Tipps zum Kauf und Einrichten eines Aquariums - Bodengrund, Zubehör, Dekoelemente und Co.

Aquaristik ist ein schönes Hobby. Beim Kauf und Einrichten eines Aquariums sollten jedoch einige Dinge beachtet werden. Neben dem Kostenfaktor müssen zukünftige Aquarienbesitzer auch die Größe beachten; davon hängt es ab, welche und wie viele Fische man einsetzen kann. Des Weiteren spielen Pflanzen, Licht und Dekoration beim Einrichten eines Aquariums eine Rolle. Holen Sie sich Tipps zum Kauf und Einrichten eines Aquariums.

Beim Kauf eines Aquariums gilt es, einige Kriterien zu beachten - bei der Einrichtung sind bestimmte Pflanzen wichtig; des Weiteren gibt es eine Menge Zubehör

Tipps zum Kauf

So schön ein Aquarium auch ist, so sollte man beim Kaufen nicht übereilt vorgehen. Beachtet man einige Tipps, wird einem das Aquarium viel Freude bereiten.

Eine wichtige Rolle spielt vor dem Kauf eines Aquariums natürlich der finanzielle Aspekt. Aquarien für Einsteiger sind bereits ab 50 Euro erhältlich.

Allerdings kommen noch die Kosten für die Einrichtung hinzu. Zu einem Aquarium gehören

  • Becken mit Filter
  • Abdeckung
  • Thermometer und Heizung
  • Startdünger für die Pflanzen
  • Kies, CO2-Dünger sowie
  • eine Leuchtstoffröhre.

Natürlich muss auch an Futter für die Fische und Pflegeutensilien gedacht werden. Wichtig ist zudem, dass in der heimischen Wohnung ein geeigneter Platz für das Aquarium vorhanden ist.

So darf es weder neben einer Heizung stehen, noch direkt der Sonne ausgesetzt sein. Um das Becken aufzustellen, benötigt man zudem einen stabilen Unterschrank.

Die Beckengröße in Abhängigkeit von Anzahl und Art der Fische

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Anschaffung eines Aquariums gehört das Becken. Dabei sind die Größe sowie Anzahl und Art der Fische zu berücksichtigen.

Glasbecken oder Rahmenaquarien?

Eine der Hauptfragen, die sich bei der Anschaffung eines Aquariums stellt, ist die Frage nach seiner Größe. Grundsätzlich gilt, je größer, desto besser.

Damit es den Bewohnern eines Aquariums darin auch gut geht, ist es wichtig, das richtige Becken auszuwählen. Besonders beliebt sind Glasbecken.

Diese setzen sich aus fünf Glasscheiben und Verstärkungsleisten zusammen. Manchmal verziert man die Becken auch mit geglättetem und gehärtetem Aluminium.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anschaffung eines Rahmenaquariums, für das man jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. Bei dieser Aquariums-Variante schiebt man die Scheiben in einen Rahmen, anstatt sie mit Silikonkautschuk zusammenzukleben.

Die Beckengröße

Neben der Art des Beckens spielt auch dessen Größe eine bedeutende Rolle. Vor allem Anfängern wird empfohlen, ein möglichst großes Becken zu verwenden, da dieses wesentlich leichter zu pflegen ist, als ein kleines.

Das klingt zwar widersprüchlich, ist jedoch darauf zurückzuführen, dass in größeren Becken rascher das biologische Gleichgewicht zustande kommt und sich zudem leichter erhalten lässt. Allerdings hat nicht jeder Aquarianer genügend Platz in seiner Wohnung für ein umfangreiches Becken.

Auf jeden Fall sollte das Becken mindestens 60 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit sein, sowie ein Fassungsvermögen von 54 Liter Wasser haben, da sich Fischvölker erst ab dieser Größe wohlfühlen. Als ideal gilt ein Fassungsvermögen von mindestens 100 Litern.

