will einen Hund oder ein Meerschweinchen, bitte!“ – Ein eigenes Tier zu umsorgen, ist für viele Kinder der größte Wunsch – und viele Eltern erfüllen ihn gerne.

Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins Baby und Familie zufolge halten in Deutschland überwiegend Familien mit Kindern Haustiere. Während insgesamt nur knapp 30 Prozent (29,7 Prozent) der Deutschen ein Haustier besitzen, sind es bei Haushalten mit Kindern über 40 Prozent (42,4 Prozent). Jede fünfte Familie (21,5 Prozent) gibt sogar an, gleich mehrere Haustiere zu beherbergen. Bei den Bundesbürgern insgesamt sind dies nur etwas mehr als zehn Prozent (11,3 Prozent).

In der Gunst der Kinder ganz oben stehen dabei Hunde (18,2 Prozent), gefolgt von Katzen (17,2 Prozent) und Nagetieren wie Hamster und Meerschweinchen (13,2 Prozent).

Bei der Anschaffung eines Haustiers suchen Frauen einen Tröster, Männer den Ansporn für Bewegung

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen
couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Frauen, die sich ein Tier anschaffen, tun dies häufig, um Gesellschaft zu haben und über schwere Zeiten hinweg zu kommen. Männer dagegen entscheiden sich eher praktisch orientiert: Sie regt ein Hund dazu an, sich regelmäßig draußen zu bewegen.

Außerdem, so berichtet die Apotheken Umschau unter Berufung auf eine Umfrage von Sara Staats, Professorin für experimentelle Psychologie von der State University Ohio (USA), sind sie davon überzeugt, dass ein Vierbeiner sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt.

Britische Studie: Katzenbesitzer sind schlauer als Hundebesitzer

Besitzer von Katzen haben häufiger einen universitären Abschluss, als Hundebesitzer. Wissenschaftler der Uni Bristol befragten 3000 Personen nach ihrem Bildungsgrad und ihrem Haustier. Katzenbesitzer haben demnach 1,36 Mal häufiger einen Universitätsabschluss als Hundebesitzer. Die Wissenschaftler führen den Umstand vor allem auf den Zeit-Faktor zurück.

Hunde müsste regelmäßig gefüttert und Gassi geführt werden. Katzen seien da selbstständiger und für Menschen mit weniger Zeit besser zu handhaben. Uni-Absolventen hätten weniger Zeit, weil sie durchschnittlich länger arbeiten würden. Das Einkommen spielt bei der Wahl des vierbeinigen Freundes jedoch keine Rolle.

Welche Haustiere darf ein Mieter halten?

Junge Frau liegt mit Katze auf Couch vor Kamin
fireplace 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Oft gibt es zwischen Vermieter und Mieter Streitigkeiten über die Haltung von Tieren in der Wohnung. So kann aber grundsätzlich jeder Mieter in seiner Wohnung Kleintiere haben, so beispielsweise Fische, Hamster, Vögel oder Meerschweinchen. Bei Katzen und Hunden ist aber immer die Zustimmung des Vermieters, am besten in schriftlicher Form im Mietvertrag, einzuholen. Hiervon sind aber Blindenhunde ausgenommen, wie auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen erklärt und auch besonders kleine Hunde könnten eventuell unter Kleintiere fallen.

Bei der Kleintierhaltung können auch gefährliche Tiere, wie zum Beispiel Skorpione ausgeschlossen sein. Reptilien, sowie Gift- und Würgeschlangen sind in einer Wohnung verboten, so dass der Mieter mit einer fristlosen Kündigung rechnen muss. Wenn ein Mieter ein größeres Einfamilienhaus mietet, so kann auch die Haltung eines größeren Hundes erlaubt sein, es sei denn im Mietvertrag ist die Haltung grundsätzlich nicht vereinbart worden.

Haustiere - schön und teuer? Was die Deutschen für ihre Liebsten ausgeben

Hundefriseurin mit roten Fingernägeln schneidet einem kleinen Terrier-Hund das Fell
Dog getting groomed at salon, closeup. Groomer holding scissors over dog's head © phoenix021 - www.fotolia.de

In deutschen Haushalten leben derzeit knapp 23 Millionen Haustiere, wie Katzen, Hunde und kleine Nager. Doch was kostet eine Haltung insgesamt?

Laut deutschem Tierschutzbund gibt man für ein gesamtes Katzenleben beispielsweise knapp 9000 Euro aus. Angefangen bei der Anschaffung, der Kastration, über diverse Arztbesuche, bis hin zu Futter und Katzenstreu kommt da also einiges zusammen. Trotzdem ist die Katze des Deutschen liebstes Haustier.

Gefolgt vom Hund, der zwar nicht ganz so alt wird, aber trotzdem mehr Kosten verursacht. Da sein Halter nicht nur Hundesteuer, sondern auch eine Haftpflichtversicherung für den Vierbeiner zahlen muss, kommt man am Ende auf über 10.000 Euro.

Die geringsten Kosten verursachen die Kleinsten. Nagetiere versorgt man rundum für durchschnittlich 140 Euro im Jahr und Wellensittiche kommen sogar mit knapp 100 Euro aus.

Insgesamt zahlen die Deutschen jährlich rund 3,5 Milliarden Euro für ihre tierischen Freunde.

Gehirnwachstum - Hunde cleverer als Katzen?

Hundewelpe und Katzenbaby zusammen auf der Couch
puppy and kitten © Hagit Berkovich - www.fotolia.de

Die ewige Diskussion zwischen Hunde- und Katzenfreunden, welcher Vierbeiner der intelligentere ist, hat einen neuen wissenschaftlichen Anhaltspunkt bekommen: die Gehirne von Hunden haben sich evolutionär betrachtet schneller entwickelt als die ihrer samtpfotigen Kollegen auf dem Sofa.

Obwohl man bisher davon ausging, dass das generationsübergreifende Gehirnwachstum unter Säugetieren sich im Verhältnis nur unwesentlich unterscheidet, kommen Wissenschaftler von der Universiät Oxford nun zu einem anderen Ergebnis: sie untersuchten fossile und aktuelle Tiergehirne von über 500 Spezies und deren Entwicklung in über 60 Millionen Jahren.

Dabei kam heraus, dass Tiere, die in sozialen Verbänden leben, im Verhältnis ein sehr viel größeres Gehirn entwickelt haben als Einzelgänger. Der Hirn-Highscore wird angeführt von Schimpansen, direkt danach kommen aber schon Pferde, Delfine und Kamele. Katzen und Nashörner als typische Einzelgänger dagegen entwickelten wesentlich kleinere Gehirne. Anscheinend sind für die Ausprägung von Sozialverhalten sehr viele kognitive Fähigkeiten nötig.

