Tipps für die richtige Sauerstoffanreicherung im Gartenteich

Damit ein Gartenteich und seine Bewohner gedeihen können, wird Sauerstoff benötigt. Daher ist der Einbau einer biologischen Sauerstoffanreicherung im Gartenteich sinnvoll. Für das Anreichern mit Sauerstoff gibt es verschiedene Möglichkeiten; besonders beliebt ist dabei der Springbrunnen. Standort und Bepflanzung können mit dazu beitragen, dass ein Sauerstoffmangel verhindert wird. Informieren Sie sich in Sachen Sauerstoffanreicherung im Gartenteich.

Um den Teich mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, muss dieser belüftet werden - besonders in kleinen Gewässern kann es schnell zu einer Unterversorgung kommen

Tummeln sich Fische in einem Gartenteich, brauchen diese Sauerstoff zum Überleben. Bei kleinen Gartenteichen besteht die Gefahr, dass das Angebot an Sauerstoff knapp wird, wodurch es zu Schädigungen kommen kann.

Sauerstoffmangel im Teich

Eine Sauerstoffverknappung im Gartenteich entsteht durch einen Überschuss an sich zersetzender biologischer Masse im Wasser. Verursacht wird dieser Vorgang zumeist durch Laub, das in den Teich gerät, oder andere organische Stoffe. Manchmal kann aber auch ein zu hoher Fischbestand zur Verknappung des Sauerstoffs führen.

Ebenfalls sind steigende Wassertemperaturen dafür verantwortlich, dass die Sauerstoffkonzentration abnimmt. Gleichzeitig haben dabei jedoch Fische einen erhöhten Bedarf; somit kann es besonders in der heißen Jahreszeit zu Versorgungsproblemen kommen.

Erkennbar am Verhalten der Fische

Wer Fische im Gartenteich hält, kann an bestimmten Verhaltensweisen der Tiere erkennen, dass sie zu wenig Sauerstoff zur Verfügung haben. So kommt es zu einer beschleunigten Atmung; zudem ist es möglich, dass die Fische unruhig werden und ihre Nahrung verweigern.

Ein besonders deutliches Anzeichen ist, wenn die Fische die Wasseroberfläche kaum noch verlassen und dort ständig nach Luft schnappen. In diesem Zustand werden sie schnell apathisch und sterben durch Ersticken - ein schnelles Handeln ist in diesem Fall dringend notwendig.

Wenn die Fische ständig an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen ist der Teich mit Sauerstoff unt
Wenn die Fische ständig an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen ist der Teich mit Sauerstoff unterversorgt

Verschiedene Möglichkeiten der Sauerstoffversorgung

Mithilfe einer biologischen Sauerstoffanreicherung, die in den Gartenteich eingebaut wird, lässt sich die Sauerstoffverknappung jedoch ausgleichen. Um eine Sauerstoffanreicherung vorzunehmen, bringt man entweder Luft-Sauerstoff mithilfe von Venturidrüsen oder Kompressoren in den Teich ein oder mischt Ozon über Ozonzellen oder Ozonreaktoren ins Wasser.

Die Zufuhr an Sauerstoff sorgt für eine verstärkte Entwicklung von aeroben Bakterien. Diese sind wichtig für den Abbau von biologischen Stoffen im Gartenteich. Im Rahmen einer Ozonanreicherung werden die Zellen von schädlichen Algen im Wasser vom Ozon attackiert.

Besonders wichtig ist die Sauerstoffversorgung eines Gartenteichs in den Sommermonaten, denn mit der Erhöhung der Wassertemperatur nimmt die Sauerstoffsättigung ab. Im Winter kann eine Belüftung sinnvoll sein, wenn Eis die freie Oberfläche des Teichs verschließt.