Aquarien dieser Größe haben den Vorteil, dass sie robuster bei technischen Ausfällen sind. So hält sich ein größeres Aquarium bei einem Ausfall der Heizstäbe wesentlich länger als ein kleineres Becken. Auf keinen Fall sollte das Fassungsvermögen unter 54 Litern liegen, da sich Fische bei diesen Bedingungen auf die Dauer nicht halten lassen.

Natürlich spielt die Größe des Beckens auch eine Rolle bei der Anzahl und der Art der Fische. Außerdem muss bedacht werden, dass manche Fischarten nach dem Kauf noch wachsen und deutlich größer werden.

  • Als ideal für Fischarten, die eine durchschnittliche Größe erreichen, wie kleine Buntbarsche, Welse oder Guppys, gilt ein Fassungsvermögen von 112 Litern.
  • Für größere Fische wie Regenbogenfische, Schwertträger oder afrikanische Buntbarsche wird ein Fassungsvermögen von 200 Litern empfohlen.
  • Hält man mehrere dieser Arten gemeinsam, sollte das Fassungsvermögen 375 Liter betragen.

Reinigung, Befüllung und Einrichtung

Hat man das richtige Aquarium gefunden, muss es zunächst einmal eingerichtet werden, bevor es den Fischen ein Zuhause bieten kann. Zunächst wird das Becken mit Leitungswasser und einem unbenutzten Schwamm gründlich ausgewischt. Die Schwämme sollten nicht zu grob sein, damit sie das Glas nicht zerkratzen.

Ist man mit dem Becken fertig, muss auch der Kies gereinigt werden, damit das Wasser nicht zu einer trüben Brühe wird. Zur Reinigung füllt man den Kies in einen 10-Liter-Eimer mit kaltem Leitungswasser und rührt ihn gut um.

Anschließend wird das Wasser abgegossen und neues Wasser eingefüllt. Diese Prozedur wiederholt man so lange, bis das Wasser klar ist.

Danach versetzt man den Kies mit Dünger und füllt ihn behutsam in das Becken, wo man ihn verteilt. Schließlich kann mit dem Einfüllen des Wassers begonnen werden.

Da Leitungswasser einen hohen Kalkanteil und zahlreiche Mineralien aufweist, muss man es speziell vorbereiten, wozu es im Fachhandel entsprechende Mittel gibt. Ausführliche Informationen zur Wasserqualität und -aufwertung erhalten Sie hier.

Anschließend setzt man die Pflanzen ein. Dann gilt es noch, die Stabheizung und den Filter einzubauen und die Beleuchtung einzuschalten. Worauf es in Sachen Filter und Beleuchtung ankommt, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Nachdem das Aquarium fertig ist, sollte man jedoch noch ein bis zwei Wochen warten, bevor man die Fische einsetzt. Während dieser Zeit siedeln sich im Filter Mikroorganismen an, die dazu dienen, das Wasser zu reinigen.

Die Auswahl der Einrichtung wie Bodengrund und Pflanzen für das Aquarium macht viel Spaß
Die Auswahl der Einrichtung wie Bodengrund und Pflanzen für das Aquarium macht viel Spaß

Der Bodengrund

Die Wahl des geeigneten Bodengrunds für das Aquarium sollte gut durchdacht werden, schließlich kommen ihm wichtige Funktionen zu. Er gibt den Pflanzen Halt, bietet Nährstoffe, filter das Wasser und beteiligt sich am Abbau von Pflanzen- und Tierresten.

Man unterscheidet grundsätzlich Kies und Sand, die man auch als Quarzkies bzw. Quarzsand bezeichnet; Quarz ist der hauptsächliche Bestandteil. Der Unterschied liegt in der Körnung: sobald eine Korngröße von 2 mm überschritten ist, ist die Rede von Kies.

Generell gilt: Spielkastensand oder solcher aus dem Baumarkt ist für die Verwendung im Aquarium nicht geeignet. Ob man sich nun für Sand oder Kies entscheidet, hängt vor allem von der getroffenen Fischwahl ab.