Bedeutungswandel - Nicht jede Liebe zu Tieren ist gut

Die Haustiere werden immer zahmer und ersetzen Familienmitglieder, doch wie geht's den Tieren dabei?

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen
couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Seitdem die Landwirtschaft rückläufig ist, hat sich auch die Bedeutung der Haustiere geändert. Hof- oder Hütehunde gibt es kaum noch. Hunde und Katzen seien reine Schmusetiere geworden, sagt die Biologin und Geschäftsführerin der Organisation "Aktion Tier" Ursula Bauer.

Mittlerweile besitzt jeder dritte Haushalt in Deutschland ein oder mehrere Haustiere. Nach Schätzungen des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe gaben die Bürger im Jahr 2010 rund 3,7 Milliarden Euro für die geliebten Tierchen aus. Läden, in denen diamantbesetzte Halsbänder und Kaschmirpullis für die kleinen Vierbeiner verkauft werden, kommen immer öfter vor.

Das Haustier als bessere Alternative?

Diese Entwicklung zeigt: Viele Menschen sehen das Haustier als Ersatz für den Lebenspartner oder die Familie an. Dementsprechend behandeln sie Tiere oft wie Menschen, was für diese nicht immer gut ist. Das fängt bei der falschen Nahrung an und hört mit einem Schlafplatz im Bett auf.

Für viele ist der Umgang mit Tieren einfach bequemer, als sich mit quengelnden oder schreienden Kindern zu plagen. Tierliebe kann auch krankhaft sein. Wenn die Halter Massen von Tieren besitzen, spricht man vom "Animal hoarding", das vergleichbar mit dem "Messie-Syndrom" ist. In beiden Fällen liegt die psychische Störung vor, sich von nichts trennen zu können.

Problematisch wird es auch, wenn die Menschen Tiere als Statussymbol sehen oder exotische Tiere wie Schlangen, Spinnen oder Skorpione aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen. Viele merken nach kurzer Zeit, dass sie so ein Tier gar nicht halten können. Da es in Deutschland viele Tierheime gibt, ist es leicht, das Tier wieder los zu werden.

Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen

Junge blonde Frau mit kurzen Haaren mit ihrem Hund, Gesicht an Gesicht
liebevoll © Klaus-Peter Adler - www.fotolia.de

Einer Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 2.104 Personen zufolge, besitzen 30,4% der Deutschen mindestens ein Haustier.

Von den jüngeren Befragten zwischen 14 und 19 Jahren gaben sogar 44,6% an mit Tieren zusammenzuleben. Mit 15,1% der Stimmen lagen Hunde an der Spitze der beliebtesten Haustiere. Es folgten Katzen mit 14,2%, Nagetiere mit 3,4% und Fische und Vögel mit je 2,2% der Stimmen.

Fellmantel für Fifi - Luxusartikel für Haustiere boomen

Wenn es um ihre Haustiere geht, ist den Deutschen nichts zu teuer: Immer mehr Tierbesitzer gönnen ihren tierischen Mitbewohnern luxuriöse Accessoires vom Hundebettchen mit Kaschmirdecke bis zum Kratzbaum für Katzen für 1500 Euro. Beliebt sind auch Kombi-Sets aus Mantel, Halsband und Hundekörbchen - geschmackvoll in Farbe und Material aufeinander abgestimmt.

Der Umsatz mit Luxusprodukten hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Nachdem zunächst spezielle Geschäfte im Internet mit dem Vertrieb von strassbesetzten Halsbändern und Katzenmänteln begannen, zog mittlerweile auch der normale Zoohandel nach.

Für die Besitzer sind die Artikel häufig nicht mehr als ein Mode-Gag, der Aufmerksamkeit erregen soll. Manche sehen darin auch eine Ergänzung der eigenen Persönlichkeit - wenn Frauchen in Kaschmir gewandet ist, soll Fifi genauso edel gekleidet sein.

Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen pro Haushalt 168 Euro für ihre Tiere aus - und das obwohl nur in etwas mehr als jedem dritten Haushalt überhaupt ein Haustier lebt. Der Gesamtmarkt für Heimtierbedarf verzeichnete 2011 einen Gesamtumsatz von gut 3,8 Milliarden Euro - Tendenz steigend.

Je nachdem, auf welche Tierart die Wahl fällt, lassen sich mitunter Rückschlüsse auf den Charakter des Halters ziehen...

Was ein Haustier über den Charakter seines Halters verrät

Besitzer von Haustieren sind meist aufgeschlossene Menschen. Sie zeigen Verantwortung, indem sie das Tier in ihrem Haushalt aufnehmen, erziehen und pflegen. Ob Kind, junger Erwachsener oder Senior - Haustiere erhalten gesund und bereichern das Leben enorm. Aus diesem Grund leben viele Millionen Haustiere in Familien rund um den Globus.

Herr und Hund ähneln sich nicht nur äußerlich

Kleiner weiß-brauner Hund guckt aus Autofenster
Dog sticking his head our of a car window © holdeneye - www.fotolia.de

Hunde und ihre Besitzer sehen sich oft ähnlich, sagt man. Nicht nur das – sie gleichen sich auch im Charakter, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Forscher der Universität Texas um Samuel Gosling haben herausgefunden, dass Hunde wie ihre Herrchen oder Frauchen auch abenteuerlustig oder ängstlich, emotional stabil oder labil sein können. Dabei variieren die Charaktere auch innerhalb einer Rasse stark.

Außenstehende stellen bei genauerer Betrachtung häufig fest, dass sich Haustier und Besitzer bzw. Halter äußerlich oder charakterlich etwas ähneln. Kein Wunder, denn unbewusst suchen Menschen nach einer Ergänzung, wenn sie ein Haustier als Gefährten wählen.

Hinzu kommen persönliche Vorlieben für bestimmte Tierarten oder Rassen, Prägungen aus dem Kindheitsalter oder auch Lifestyle Trends, wie z.B. bei sogenannten Modehunden.

Die Wahl der Haustiere kann über einige grundlegende Charakterzüge des Besitzers Auskunft geben, ist aber grundsätzlich natürlich nur bedingt aussagekräftig. Trotzdem kann man oft eine enge Bindung zwischen Haustier und Herrchen sehen. Diese Fähigkeit zur bedingungslosen Freundschaft zwischen Tier und Mensch gehört zu den positiven Charaktereigenschaften.

