14. Dezember 2009
An Weihnachten ist die Freude am größten, zumindest bei den Kindern. Denn laut einer Umfrage, bei knapp 2.000 Frauen und Männern ab 14 Jahren, würde jeder Fünfte das Fest gerne abschaffen. Jeder vierte Befragte gibt zu, sich von den Feiertagen extrem unter Druck gesetzt zu fühlen, denn es gibt viel mehr zu erledigen als sonst.
Angst vor Stress und Streit plagt 30 Prozent der Frauen und 19,2 Prozent der Männer, die sich gemeinsam in den Selbst-Erwartungsdruck katapultieren, alles müsse perfekt sein. Doch nichts ist je perfekt. Ein Fünftel aller Befragten kann Weihnachten nicht so verbringen wie sie es möchten, und daher tendieren 18,6 Prozent gleich dazu, das Fest komplett abzusagen.
Ein trauriges Zeugnis für eine Zeit, in der Weihnachten mittlerweile eher mit Kaufrausch und Stress in Verbindung gebracht wird, als mit dem eigentlichen Grundgedanken. Die Erinnerung daran, das zwischenmenschliche Harmonie nicht nur in Astrid Lindgren Geschichten existieren kann, ist fast in Vergessenheit geraten. Doch besonders in wirtschaftlich schweren Zeiten können ein paar Tage in ungekünsteltem Beisammensein, gemeinsam allen Widrigkeiten trotzend, niemandem schaden.
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