  • Für grundelnde und grabende Fische (z.B. Panzerwelse, Dornaugen, Flossensauger, einige Buntbarsch-Arten) eignet sich feiner Sand am besten.
  • Für Wirbellose wie Garnelen und Krebse ist gröberer Sand (0,5 mm - 2 mm Körnung) zu empfehlen.
  • Für viele weitere Fischarten - Antennenwelse, Schmerlen, Cichliden - ist die Wahl des Bodens nicht so wichtig; sie kommen auch mit Kies sehr gut klar.

Bei der Frage, wie viel Bodengrund für das Becken benötigt wird, kann man auf folgende Formel zurückgreifen:

  1. Sand-/Kiesvolumen in Liter: Bodenhöhe X Aquariumlänge X Aquariumtiefe / 1000
  2. Sand-/Kiesmenge in Kilogramm: Kies-Volumen in L X 1,5 kg/L

Generell wird empfohlen, lieber etwas mehr als zu wenig Sand bzw. Kies zu kaufen. In der Regel sollte man auf eine Höhe von 5 bis 10 Zentimeter setzen.

Pflanzen für das Aquarium

Jedes Aquarium braucht auch Pflanzen. Diese sind wichtig, damit die Fische, die dort leben, eine natürliche Umgebung vorfinden. Außerdem wird die Unterwasserwelt durch die grüne Pracht noch sehenswerter.

Pflanzen sind aber nicht nur schön anzusehen, sie erfüllen auch wichtige Funktionen in einem Aquarium. So fördern sie das Wohlbefinden der Fische und beugen unerwünschten Algenwuchs vor.

Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt jedoch die Herstellung von Sauerstoff, der für die Fische unverzichtbar ist, um überleben zu können. So wird das Kohlendioxid, das von den Wasserbewohnern ausgeatmet wird, von den Pflanzen in Sauerstoff umgewandelt.

Vorteile von Aquariumpflanzen

In den USA ist es verbreitet, nur wenige Pflanzen in einem Aquarium zu halten oder Plastikpflanzen einzusetzen. Dies kann jedoch eine ungenügende Belüftung des Wasserbeckens und schlimmstenfalls sogar den Tod der Fische zur Folge haben.

Ein weiterer Vorzug der Pflanzen ist, dass sich die Fische an ihnen orientieren, oder sie als Versteck oder Rückzugsraum nutzen können. Darüber hinaus sind die Pflanzen auch wichtig für die Vermehrung der Fische, da zahlreiche Fischarten ihre Eier zwischen ihnen ablegen.

Manche Arten wie Platys oder Guppys gebären ihren Nachwuchs auch inmitten von Pflanzen. Grundsätzlich gilt, dass mit der steigenden Anzahl an Fischen auch mehr Pflanzenauswahl und Pflege nötig wird.

Auswahlkriterien

Für Aquariums-Einsteiger stellt sich natürlich die Frage, welche Pflanzen sich für welche Fische und Becken am besten eignen, zumal die Auswahl an Aquarienpflanzen riesengroß ist. So gibt es sie in den verschiedensten Farben und Formen.

Daher muss man sie natürlich auch auf unterschiedliche Weise das Aquarium richtig pflegen. Während manche Exemplare viel Licht brauchen, benötigen andere wiederum zusätzliche Nährstoffe. Auch die Temperatur des Wassers spielt eine wichtige Rolle.

Die richtigen Pflanzen auch zu der Fischart wählen
Die richtigen Pflanzen auch zu der Fischart wählen

Neulingen wird empfohlen, auf empfindliche Pflanzen lieber zu verzichten und sich stattdessen für Gattungen zu entscheiden, denen eine Beleuchtungsdauer von 12-14 Stunden sowie eine Wassertemperatur von 24 Grad Celsius genügen. Des Weiteren sollte man darauf achten, dass die Pflanzen nicht zusätzlich ernährt werden müssen.