Die beliebtesten Tiernamen in Amerika

Zwei kleine, weiße Hunde beim Gassigehen im Grünen
dogs going for a walk © javier brosch - www.fotolia.de

Das amerikanische Internetportal "vetstreet.com" hat es sich zur Aufgabe gemacht die beliebtesten Tiernamen der Amerikaner zu ermitteln. Für die Studie erfasste man etwa eine Million Hunde- und über 600.000 Katzennamen. Bei der Namensgebung der Tiere scheinen sich zwei deutliche Trends abzuzeichnen.

Zum Einen scheinen die Amerikaner ihre Vierbeiner nur zu gerne nach Stars und ihren Filmcharakteren zu benennen. Sowohl bei den weiblichen Katzen- als auch bei den weiblichen Hundenamen lag "Bella", in Anlehnung an Kristen Stewarts "Twilight"-Figur, auf Platz eins des Rankings. Ebenfalls beliebte Katzennamen sind Luna und Lily aus "Harry Potter" oder Simba aus "König der Löwen".

Zum Anderen zeigte sich, dass sich zu den gewöhnlichen Tiernamen auch immer mehr Kindernamen wie Max, Toby, Lucy oder Sophie gesellen. Dieser Trend macht mehr als deutlich, dass Haustiere bei vielen Menschen den Status eines Kindes einnehmen und immer mehr vermenschlicht werden.

Im Folgenden gehen wir auf die typischen Eigenschaften der unterschiedlichen Tierhalter ein.

Hundehalter

Frau schmust mit ihrem Hund
Frau schmust mit ihrem Hund

Das Verhältnis von Hund und Herrchen bzw. Frauchen ist oft von großem Vertrauen geprägt. Für Außenstehende sieht es manchmal so aus, als wenn sich beide im Laufe der gemeinsamen Jahre sogar etwas ähnlich sehen. Das mag daran liegen, dass die meisten Menschen unbewusst nach einer Hunderasse suchen, deren Temperament und Charakter dem eigenen Temperament ähneln.

Große, starke Hunde

Wer einen großen und starken Hund hält, strahlt großes Selbstbewusstsein und Autorität aus. Diese Menschen sind körperlich und seelisch ausgeglichen und gehen ihren eigenen Weg.

Ihr Hund ist gleichzeitig aktiver Freund und Beschützer, der sich den Regeln im "Rudel" fügt. Einige große Hunderassen strahlen eine angenehme Ruhe aus, die sich auch auf den Besitzer überträgt.

Mischlingshunde

Frauchen und Herrchen von Mischlingshunden sind meist lustige Individualisten, die Spaß daran haben, die Charaktereigenschaften ihres Hundes zu entdecken und sich auch den kleinen "Macken" zu stellen.

Modehunde

Die so genannten Modehunde werden eher zum Repräsentieren angeschafft. Frauen sehen Mops, Chihuahua oder Pinscher eher als modisches Accessoire und behandeln die Tiere auch so. Meist sind die kleinen Hunde ebenso exzentrisch wie ihr Frauchen und deshalb etwas schwerer erziehbar.

Die (lästigen) Eigenschaften eines Hundes

Schwarzer Hund mit Stock im Maul auf grüner Wiese
Hundesenior mit Stöckchen © Carola Schubbel - www.fotolia.de

Ein Mensch hat verschiedene Charaktereigenschaften, die bei seinem Gegenüber mal besser und mal schlechter ankommen. Gleiches gilt für den besten Freund des Menschen, den Hund. Dabei gibt es für eine Rasse bestimmte Eigenschaften sowie solche, die sehr individuell und von Tier zu Tier verschieden sind. Bevor man sich für die Anschaffung eines Hundes entscheidet, kann man sich zumindest über rassentypische Verhaltensweisen informieren, um später nicht negativ überrascht zu werden.

Viele, die sich zum ersten Mal Hundebesitzer nennen dürfen, wünschen sich einen friedlichen Hund, der mit jedem Tier und Mensch zurechtkommt. Doch diesen Hund gibt es nicht, denn auch bei den Vierbeinern ist niemand perfekt und kommt ohne Macken aus. Wer kein sabberndes Tier haben möchte, sollte auf Rassen wie Dogge, Mops oder Rottweiler verzichten – generell auf Hunde mit großen Lefzen.

Golden Retriever und Labradore haben einen durchaus gesunden Appetit und können somit als Vielfraß beschrieben werden. Wenn sie ihrer Ansicht nach nicht genug Futter bekommen, lassen sie sich etwas einfallen, um an Nahrung zu kommen. Arbeits- und Sporthunde wie Jagdhunde oder Malinois sind schnell gereizt, wenn sie nicht ausgiebig beschäftigt werden. Für Hundeanfänger sind diese Rassen insofern nicht zu empfehlen.

Dann gibt es noch sehr empfindliche Tiere, beispielsweise den Chihuahuha, kleine Rassen mit dünnem Fell. Entgegen vieler Meinungen lieben auch diese Rassen es, bei Wind und Wetter draußen zu sein, nur sollte man sie gegebenenfalls bei niedrigen Temperaturen anziehen. „Modehunde“ wie Mops oder Pekinese werden häufig in einer Handtasche herumgetragen. Allerdings schränkt sie dies in ihrer Bewegung und somit gesunden Entwicklung stark ein, dies sollte man sich bewusst machen.

Hund ist also nicht gleich Hund und wer seinem Vierbeiner ein glückliches Leben bieten möchte, muss sich im Vorfeld genauestens über seine Bedürfnisse und Eigenschaften informieren.

Katzenhalter

Frau schmust mit ihrer Katze
Frau schmust mit ihrer Katze

Katzen sind Hausgenossen, die sich nur sehr schwer erziehen lassen. Die Besitzerinnen von Katzen sind

  • romantisch,
  • sensibel,
  • unabhängig und
  • oft zurückhaltend.

Sie fühlen sich in der Gegenwart ihrer Katze und im heimischen "Nest" sicher und sind oft künstlerisch veranlagt. Katzen sind elegante und anschmiegsame Tiere, die ihren eigenen Kopf haben.

Sie folgen ihrem Herrchen und Frauchen nur dann, wenn sie es selbst wollen, und haben einen ganz eigenen Charakter. Wer eine Katze in seinen Haushalt aufnimmt, will sie nicht dominieren, sondern sucht einen tierischen Freund mit besonderem Wesen.

