21. Juni 2011
Nachdem archäologische Fundstücke ausgegraben und ausgewertet wurden, vermittelt man sie der Öffentlichkeit. Präsentiert werden sie vor allem in Museen, archäologischen Parks und Publikationen.
Die Archäologie wird auch als Altertumswissenschaft bezeichnet. Sie dient dazu, die vergangene menschliche Kultur zu erforschen und zu interpretieren. Durch das Ausstellen der archäologischen Fundstücke kann auch die Öffentlichkeit daran teilhaben.
Die verschiedenen Gebiete der Archäologie befassen sich in erster Linie mit dem Menschen der Vergangenheit und dessen Hinterlassenschaften. Dazu gehören u.a. Werkzeuge, Waffen, Kunstwerke und Bauwerke. Das Spektrum reicht dabei von der Zeit vor rund 2,5 Millionen Jahren bis zur jüngeren Vergangenheit. Durch die archäologischen Funde ist es möglich mehr Wissen über vergangene Kulturen zu erlangen.
Bevor archäologische Fundstücke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, müssen sie zunächst einmal ausgegraben und ausgewertet werden. Das populärste Betätigungsfeld der Archäologie ist zweifellos die Ausgrabung, die ihren Reiz vor allem in dem Auffinden und Erschließen von neuen und unbekannten Zeugnissen der Vergangenheit hat. Das Ausgraben stellt jedoch nur einen Teil der archäologischen Arbeit dar, denn bevor man ein Fundstück ausstellen kann, muss es nach der Ausgrabung erst einmal dokumentiert, ausgewertet, konserviert und archiviert werden. Mitunter können die wissenschaftlichen Untersuchungen viele Jahre in Anspruch nehmen.
Um die Öffentlichkeit an archäologischen Funden teilhaben zu lassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Publik gemacht werden die Funde zumeist in Fachzeitschriften, Fachbüchern oder populärwissenschaftlichen Publikationen. Wesentlich reizvoller ist es für Hobbyarchäologen natürlich, die Fundstücke selbst einmal in Augenschein nehmen zu können. Diese Möglichkeit bieten vor allem Museen mit ihren zahlreichen archäologischen Sammlungen. Viele Museen haben sich zudem auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert. So gibt es zum Beispiel Museen für Ägyptologie, für Ur- und Frühgeschichte, für das antike Griechenland sowie Nationalmuseen oder Römermuseen. Eine weitere Möglichkeit zur Besichtigung bieten spezielle Führungen, oberirdische Bodendenkmäler wie beispielsweise Reste von Siedlungen, Bestattungsplätzen oder Festungsanlagen, sowie spezielle archäologische Parks wie der Archäologische Park Cambodunum im bayerischen Kempten, der sowohl eine Ausgrabungsstätte als auch ein Museum über den römischen Siedlungsort Cambodunum ist. Allerdings enthalten archäologische Parks oftmals auch Rekonstruktionen, weswegen sie wissenschaftlich umstritten sind.
Eine andere Möglichkeit archäologische Fundstücke zu betrachten, sind museumsdidaktische Vorführungen. Dabei versucht man den Besuchern die Ausstellungsstücke durch methodisch-didaktische Konzepte näher zu bringen.
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