Auch die Größe des Beckens ist für die Auswahl der richtigen Pflanzen von Bedeutung. Als geeignet für kleine Becken, die 54 Liter fassen, gelten

  • Javamoos (Vesicularia)
  • Zwergspeerblätter (Anubias) sowie
  • Wasserlinsen (Lemna).

Für diese Gattungen reicht eine mäßige Aquariumsbeleuchtung mit einer Leuchtstoffröhre aus. Bei Wasserlinsen ist jedoch zu beachten, dass sie dazu neigen, sich stark auszubreiten, sodass man sie in regelmäßigen Abständen ausdünnen muss.

Größer ist der Lichtbedarf bei Pflanzen wie

  • Wasserkelchen (Cryptocoryne)
  • Pfeilkräutern (Sagittaria)
  • Ludwigie (Ludwigia) und
  • Wasserpest (Elodea oder Egeria).

Diese benötigen zwei Leuchtstoffröhren.

Für größere Aquarien ab 100 Litern eignen sich

  • Sumatrafarn (Ceratoptoris)
  • Aponogeton-Wasserkelch (Cryptocoryne aponogetifolia)
  • Javafarn (Microsorum)
  • Kongo-Wasserfarn (Bolbitis) und
  • Vallisnerien (Vallisneria).

Für diese Exemplare ist eine mäßige bis gute Beleuchtung von zwei bis drei Leuchtstoffröhren erforderlich. Viele Pflanzen können auch miteinander kombiniert werden. Darüber hinaus bevorzugen sie die gleichen Lebensbedingungen wie die Fische. Als pflegeleicht und robust gelten

  • Wasserkelch
  • Vallisnerien sowie
  • das kleine Pfeilkraut.

Abgeraten wird hingegen von feingliedrigen Gewächsen, wenn das Aquarium mit einer starken Pumpe ausgestattet ist, denn durch den Rücklaufstrom kommt es zur Aufwirbelung von feinen Teilchen, die auf die zarten Blätter gespült werden, was sich schlecht auf deren Anblick auswirkt. Außerdem besteht die Gefahr von Fäulnis.

Anzahl der Pflanzen

Eine weitere Frage, die sich viele Einsteiger stellen, ist, wie viele Pflanzen in das Aquarium eingesetzt werden können. Das hängt davon ab, wie groß die Grundfläche des Beckens ist.

Grundsätzlich kann sich alle zehn Zentimeter eine Pflanze befinden. Allerdings sollte mindestens ein Drittel des Aquariums unbepflanzt sein, damit die Fische genügend Platz zum Schwimmen haben.

Eine Sonderform ist das so genannte Holländische Aquarium, in dem sich ausschließlich Wasserpflanzen befinden. In diesem Fall wird die gesamte Fläche des Bodens mit Grün bedeckt.

Die passenden Pflanzen geben dem Aquarium sein einzigartiges Flair
Die passenden Pflanzen geben dem Aquarium sein einzigartiges Flair

So funktioniert das Einpflanzen

Nach dem Kauf der Pflanzen sollten diese so schnell wie möglich in den Boden des Wasserbeckens eingesetzt werden. Hilfreich dabei sind langstielige Pflanzstöcke und Handschuhe, die man im Aquarium-Shop erhält. Es wird empfohlen, beim Einpflanzen auf folgende Weise vorzugehen:

Beschädigte Pflanzen aussortieren

Zunächst packt man die neuen Pflanzen behutsam aus und platziert sie auf einem Handtuch, das man vorher gut anfeuchtet. Danach sortiert man beschädigte Pflanzenteile wie abgeknickte Stängel oder abgelöste Blättchen aus. Das Gleiche gilt für Teile, die faulig, löchrig oder blass sind. Außerdem werden, sofern vorhanden, Pflanzentöpfe und Beschwerungsbänder entfernt.

Sind am Wurzelballen dunkle Stellen zu erkennen, sollte man diese großflächig ausschneiden. Mit einer Schere kürzt man die Wurzeln auf eine Länge von 4-5 Zentimetern.