Katzen können die Stimme ihres Besitzers erkennen, reagieren aber nicht positiver als auf Fremde

Junge Frau hält Katzenbaby in den Händen, hinter ihr Labradorwelpe
Girl with cat and dog © kristian sekulic - www.fotolia.de

Katzenhalter lieben ihre Samtpfoten oft gerade wegen ihrer Eigensinnigkeit. Keine Katze würde ihrem Besitzer aufs Wort gehorchen. Der Besitzer dient ihnen eigentlich nur als Mittel zum Zweck, entweder um die Futterdosen zu öffnen, das Klo zu säubern oder um Streicheleinheiten zu verteilen. Dass der Besitzer seinen Katzen offenbar sogar geradezu egal ist, zeigt eine aktuelle Studie aus Japan.

Die Forscher ließen mehrere Personen nach einer Katze rufen. Zunächst riefen drei völlig fremde Menschen und anschließend der Besitzer.

Die Katze befand sich stets nur in Hör-, aber nicht in Sichtweite. Die Katze konnte die Stimme seines Besitzers zwar offenbar von den anderen unterscheiden, was die Katze durch ausgeprägtere Schwanz-, Ohr- und Kopfbewegungen signalisierte, sie reagierte jedoch in gleichem Maße auf die Stimme ihres Besitzers, wie auch auf die fremden Stimmen. Sie machte keine Anstalten zu den Personen zu laufen, um etwa Anweisungen entgegenzunehmen, sondern ging lediglich ihrer angeborenen Neugier nach und schaute, wo die Stimmen herkamen.

Kaninchenhalter und Hamsterhalter

Im Erwachsenenalter entscheiden sich meist Frauen für Nagetiere als Mitbewohner. Wer einen Hamster oder ein Kaninchen als Haustier hält, ist sensibel und hat einen großen Beschützerinstinkt. Das wuschelige Fell beruhigt nach stressigen Arbeitstagen oder einem Streit.

Es kommt den Besitzern entgegen, dass der "Lebensraum" der Nager begrenzt ist und keine zu intensive Bindung besteht, wie zum Beispiel beim Hund. Nager haben ihren eigenen Wach- und Schlafrhythmus und sie können gut alleine bleiben, was dem Besitzer viel Freiraum gibt.

Keine gute Wahl - ein Hamster für Kinder

Der Wunsch nach einem Haustier kommt früher oder später bei jedem Kind. Ein Hamster ist die schlechteste Wahl, die Eltern in diesem Falle treffen können. Zum einen sind diese Tiere vornehmlich nachts unterwegs und es belastet sie ungemein, wenn sie tagsüber aufgeweckt werden.

Zum anderen mögen es die kleinen, kuscheligen Freunde überhaupt nicht, wenn sie in die Hand genommen und festgehalten werden. Das sind zwei Gründe, die gegen einen Hamster in Kinderhänden sprechen.

Rattenhalter

Ratten fordern Aufmerksamkeit vom Halter
Ratten fordern Aufmerksamkeit vom Halter

Ratten sind sehr gelehrige und intelligente Tiere. Anders als Hamster und Kaninchen fordern sie Aufmerksamkeit und schließen sich eng an ihren Besitzer an. Wer Ratten hält, ist

  • neugierig,
  • geduldig,
  • etwas flippig und
  • vielseitig interessiert.

Ratten - die perfekten Haustiere für Kinder

Haustier für den Nachwuchs - Eltern sollten nicht nur die Lebensdauer bedenken

Weiße Ratte steht am offenen Gitter eines blauen Käfigs
Funny curious white rat looking out of a cage (shallow DOF, selective focus on the rat nose and whiskers) © Kirill Kurashov - www.fotolia.de

Früher oder später rückt jedes Kind seinen Eltern mit der Frage zuleibe, ob sie ein Haustier haben dürfen. Hunde und Katzen sind zwar die perfekten Familientiere, brauchen aber auch viel Platz, Pflege und Aufmerksamkeit. Außerdem ist die Anschaffung eines Hundes oder einer Katze eine Anschaffung für mehrere Jahre und muss genau überlegt sein. Besser eignen sich da Kleintiere, aber selbst da sollte man einiges bedenken.

Viele der Kleintierarten sind nachtaktiv

Wenn es schon kein Hund und keine Katze sein darf, dann doch zumindest ein Hamster, ein Meerschweinchen, ein Kaninchen oder ein Wellensittich. Kleintierarten haben eine wesentlich kürzere Lebensdauer, weshalb sich Eltern die Anschaffung oft nicht ausreichend überlegen. Auch hier bleibt die Hauptverantwortung an ihnen hängen.

Doch nicht nur das, viele dieser Tiere sind auch vollkommen ungeeignet für Kinder. Hamster beispielsweise sind ausschließlich nachtaktiv, Kinder schlafen aber nachts. Dabei wünschen sich Kinder ein Haustier das man auch mal aus dem Käfig nehmen und mit dem man sich beschäftigen kann. Kaninchen und Meerschweinchen sind eher scheue Tiere und lassen sich die teils ruppigen Streicheleinheiten von Kindern nur ungern gefallen.

Ratten punkten durch ihre große Neugier

Weitaus geeigneter für Kinder sind beispielsweise Ratten, so die Münchener Tierärztin Elke Deininger gegenüber dem Apothekenmagazin "Baby und Familie". Ratten sind von Natur aus sehr neugierige Tiere und gehen auch von sich aus auf den Menschen zu. Sie sind zwar auch nachtaktiv, kommen aber auch tagsüber gerne für ein Leckerchen aus ihrem Nest.

Halter von Bauernhoftieren

Pferde als beliebte Bauernhoftiere
Pferde als beliebte Bauernhoftiere

Menschen, die auf einem Bauernhof leben und dort Tiere halten, sind

  • fleißig,
  • fröhlich und
  • praktisch veranlagt.
  • Sie sind naturverbunden und
  • offen für Neues.

Das Zusammenleben mit Tieren unterschiedlicher Rassen ist interessant, kann aber auch schwierig und anstrengend sein, was echte Landmenschen als Herausforderung ansehen. Viele Besitzer von Bauernhoftieren kennen dieses Leben seit ihrer Kindheit, andere Menschen erfüllen sich den Traum vom Landleben erst später und ziehen ganz bewusst aus der Großstadt auf das Dorf.

Kinder haben auf einem Bauernhof mit Tieren die große Chance, Respekt vor anderen Lebewesen und Verantwortung zu lernen.