Die Venturidrüse

Als eine überaus effiziente Methode der Sauerstoffanreicherung gilt die Installation einer so genannten Venturidrüse. Diese Drüse sollte vor dem Teichfilter in die Rohrleitung eingebaut werden. Von dem zusätzlichen Sauerstoff profitieren die Bakterien, die sich im Filter befinden, da sie in der Lage sind mehr Nährstoffe abzubauen.

Die Ozonzelle

Ebenfalls als Methode bewährt hat sich der Einbau einer Ozonzelle. Diese kann an jedem beliebigen Platz des Teichs installiert werden.

Ozonzellen verfügen über einen hohen Wirkungsgrad. Außerdem haben sie den Vorteil, dass ihr Energieverbrauch nur gering ist.

Die punktuelle Belüftung

Eine andere wirkungsvolle Variante zur Sauerstoffanreicherung ist die punktuelle Belüftung, die mit speziellen Pumpen ausgeführt wird. In den Teich gelangt die Luft durch mehrere Ausströmsteine, die man mit einem Schlauch an die Luftpumpe anschließt.

Wie stark die Pumpen sind, die zum Einsatz kommen, hängt von der Größe des Gartenteichs ab. So können sowohl Kompressoren wie Kolbenkompressoren als auch Membranpumpen verwendet werden.

Besonders beliebt: Springbrunnen

Um die Sauerstoffzufuhr im Teich zu erhöhen, wird häufig zu Springbrunnen gegriffen. So eine Wasserfontäne bringt neben ihrem funktionellen Nutzen auch einen schönen optischen Effekt; zudem ist das Plätschern des Wassers auch schön anzuhören.

Bei der Installation einer solchen Pumpe sollte man bedenken, dass nicht alle Pflanzen das ständige Bespritzen vertragen. Der Platz dieses Springbrunnens sollte daher so gewählt werden, dass nur ein Teil des Teichwassers besprenkelt wird.

Ebenfalls wichtig: Standort und Bepflanzung

Bei einer sachgerechten Planung und Anlegung eines Gartenteichs, wofür bestenfalls fachlicher Rat eingeholt wird, kommt es in der Regel nicht zu einem Sauerstoffmangel. In diesem Zusammenhang spielt auch der richtige Standort eine wichtige Rolle.

Um eine übermäßiges Erhitzen des Teichs zu verhindern, sollte dieser mit einem Drittel seiner Fläche während der Mittagszeit im Schatten liegen. Dies kann man auch durch eine entsprechende Bepflanzung mit Bambus, Schilf oder Koniferen erreichen. Ein weiteres Drittel der Wasseroberfläche sollte mit Schwimmblattpflanzen bedeckt sein; auch dies verringert die Sonnenwirkung.

Generell ist die Wahl der der Pflanzen mitentscheidend, wenn es darum geht, den Teich bestmöglich mit Sauerstoff zu versorgen: Pflanzen wie

  • Tausendblatt
  • Wasserfeder
  • Hornkraut und
  • Wasserpest

halten das Wasser nicht nur algenfrei und klar, sondern sind zudem auch sehr gute Sauerstoffproduzenten.

Die Bepflanzung des Teiches hat grossen Einfluss auf den Sauerstoffaustausch im Teich
Die Bepflanzung des Teiches hat grossen Einfluss auf den Sauerstoffaustausch im Teich

Fischhaltung

Wer Fische in seinem Teich hält, sollte nur solche Futtermengen geben, die sofort aufgefressen werden; am Teichboden sollten sich möglichst keine Futterreste sammeln. Zudem ist die Anzahl der Fische bedeutend; häufig kommt es durch einen zu dichten Fischbestand zu Sauerstoffmangel.

Pro mittelgroßen Fisch sollte mit einem Wasserbedarf von ca. 1.000 Litern gerechnet werden. Bei kleineren Fischen können es natürlich mehr sein. Sofern man sich somit für einen Fertigteich, dessen Modelle in den meisten Fällen höchstens 1.000 Liter Wasser fassen, entscheidet, sollte man auf die Fischhaltung verzichten.

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