Stängelpflanzen sind radikal zu kürzen. Selbst eventuelle Wurzeln müssen entfernt werden. Auf diese Weise regt man eine neue Bewurzelung an.

Der Größe nach sortieren und einsetzen

Im nächsten Schritt werden die Pflanzen ihrer Größe nach sortiert. Dabei teilt man die Exemplare in lang, mittelgroß und kurz ein. Während die langen Pflanzen in den hinteren Bereich des Aquariums eingesetzt werden, platziert man die mittelgroßen in der Mitte und die kurzen im Vorderbereich.

Für die erste Pflanze bohrt man mit einem Stab oder einem Finger ein Loch in den Beckenboden. In dieses Loch wird die Pflanze dann hineingeschoben. Dabei sollte man gut Acht geben, dass die Wurzel nicht umknickt.

Bei mageren Pflanzen wie Pfeilkräutern oder Vallisnerien ist es auch möglich, zwei oder drei Pflanzenteile gleichzeitig einzusetzen. Stängelpflanzen lässt man soweit in den Boden ein, dass ein Abstand von etwa einem Zentimeter zum untersten Blatt besteht.

Nach dem erfolgreichen Einsetzen der Pflanze wird der Bodengrund wieder zurückgeschoben und leicht festgedrückt. Auf diese Weise setzt man alle weiteren Pflanzen in den Beckenboden ein, wobei man mit dem hinteren Bereich des Aquariums beginnt und sich zum Vorderbereich vorarbeitet.

Tipps

Manchmal kann es vorkommen, dass eine Pflanze nicht richtig hält. In diesem Fall ist es ratsam, eine Pflanzklammer am Unterende des Stängels zu befestigen und mit dem Boden zu verbinden.

Allerdings gibt es auch Pflanzen, die sich gar nicht im Boden eingraben lassen. Dazu gehören vor allem die Anubias-Arten sowie das Javamoos.

Man kann sie jedoch mithilfe von transparenten Kunststofffäden an Wurzeln oder Steinen festbinden. Im Laufe der Zeit verankern sich die Pflanzen dann schließlich alleine. Schwimmpflanzen wie die Wasserlinsen werden nach ihrer Säuberung einfach auf die Oberfläche des Wassers gelegt.

Generell muss ab dem Einsetzen der Pflanzen auf deren Pflege geachtet werden - was dabei zu beachten ist und wie man vorgeht, erfahren Sie hier.

Dekoration und Rückwand

So manches Aquarium kommt erst mit der passenden Dekoration so richtig zur Geltung. Zu den beliebten Materialien zählen dabei

  • Steine
  • Holz und Wurzel
  • Ton oder
  • Kokosnuss.

Doch nicht nur für den Betrachter machen Dekoelemente etwas her - den Fischen dienen sie mitunter als willkommende Rückzugsmöglichkeit. Unter den Wurzeln und Hölzern sind besonders Mangrovenwurzeln, Moorkienwurzeln und Savannenhölzer gut geeignet. Fische aus dem Malawi- oder Tanganjikasee müssen allerdings auf diese Dekomaterialien verzichten; die aus ihnen austretende Huminsäure, die unter anderem dafür sorgt, dass das Wasser weicher wird, kann den Tieren schaden.

Bei den Steinen kommen vor allem Lavasteine, aber auch Kiesel- und Schiefersteine sowie Granit zur Verwendung. Das sehr kalkhaltige Lochgestein sollte nicht im Süßwasser verwendet werden, da es das Wasser enorm aufhärten kann.

Ton kommt in Form von Tonhöhlen, Tonfiguren, oder Tonröhren zum Einsatz. Ebenfalls interessant sowie praktisch, weil als Höhle nutzbar, sind Kokosnussschalen.