Kinder füttern die Hühner
Kinder füttern die Hühner

Halter von Fischen

Fische wirken sehr beruhigend auf den Betrachter
Fische wirken sehr beruhigend auf den Betrachter

Fische sind ruhige und traumhaft schöne Heimtiere. Sie ziehen ihre Bahnen in Aquarien oder Teichen und wirken sehr beruhigend auf den Betrachter.

Besitzer von Fischen sind

  • meist etwas introvertiert,
  • bescheiden und
  • widmen sich mit großem Interesse, Geduld und Hingabe der Aquaristik.

Für Menschen mit stressigem Beruf und viel Hektik im Alltag sind Fische der ideale Ausgleich.

Reptilienhalter

Schlangen und Echsen gehören nicht zu den beliebtesten Haustieren. Wer sich für die Haltung von Reptilien entscheidet, muss sich intensiv mit den Eigenarten und Lebensbedingungen dieser Tiere auseinandersetzen.

Halter von Reptilien sind

  • oft introvertiert,
  • vielseitig interessiert und
  • bereit, sich umfassend über Exoten zu informieren.
  • Sie sind meist von den Reptilien fasziniert und
  • leben entweder sehr zurückgezogen oder als offene Trendsetter, die sich auch ein wenig mit ihren außergewöhnlichen Haustieren schmücken möchten.

Giftschlange ersetzt Hund als Haustier immer öfter

Erwerb von exotischen Haustieren - oftmals sind die Besitzer schnell mit ihnen überfordert

Braun gestreifte Schlange auf grünem Blatt
Northern Water Snake (nerodia sipedon) climbing in a tree © Steve Byland - www.fotolia.de

Hamster, Hund, Katze oder Ratte reichen vielen Menschen als Haustiere nicht mehr. Der Wunsch nach exotischen Tieren wie Giftschlangen, Skorpionen oder Waranen nimmt immer mehr zu. Diese außergewöhnlichen Tiere werden häufig auf Börsen angeboten.

Überforderung und mangelndes Fachwissen

Die Käufer merken nach einer Weile jedoch oft, dass sie mit der anspruchsvollen Haltung solcher seltenen Tiere überfordert sind und geben sie schließlich im Tierheim ab. Die fehlende Kenntnis im Umgang mit Reptilien oder anderen Exoten führt nicht selten dazu, dass ein Tier entwischt.

Das ist einem 18-Jährigen passiert, der eine giftige Monokelkobra erwarb. Wenige Tage nach dem Kauf kroch die Schlange aus seiner Wohnung und verschwand. Das Mietshaus musste daraufhin evakuiert und entkernt werden. Später wurde sie tot aufgefunden.

Zum Glück hat die Kobra niemanden gebissen. Für den Besitzer endete die Geschichte jedoch sehr teuer.

Jüngst stellten Unbekannte in Berlin zehn Kornnattern in Plastikschälchen einfach an einer Mülltonne ab. Dem Finder fuhr beim Anblick der Schlangen der Schreck in die Glieder. Nun leben die Tierchen im Tierheim von Hohenschönhausen.

Exotische Haustiere: die Bedürfnisse von Reptilien

Grünes Reptil ähnlich wie ein Leguan klettert Ast mit grünen Blättern hoch
grünes reptil versteckt sich © Stefan Redel - www.fotolia.de

Hund, Katze und Maus sind üblich, wer jedoch auf der Suche nach Außergewöhnlichem ist, legt sich beispielsweise Reptilien zu. Doch insgesamt 75 Prozent der Reptilien sind vom Aussterben bedroht und so ist es nicht möglich, sich einfach jedes gewünschte Tier als Haustier zu halten.

Ein Gang zum Fachgeschäft für Terraristik gibt Auskunft über die richtige Pflege und die Bedürfnisse der Tiere. Wichtig ist vor allem die Größe und Ausstattung des Terrariums - das richtige Licht, Rückzugsmöglichkeiten sowie möglicherweise eine entsprechende Luftfeuchtigkeit sind wichtige Faktoren.

Besonders die Fütterung von Schlange und Co. erweist sich als speziell, denn Reptilien ernähren sich hauptsächlich von Futtertieren wie etwa Heuschrecken oder auch Würmern und Mäusen.

Insgesamt erweist sich das Halten von solchen Tieren als sehr vorteilhaft, da sie weniger aufwändig in der Pflege sind. Zudem sind es sehr ruhige Zeitgenossen und eignen sich bestens für entspannte Momente.

Trend zu exotischen Haustieren gefährdet Kinder: Reptilien verbreiten Salmonellen

Grüne Otter (Giftschlange) vor schwarzem Hintergrund
Gumprecht's green pitviper (Trimeresurus gumprechti ) © mgkuijpers - www.fotolia.de

Lange Zeit war eine Katzenallergie das Schlimmste, was den Haustierbesitzer heimsuchen konnte. Doch dank der zunehmenden Anzahl exotischer Haustiere, verbreiten sich auch immer mehr Krankheitskeime in deutschen Haushalten.

Besonders betroffen sind kleine Kinder und Säuglinge, die mit Reptilien zusammen leben müssen. Das Robert Koch Institut verzeichnete einen starken Anstieg an Salmonellen-Infektionen, die auf diese Tiere zurückzuführen sind.

Etwa 90 Prozent der Reptilien, die als Haustiere gehalten werden, übertragen Salmonellen wie die bislang nur selten aufgetretenen Serovaren. Dazu gehören Schlangen, Schildkröten, Chamäleons, Leguane, Geckos und ähnliche Tiere, die aus aller Welt stammen. Alleine die Bezeichnungen der Serovaren wie S.Poona, S.Kaneshie oder S.Jangwani deuten auf die exotische Herkunft der Tiere hin. Die Krankheitserreger befinden sich auf der Haut oder im Rachen der Tiere, sowie in den Ausscheidungen.

Vor allem kleine Kinder und Säuglinge sollten den Kontakt mit Reptilien vermeiden, aber auch alte Menschen, schwangere Frauen und Menschen, die an einer Autoimmunkrankheit leiden.

Kleine Kinder sind vor allem gefährdet, weil sie die Tiere gerne anfassen und sogar in den Mund nehmen. Bei Kindern unter zwei Jahren stieg die Zahl der Opfer, die an einem seltenen Serovar erkrankten, innerhalb von fünf Jahren von etwa acht auf fast 20 Prozent.

Mitunter steht auch die Frage im Raum, ob es möglich ist, verschiedene Haustiere, Katze und Hund etwa, gemeinsam halten zu können...

Wie Hund und Katz' - Verschiedene Haustiere unter einem Dach

Hunde und Katzen sprechen verschiedene Sprachen. Ein Schwanzwedeln oder ein brummendes Geräusch haben vollkommen verschiedene Bedeutungen.

Dazu kommt, dass einige Hunderassen auf die Jagd nach Kleintieren getrimmt sind, zum Beispiel verschiedene Terrier. Keine einfachen Bedingungen also - dennoch ist wechselseitige Akzeptanz meist möglich. In glücklichen Fällen entwickelt sich sogar eine tierische Freundschaft.

Damit verschiedene Haustiere unter einem Dach sich vertragen sind einige Vorkehrungen zu treffen
Damit sich verschiedene Haustiere unter einem Dach vertragen sollten einige Vorkehrungen getroffen werden

Die Voraussetzungen

Wie gut das Zusammenleben funktioniert, hängt vor allem vom Alter der Tiere und von deren Erfahrungen ab. Wenn eine Katze aus einer früheren Pflegestelle das Zusammenleben mit den manchmal etwas übereifrigen Hunden kennt oder ein Hund bereits gelernt hat, dass Katzen weder Bedrohung noch Beute sind, sind die Voraussetzungen gut.

Dennoch müssen auch zwischen Tieren, die bereits positive Erfahrung mit einem artsfremden Vierbeiner haben, die ersten Begegnungen unter genauer Aufsicht geschehen. Die Situation sollte nicht erzwungen werden. Das eine oder andere Leckerchen und fröhliche, entspannte Worte wecken bei beiden Tieren eine sehr viel positivere Einstellung.

Auch wenn es Anfangs noch zu Krach und Missverständnissen kommt, so ist das ganz normal. Die beiden müssen sich erstmal aneinander gewöhnen und die Körpersprache des jeweils anderen deuten lernen.

Es kann sein, dass die Samtpfote die erste Woche bevorzugt in "Sicherheit" auf diversen Schränken verbringt. Jetzt ist es am Besitzer, ihr Zeit zu geben und nichts zu erzwingen.

Jungtiere

Sowohl Hundewelpen als auch Kitten haben ideale Voraussetzungen, sich an ein artfremdes Miteinander zu gewöhnen und womöglich eine tiefe Freundschaft zu knüpfen. Ein katzenerfahrener Hund und eine junge Katze harmonieren meistens gut - umgekehrt ebenso.

Wenn ein Katzen- und ein Hundewelpe zusammen groß werden, stehen die Chancen gut, dass sie als "Erwachsene" ein Körbchen teilen oder heimlich in der Nacht gemeinsam auf Frauchens Couch springen. Doch gerade in den ersten Tagen im neuen Heim sind Jungtiere meist etwas schüchtern. Auch sie brauchen Zeit.

Es gibt jedoch immer Ausnahmen. Einige Hunde sind unverbesserliche Jäger und können niemals gefahrlos langfristig mit einer Katze Haus und Hof teilen. Und es gibt auch sehr aggressive und kratzwütige Katzen - oder solche, die so ängstlich sind, dass ein Hund in der Wohnung für sie Dauerstress bedeutet. In dem Fall ist man der größere Tierfreund, wenn man auf ein weiteres Haustier verzichtet.

Hund und Katz unter einem Dach

Ein Hundewelpen und Katzenjunges sitzen auf einer Wiese und gucken sich an
Hund und Katze © Carola Schubbel - www.fotolia.de

Manche Menschen wünschen sich Hunde und Katzen. Geht das überhaupt?

Natürlich kann man beide Tiere in einem Haushalt führen. Auf dem Land zum Beispiel funktioniert dies ohne Probleme. Dort schlafen sogar die Hühner neben der Katze. Es ist ein Gerücht, dass Hunde den ganzen Tag Katzen nachjagen. Katzen sind in der Regel viel schneller unterwegs und lassen sich sowieso nicht fangen. Schwupps sind sie oben am Schrank, wo der Hund gar nicht hinkommt. Vielleicht versucht der Hund es zu Anfang, aber er wird schnell aufgeben.

Wichtig ist, dass man beide Tiere verwöhnt. Es sollte niemand bevorzugt werden. Jeder benötigt seine Streicheleinheiten. Die Katze wird sich sowieso die meiste Zeit zurückziehen und der Hund möchte spielen. Natürlich kann man auch mit beiden gleichzeitig spielen. Alles ist möglich, nur die eigene Kreativität zählt.

Hunde und Katzen zusammenhalten – so klappt es

Liegender Hund neben sitzender Katze, schauen sich an, weißer Hintergrund
Dog and cat on white background © Michael Pettigrew - www.fotolia.de

Hunde und Katzen verstehen sich nicht immer von Anfang an – mit etwas Geduld kann daraus jedoch eine lebenslange Freundschaft wachsen. Hierfür ist jedoch gerade zu Beginn sehr viel Feingefühl gefragt.

Vor allem, wenn erwachsene Tiere zusammengeführt werden, kann die Annäherung einige Zeit in Anspruch nehmen. Leichter gestaltet sich die Zusammenführung bei Jungtieren, die noch keine territorialen Ansprüche verteidigen.

Eine langsame Zusammenführung ist wichtig

Aufgrund der unterschiedlichen Charakterzüge reagieren Hunde und Katzen unterschiedlich auf den neuen Mitbewohner. Während Katzen beim Anblick eines Hundes häufig die Flucht ergreifen, werden die Hunde durch das Wegrennen der Samtpfoten zum Jagen animiert.

Daher sollte man die Haustiere in der Eingewöhnungszeit am besten nur unter Aufsicht zusammenführen. Zusätzlich sollte der Katze eine erhöhte Rückzugsmöglichkeit, zum Beispiel ein Katzenkratzbaum, zur Verfügung stehen, die für den Hund nicht erreichbar ist. Hier fühlen sich die Stubentiger sicher und können aus geschützter Entfernung das Geschehen beobachten.

Um Futterneid und Streitigkeiten zu vermeiden, sollten die Tiere zudem am besten getrennt gefüttert werden.

Erst den Hund, dann die Katze

Leichter gestaltet sich die Zusammenführung, wenn bereits ein Hund im Haushalt lebt und die Katze dazu kommt. Da Hunde eher auf das Herrchen fixiert sind, reagieren sie – im Gegensatz zu Katzen – meist gelassen auf Veränderungen in der häuslichen Umgebung.

Für Katzen gestalten sich solche Eingriffe meist schwieriger und die Gewöhnung an die neue Situation kann unter Umständen auch mit weiteren Problemen, wie Unsauberkeit, einhergehen. In der Regel sind diese Probleme jedoch nur von kurzer Dauer und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit lösen sie sich wieder von alleine.