Steine, Holz oder Wurzeln als Dekomaterialien
Steine, Holz oder Wurzeln als Dekomaterialien

Was die Rückwand angeht, wird besonders gern auf Motivfolien mit 3D-Effekt zurückgegriffen. Hierbei stehen vor allen Dingen Unterwassermotive hoch im Kurs. Doch auch einfarbige Folien werden häufig gewählt.

Alternativ kann man sich für Strukturrückwände entscheiden; auch diese sorgen für mehr Tiefe. Sollte das Aquarium als Raumtrenner verwendet werden, verzichtet man aber besser auf eine Rückwand.

Steht die Einrichtung, sollte man nach einem 24-stündigen Testlauf folgende Funktionen überprüfen...

Eine Checkliste zur Prüfung aller Funktionen

Bevor sich ein Aquarianer ausführlich seinem Hobby widmen kann, muss zunächst einmal das Aquarium eingerichtet werden. Außerdem ist es wichtig, die Funktionstüchtigkeit des Zubehörs zu überprüfen, bevor man Fische in das Becken lässt.

Nachdem man das Becken eines Aquariums eingerichtet hat, wird ein 24-stündiger Probelauf gestartet. Danach kontrolliert man anhand einer Checkliste die verschiedenen Funktionen. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

Bevor man die Fische ins Becken lässt sollten alle Funktionen überprüft werden
Bevor man die Fische ins Becken lässt sollten alle Funktionen überprüft werden

Richtige Wassertemperatur

Besonders wichtig ist es zu überprüfen, ob das Wasser die richtige Temperatur erreicht und diese halten kann. Hat man lauwarmes Wasser in das Becken gefüllt, müsste sich nach 24 Stunden die gewünschte Temperatur einstellen.

Erweist sich das Wasser nach dem Probelauf jedoch als zu warm oder zu kalt, ist dies ein Hinweis auf einen defekten Heizer. Da dieser ausgewechselt oder repariert werden muss, bleibt einem nichts anderes übrig, als ihn wieder ins Geschäft zurückzubringen.

Filter

Beim Filter ist zu überprüfen, ob er leise und blasenfrei arbeitet. Ist dies nicht der Fall, sucht man in der Gebrauchsanweisung nach Fehlerlösungen.

Führt dies nicht zum Erfolg, muss man den Filter in dem Geschäft, in dem man ihn gekauft hat, umtauschen. Nur wenn man Elektriker ist, kann man versuchen, den Fehler selbst zu beheben.

Pflanzen

Die Pflanzen des Aquariums sollten fest im Boden stehen. Für den Fall, dass sich einige von ihnen gelockert haben, werden die Wurzeln wieder in den Boden gesteckt.

Licht

Beim Licht ist zu überprüfen, ob es auch richtig leuchtet. Leuchtet es jedoch nicht, wechselt man die defekte Lampe oder Röhre aus. Gegebenenfalls muss auch die Fassung kontrolliert werden.

Dekoelemente

Wichtig ist auch darauf zu achten, dass sich die Dekorationen des Aquariums dort befinden, wo sie sein sollen. Treiben lockere Wurzelteile oder Holzstücke im Wasser, kann man sie mit Steinen beschweren oder mithilfe einer Schnur festbinden.

Aussehen des Aquariums

Schließlich gilt es festzustellen, ob das Aquarium auch so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat. So wirkt es im trockenen Zustand oft anders als mit Wasser und bei Beleuchtung. Möchte man einige Details verändern, hat man die Möglichkeit, Dekorationen oder Steine anders zu positionieren oder Pflanzen umzusetzen.

Quellen:

  • Claus Schaefer: Das große Lexikon der Aquaristik. Bd.1: A-H; Bd.2: I-Z, Ulmer (Eugen), 2004, ISBN 3800174979
  • Kjell Fohrman: Handbuch Aquaristik. Grundlagen für Einsteiger und Fortgeschrittene, Dähne, 2007, ISBN 3921684951
  • Hanns-Jürgen Krause: Ihr Hobby, Aquaristik für Einsteiger, Bede, 1998, ISBN 3931792773

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