Wenn Haustiere zu Rivalen werden

Schwarz-weiße Katze und kleiner weißer Hund essen aus einem zweigeteilten grünen Fressnapf
Dog and cat eating natural food from a bowl © Monika Wisniewska - www.fotolia.de

Rivalen in einer Partnerschaft stellen immer ein sehr heißes Eisen dar. Eifersucht ist quälend und führt fast immer zu schweren Eskalationen. Doch wer denkt es handele sich bei dem Rivalen immer um einen anderen Mann oder eine attraktive Nebenbuhlerin täuscht sich gewaltig.

Haustiere sind oftmals Grund für Eifersuchtsszenen. Männer neigen hier eher als die Frau zur Eifersucht. Nicht selten bilden Haustiere eine Mauer zwischen den Partnern, da sie gerne den Stellenwert von Kindern einnehmen. Leider kommt es vor, dass das Tier durch die Eifersucht sogar vor gewalttätigen Handlungen nicht mehr sicher ist.

Gemeinsame Liebe zum Haustier räumt Probleme aus dem Weg

Wird der zeitraubende Reitsport noch gerade so akzeptiert, kann hingegen die verschmuste Katze der Freundin vom Mann als absolut störend empfunden werden. Hunde stellen ein großes Problem dar, da sich diese Tiere ihrem Besitzer sehr anpassen.

Teilweise zeigt die abgöttische Liebe zum Haustier, dass in der Beziehung nicht alles wirklich rund läuft. Nötig sind bei dieser Problematik Gespräche. Einem Haustier bisherige Privilegien abzugewöhnen ist besonders bei Katzen schwierig. Positiv ist eine Situation, in der beide Partner gemeinsam ein Tier in ihr Herz schließen.

Was die Haltung von giftigen Haustieren angeht, so erweist sich eine artgerechte Form als kaum möglich...

Spinne, Schlangen und Co. - Die Haltung giftiger Haustiere

In den letzten Jahren ist ein zunehmender Trend nach exotischen Haustieren zu verzeichnen. Vor allem in Großstädten bevorzugen immer mehr Menschen die Haltung von eher ungewöhnlichen Exemplaren wie Schlangen, Echsen oder Spinnen.

Einige Arten sind jedoch hoch giftig. Dazu gehören u.a.

  • Giftschlangen
  • Giftspinnen
  • giftige Frösche
  • Skorpione sowie
  • bestimmte Meerestiere wie Rotfeuerfische oder Rochen.

Ein besorgniserregender Trend

Der Hang zu giftigen Exoten ruft Besorgnis bei Tierschutzorganisationen und Medizinern hervor. Nicht ohne Grund, denn immer wieder kommt es durch unsachgemäße Haltung der gefährlichen Exoten zu Zwischenfällen. So mussten mitunter ganze Mietshäuser geräumt werden, weil eine Giftschlange aus ihrem Terrarium entkommen war und die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte.

Häufig kommt es beim Reinigen der Terrarien zu Zwischenfällen mit den exotischen Hausgenossen. Ärzte raten davon ab, bei einem Biss von einem giftigen Tier die Wunde auszusaugen oder abzubinden. Stattdessen sollte sich der Betroffene so rasch wie möglich in ein größeres Krankenhaus begeben, wo er je nach Grad der Verletzung mit einem Gegengift oder operativ behandelt wird.

Anschaffungsgründe und Gesetze

Der Grund, sich ein exotisches Tier anzuschaffen, liegt oft in dessen Aussehen, das die Käufer fasziniert. Die Gefährlichkeit dieser giftigen Exemplare ist ihnen oftmals gar nicht bewusst.

Besonders brisant ist es, wenn die Käufer das vermeintliche Haustier wieder loswerden wollen und es dann in der freien Natur aussetzen. Dort können die giftigen Exoten jedoch zur Gefahr für andere Tiere und sogar Menschen werden.

Problematisch ist zudem, dass die Haltung von giftigen Haustieren in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt ist. In einigen Ländern ist das Halten von bestimmten Tieren in privaten Haushalten verboten oder nur unter bestimmten Auflagen gestattet.

Kontrollen werden jedoch nur selten durchgeführt, sodass die Exoten-Fans sich auch dann solche Tiere zulegen, wenn es gegen die Regelungen verstößt. Erwerben lassen sich die Tiere leicht über das Internet oder im Ausland.

Eine artgerechte Haltung ist oft kaum möglich

Ebenfalls bei der Haltung von exotischen Tieren zu bedenken sind die Tiere selbst. Da diese häufig nur aus Modegründen und nur selten artgerecht gehalten werden, müssen sie oftmals sehr leiden.

Auch an Tierärzten für Exoten mangelt es. Tierschutzorganisationen fordern daher, die Haltung von exotischen Tieren grundsätzlich zu verbieten.

Französisches Ehepaar lebt mit einem Gorilla unter einem Dach

Dreizehn Jahre lang hat ein Gorilla mit französischem Ehepaar zusammen gelebt

Orang-Utan Baby auf grüner Wiese
cute baby orangutan © Eric Gevaert - www.fotolia.de

Pierre Thivillon ist Chef des Zoos Saint-Martin-la-Plain in Frankreich. Im Jahr 1998 kam dort ein Gorillababy zur Welt, welches von der Mutter verstoßen wurde. Thivillon und seine Frau fackelten nicht lange und nahmen den Menschenaffen bei sich auf, um ihn großzuziehen.

Gemeinsames Leben seit dreizehn Jahren

Mittlerweile ist Digit, wie sie das Tier getauft haben, zu einem stattlichen Gorilla herangewachsen und lebt nun schon seit 13 Jahren bei der Familie. Da das Ehepaar keine eigenen Kinder hat, ist Digit für sie zum Ersatz geworden. Der Gorilla lebt in einem kleinen Anbau direkt neben dem Haus der Thivillons.

Von Mutter Eliane bekommt Digit allmorgendlich sein Frühstück ans Bett gebracht: Kekse und heiße Schokolade. Abends vor dem Schlafengehen schauen sich die drei noch gemeinsam ein paar Zeitungen an, dann bekommt Digit sein Fell gebürstet. Anschließend geht es für Eliane und Pierre ins Bett und Digit macht es sich daneben auf der Matratze gemütlich.

Damit soll allerdings bald Schluss sein, denn das Ehepaar hat endlich eingesehen, dass der Gorilla nicht für immer bei ihnen bleiben kann und zurück in den Zoo muss, um dort mit Artgenossen zusammenzuleben.

Exotische Haustiere

Hunde, Katzen und Nagetiere gehören zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Wer jedoch mal auf flauschiges Fell verzichten möchte, sollte sich ein mal im Reich der exotischen Tiere umsehen. Doch um ihnen eine artgerechte Haltung bieten zu können, sind natürlich einige Dinge zu beachten.

Bei den Wasseragamen handelt es sich um sehr friedliche Tiere, die einem im wahrsten Sinne auch aus der Hand fressen. Doch deren Terrarium muss groß sein und viel Platz bieten, denn die Exoten werden bis zu einem Meter lang. Zudem sind viele Kletteräste, eine Bademöglichkeit und eine Temperatur zwischen 25 und 28 Grad notwendig.

Spezialisten in diesem Tierreich entscheiden sich gerne für den Herkuleskäfer. Dieser lebt - nach seinem Leben als Larve - nur noch drei Monate im Terrarium. Zwei seiner Art bekommt man für etwa 150 Euro.

Günstiger ist hingegen das Wandelnde Blatt. Für fünf Euro bekommt man diese Schrecke aus Malaysia, die eine Länge von etwa acht Zentimetern hat. Der Name ist auf die Ähnlichkeit zu einem Blatt zurück zu führen. Das Terrarium für diese Tierart sollte mindestens 60 x 40 x 60 cm betragen, bei einer Temperatur von 28 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Die Schrecke ernährt sich von Brombeer- und Himbeerzweigen und wird etwa ein Jahr alt.

Exotische Tiere - Gottesanbeterin statt Hund oder Katze

In der Regel wünschen sich Kinder gewöhnliche Haustiere wie ein Meerschweinchen oder eine Katze. Was tut man aber, wenn die Tochter stattdessen ein großes Insekt wie die Gottesanbeterin haben möchte?

In Zoogeschäften ist solch ein Tierwunsch überhaupt keine Seltenheit mehr, da diese Insektenarten für zu Hause immer beliebter werden. Obwohl die bis zu acht Zentimeter langen Gottesanbeterinnen wegen ihres zerbrechlichen Körperbaus keineswegs zum Kuscheln da sind, kann man die Fangschrecken in einem Terrarium wunderbar beobachten.

Die Haltung der Insekten, welche kurze Strecken auch fliegen können und tagaktiv sind, gestaltet sich als äußerst unkompliziert. Die Größe des mit Rindenmulch ausgelegten Terrariums ist mit 40 mal 40 Zentimetern für eine Gottesanbeterin völlig ausreichend. Den Boden sollte man jeden Tag mit einer normalen Blumenspritze befeuchten, um die Luftfeuchtigkeit dementsprechend hoch zu halten. Außerdem stellt man am besten eine größere Pflanze wie beispielsweise Einblatt oder Efeu in das Terrarium.

Man sollte darauf aufpassen, dass die Tiere stets mit frischer Luft versorgt sind, da Gottesanbeterinnen keinen Kerzen- oder Zigarettenqualm vertragen. Als wöchentliche Mahlzeit gibt sich das rund 40 Euro teure Tier mit einer Grille zufrieden, womit die monatlichen Futterkosten gerade mal zwei bis drei Euro betragen. Da die Insekten nur ein Jahr alt werden, sollte man sich unbedingt ein Jungtier zulegen.

Neue Haustiere aus Chile: Der Degu hält Einzug in deutsche Haushalte

Hamster und Meerschweinchen waren gestern: Heute sind wuschelige kleine Degus gefragt, die ursprünglich aus der chilenischen Wüste stammen und etwa 20 Zentimeter lang werden können. Die kleinen Nager haben in den letzten Jahren trotz der noch relativ hohen Anschaffungskosten die Herzen deutscher Heimtierliebhaber erobert.

Ein Degu selbst schlägt mit etwa 100 Euro zu Buche, wobei das Tier jedoch nicht alleine gehalten werden darf Degus sind Gruppentiere, die viel Gesellschaft brauchen. Mindestens drei Degus sollten es schon sein, die miteinander spielen und herumtoben können. Entsprechend hoch fallen auch die Kosten für die Unterbringen aus: Ein ausreichend großer Käfig kostet etwa 150 Euro, dazu kommt die Ausstattung mit Holz und Ästen, in denen der Degu klettern kann und ein Laufrad, in dem er sich ausreichende Bewegung verschafft.

Wenn die Anschaffungskosten einmal aus dem Weg geräumt sind, verursachen die Degus jedoch keine großen Kosten mehr: Wie alle Nager ernähren sie sich in erster Linie von Pflanzen und Heu. Daneben mögen sie auch Gurken, Möhren und ähnliches Gemüse, doch Obst ist tabu: Sie sind es aus ihrer chilenischen Heimat nicht gewöhnt. Auch Futter mit Honig oder Zuckerzusätzen darf nicht gegeben werden. Viel mehr freuen sich die Degus über Holz zum Nagen.

Severale als Haustier halten

Bei Severalen handelt es sich um Raubkatzen, die den Stubentigern ähneln, jedoch eine ganz andere Haltung und Pflege benötigen. Nicht jeder kann sich einfach so eine Raubkatze halten. Zunächst ist die Erlaubnis vom Veterinäramt notwendig, die man nur bekommt, wenn das Umfeld für die Katzen auch stimmt.

So benötigen Severale ein Platzgebot von mindestens 15 Quadratmetern und einen zusätzlichen beheizten Raum. Jeden Tag benötigen die Tiere 500 Gramm Fleisch, einen Tag pro Woche sollten sie jedoch fasten, um die natürliche Lebensform zu erhalten.

Schmusetiere sind die Raubkatzen nicht, das sollte den Haltern bewusst sein. Sie haben eine Lebenserwartung von etwa 20 Jahren, können ein Gewicht von 20 Kilogramm erreichen und haben ihren Preis: ab 2.000 Euro muss man für ein Tier ausgeben.

Grundinformationen und Hinweise zu Haustieren

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Puppy and kitten and guinea pig © Happy monkey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: liebevoll © Klaus-Peter Adler - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: loved cat 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: freedom! © Maxim Malevich - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Two little girl feeding chickens © Boggy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: freunde © soschoenbistdu - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Goldfish in aquarium with green plants © Satit _Srihin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: cat and dog sleeping together © V&P Photo Studio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: cute pet © cat - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dwarf hamster in house, studio shot, isolated on white © Aliaksei Hintau - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gestrickte Kleidung © Maria Moroz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: sweet hamster © Stockcity - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema