Auswirkungen des Klimawandels

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Der Klimawandel und seine Folgen

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Klimawandel ist eines der zentralen Umweltthemen unserer Zeit. Dabei geht es auch oftmals um die Frage, welche Folgen der Klimawandel denn nun überhaupt konkret hat und inwiefern diese als kritisch einzustufen sind. Doch mit welchen Auswirkungen des Klimawandels muss gerechnet werden, welche teils heute schon zu messbaren Veränderungen geführt haben? Informieren Sie sich hier.

Klimawandel - Eine Definition

Der Klimawandel wird auch als Klimaschwankung, Klimawechsel oder Klimaänderung bezeichnet. Er bezieht sich auf die klimatischen Veränderungen auf der Erde, ohne Berücksichtigung, ob es sich um natürliche oder anthropogene, also menschliche Ursachen handelt.

Als Klimawandel kann man eine globale Abkühlung oder Erwärmung, die sich auf verschiedene Zeiträume beziehen, bezeichnen. Gegenwärtig Thema ist die globale Erwärmung, die in erster Linie durch den Menschen verursacht wird.

Als Klimaschwankung werden manchmal Änderungen des Klimas bezeichnet, deren Zeitraum wenige Dekaden beträgt. Auch solche mit zyklischer Natur, die eine variable Periode aufweisen, wären denkbar.

Ein globaler Klimawandel führt zu einem veränderten Strahlungsantrieb, welcher wiederum das Klimasystem der Erde in ein neues thermisch-radiatives Gleichgewicht führt. Dieser Strahlungsantrieb ist zurück zu führen auf die Konzentrationen von Treibhausgasen, zu denen

  • Wasserdampf (H2O)
  • Methan (CH4) und
  • Kohlenstoffdioxid (CO2)

zählen. Hinzu kommen die Faktoren variierende Sonneneinstrahlung und Rückstrahlvermögen der Erdoberfläche samt Meere. Es gibt zudem auch Abrupte Klimawechsel. Diese können durch

  • schnell ablaufende Rückkopplungsprozesse im Klimasystem
  • Treibhausgas-Emissionen, die kurzfristig auftreten
  • Vulkanausbrüche oder
  • Asteroiden

ausgelöst werden.

Mögliche Folgen

Der Klimawandel bringt einige Folgen mit sich.

Verschiebung der Jahreszeiten

Eine Folge des Klimawandels ist zunächst einmal die Verschiebung der Jahreszeiten. Diese Verschiebung vollzieht sich natürlich nur auf klimatischer und nicht auf astrologischer Ebene.

Allerdings ist diese Verschiebung bereits heute deutlich messbar. So ziehen die Zugvögel beispielsweise alle fünf Jahre um ein bis zwei Tage früher los. Zudem lässt ebenso die weltweite Vegetation darauf schließen, dass sich die Flora und Fauna unseres Planeten ständig an sich verschiebende Rhythmen anpasst.

Wetterextreme

Besonders spürbar ist der Klimawandel wohl durch ein Mehr an extremen Wetterlagen. Durch die zunehmende Wärme kommt es zu intensiveren Wasserkreisläufen, was als Folge

  • Stürme
  • Überschwemmungen und
  • Dürren

mit sich bringt. Trockene Regionen werden noch trockener, Gebiete mit Überschwemmungen werden mit stärkeren Überschwemmungen rechnen müssen. Gleichzeitig verschiebt sich auch der Niederschlagsgürtel, was beispielsweise zu Wassermangel führen kann.

Erschwert wird die Wasserversorgung in den Trockenzeiten, wie etwa in Südamerika. Diese verfügen über das Wasser aus den Anden. Durch die schmelzenden Gletscher kann es zu Versorgungsproblemen kommen.

Des Weiteren nimmt die Stärke von tropischen Wirbelstürmen, welche abhängig von der Wassertemperatur sind, zu. Durch die Erwärmung der Oberflächentemperatur von nur einem Grad Celsius kann ein Wirbelstum beispielsweise schon doppelt so heftig ausfallen.

Die folgende Auflistung zeigt die möglichen Folgen einer Temperaturerhöhung:

  • + 1 °C: Kleine Andengletscher verschwinden; die Wasserversorgung von 50 Millionen Menschen wird bedroht
  • + 2 °C: Es gibt 20 bis 30 Prozent weniger Wasser im Mittelmeerraum sowie im südlichen Afrika
  • + 3 °C: In Sudeuropa kommt es alle 10 Jahre zu einer schweren Dürre; 1 bis 4 Milliarden Menschen von auf den Klimawandel zurückzuführende Trockenheit betroffen
  • + 4 °C: Es gibt 30 bis 50 Prozent weniger Wasser im Mittelmeerraum sowie im südlichen Afrika
  • + 5 °C: Große Gletscher im Himalaja verschwinden; die Wasserversorgung von etwa einem Viertel der chinesischen Bevölkerung und vielen Hundert Millionen Indern wird bedroht
Digitale Wetterstation auf weißem Hintergrund
Digitale Wetterstation auf weißem Hintergrund

Verschiebung der Klimazonen

Eine weitere Folge des Klimawandels, welche sich ebenso auf das Klima der Erde selbst bezieht, ist die Verschiebung der Klimazonen. So kommt es zumeist zu einer Ausbreitung warmer Klimazonen, was sich negativ auf die Natur kälterer Regionen auswirkt.

Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Desertifikation zu sehen. Hierunter versteht man die Ausbreitung wüstenähnlicher Regionen, was zu einer Versteppung ganzer ehemals fruchtbarer Landstriche führt. Dies bedingt wiederum ein breites Artensterben und die Tatsache, dass diese Flächen auch für den Menschen nicht mehr nutzbar sind.

Auswirkungen auf die Weltmeere

Des Weiteren wirkt sich der Klimawandel auch vielfach auf die Meere unseres Planeten aus. So kommt es einerseits zu einem allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels, was zu

  • Küstenerosionen
  • veränderten Grundwasserspiegeln bis hin zu
  • dem Versinken ganzer Inseln und Küstenregionen

führen kann. Daneben kann auch die Erwärmung der Meere als eine direkte Folge des Klimawandels eingestuft werden. Diese Erwärmung hat dabei fatale Folgen für alle Organismen, welche im Meer leben. So leiden viele Fischarten nicht nur unter dem Faktor der Überfischung, sondern auch an steigenden Grundtemperaturen.

In engem Zusammenhang mit der Veränderung der Meerestemperatur steht zudem noch eine Verschiebung der Meeresströmungen, was bis heute allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Eine solche Verschiebung hätte allerdings spürbare Auswirkungen auf das Klima der Erde, da beispielsweise allein schon die Temperaturentwicklung ganzer Regionen von den Meeresströmungen abhängig ist.

Gletscherschmelzen

Letztlich werden als Folgen des Klimawandels ebenso noch der Rückgang der Gletscher, das Schmelzen der Polkappen und Veränderungen der Niederschlagsmengen gesehen.

Eisbär auf schwimmender Eisscholle
Eisbär auf schwimmender Eisscholle

Klimawandel: Nord-Grönlands Gletscher schmelzen weg

Anhand von Satellitenbildern kann man gut erkennen, wie sich der Klimawandel auf unserem Planeten bemerkbar macht.

So haben Gletscherexperten des Polarforschungszentrums an der Universität von Ohio einen gewaltigen Gletscherriss in Nord-Grönland entdeckt. Experte Jason Box geht davon aus, dass der Abbruch eines 29 Quadratkilometer großen Stückes vom Petermann-Gletscher bevorsteht.

Dadurch würde sich auch der Meeresspiegel merklich erhöhen, nachdem bereits einige Gletscher in Süd-Grönland geschmolzen sind.

Rückgang der Erderwärmung durch weniger Fleischkonsum?

Nach den Vorstellungen des Vorsitzenden des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Dr. Rajendra Pachauri, sollen die Menschen weniger Fleisch essen.

Dadurch würde jeder Einzelne etwas gegen die globale Erderwärmung tun, so Pachauri. So würde ein großer Teil der Treibhausgase sowie weitere Umweltprobleme, die von Tieren verursacht werden, eingespart werden. Zudem sei es einfacher, seine Essgewohnheiten zu ändern, anstatt das eigene Fortbewegungsmittel zu wechseln, so Pachauri weiter.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen macht die Produktion von Fleisch rund 20 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen aus.

Kein Regen ohne Eiskeime. Hat der Mensch darauf Einfluss?

Dunkelhaarige Frau geht unter weißem Regenschirm an Regentag durch die Stadt
Beautiful young woman with white umbrella on rainy day © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Frankfurter Metereologen haben bei Untersuchungen von Eiskeimen Hinweise gefunden, dass diese aus menschlichen Quellen stammen. Aus der Verbrennung von Biomasse entstehen solche Eiskeime, beispielsweise Schwermetalle oder andere Partikel, ohne die kein Regen entstehen könne. Wenn in der Atmosphäre sogenannte Aerosolpartikel vorhanden sind, können die Keime entstehen, weil dadurch die nötige feste Oberfläche vorhanden ist.

Bei Untersuchungen im Labor und auch im Hochgebirge fanden die Wissenschaftler auch, dass es sich bei den Partikeln um Mineralien, wie Kalzium, Silizium und Aluminium und deren Oxide handelt. Bisher hat aber nur 350 Eiskeime untersuchen können und jetzt soll der Einfluss des Menschen auf diese Eiskeime und damit auf das Wetter herausgefunden werden.

Frühlings- und Herbstanfang haben sich durch die Erderwärmung nach vorne verschoben

Forscher von der Universität Kalifornien stellten fest, dass sich in den letzten 50 Jahren der Frühlings- und Herbstanfang um 1,7 Tage nach vorne verschoben haben. Dafür sei vor allem die Erderwärmung verantwortlich, auch die Unterschiede der Temperaturen zwischen Sommer und Winter sind geringer geworden.

Bei ihrer Studie haben die Wissenschaftler das jahreszeitliche Wetter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der zweiten Hälfte verglichen. Ihre Ergebnisse treffen aber nur für das kontinentale Klima zu, während beim Meeresklima keine deutlichen Unterschiede festzustellen waren.

Klimaschützer Landwirt - Ein bestimmter Pflanzenanbau könnte es möglich machen

Feldweg an Feld mit gelben Blumen im Steigerwald
steigerwald7 © WernerHilpert - www.fotolia.de

Landwirte als Schützer des weltweiten Klimas könnte laut der Meinung des britischen Geografens Andy J. Ridgwell durchaus zu Realität werden. Um Bauern zu Klimaschützern werden zu lassen, müssten diese lediglich eine richtige Art von Pflanzgut verwenden, das das Rückstrahlungsvermögen der natürlichen Flora ausnützen könnte.

Durch diese Vorgehensweise könnte die Erwärmung um circa ein Grad Celsius abgesenkt werden. Geo-Engineering nennt Ridgwell diesen Vorgang. Noch gibt es Lücken um das Wissen der richtigen Auswahl der Pflanzen. Weitere Experimente sollen für die Klärung der Sortenunterschiede durchgeführt werden.

Meeresspiegel steigt schneller als bisher errechnet

Kleine, brechende Wellen im Meer
Aufgewühltes Meer © Frank Optendrenk - paradisi.de

Weil in der Antarktis die Gletscher schneller schmelzen, als bisher angenommen, könnte es zu einem Anstieg des Meeresspiegel kommen. Betroffen ist, wie die Experten auch aus Satellitenaufnahmen erkennen, besonders die westliche Antarktis, also Richtung Südamerika, wo sich der größte Gletscher der Pine Island Glacier befindet.

Der Welt-Klimarat (IPCC) hatte noch im Jahr 2007 berichtet, dass man bis zum Ende dieses Jahrhunderts mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 18 bis 58 Zentimeter rechnet, doch jetzt könnten es sogar 150 Zentimeter werden, so dass tiefliegende Gebiete überflutet würden.

Jährlich gelangen zirka 103 Milliarden Tonnen an Gletscherwasser in das Meer. Die Wassertemperatur in der Antarktis ist in den letzten Jahren um 0,2 Grad gestiegen und liegt doppelt so hoch wie in den anderen Weltmeeren.

Müll im Meer, auch Zigarettenkippen sorgen für Verschmutzung

Plastikabfälle führen zum Sterben von Tieren und verunreinigten Meeren

Boote auf blau-türkisem Meer vor weißem Strand, im Hintergrund Berge
olympos © hasan aydin - www.fotolia.de

Nach den neusten Informationen von der Schutzorganisation Ocean Conservancy, sowie auch des UN-Umweltprogramms UNEP, schwimmt in unseren Meeren vor allem mehr Plastik als Müll herum. Aber auch unsere Raucher sind nicht zu übersehen, denn die Zigarettenfilter machen den größten Anteil bei dem Müll aus. Vor allem aber die Plastiktüten führen oftmals zum Sterben der im Meer lebenden Tierwelt, denn man fand im Magen bei toten Tieren oft Reste der Tüten.

Besonders der Tourismus ist Ursache für viel vermeidbaren Müll

Normalerweise bräuchte dieser Müll überhaupt nicht in unsere Meere gelangen, wenn man diesen durch allgemeine Müllvermeidung, aber auch durch das Recycling verringern würde. Bei den Untersuchungen der verschiedenen Meeresregionen, wie beispielsweise das Mittelmeer, die Ostsee und Karibik, stellte man fest, dass durch den Tourismus viel Müll in die Meere gelangt.

Auch Hausmüll und Industrieabfälle verunreinigen das Meer

Aber davon ausgeschlossen sind die Inseln Mauritius und die Seychellen, wo das Meer keine Spuren von Müll vorweist, obwohl viele Urlauber dort hinfliegen. Schuld an dem vielen Müll tragen die Schiffe, die anstatt den Müll im nächsten Hafen zu entsorgen, diesen einfach in die Meere kippen. Auch landet leider zu viel von unserem Hausmüll und den Industrieabfällen über die Flüsse ebenfalls im Meer.

Klimawandel durch Verhütung beeinflussen

Die Änderung des Klimas schreitet beständig voran. Nach Ansicht der Experten kann ein Klimawandel jedoch abgefedert werden, wenn es den rund 200 Millionen weltweit lebenden Frauen ohne Zugang zu Verhütungsmitteln ermöglicht wird zu verhüten.

Jährlich werden aus diesem Grund etwa 76 Millionen Frauen schwanger und das ungewollt. Besonders betroffen sind hierbei die Frauen in den verschiedenen Entwicklungsländern, was aufgrund der steigenden Bevölkerung zu einer Verstärkung des Klimawandels gerade auch in diesen Regionen vorantreibt. Obwohl die Menschen dort am wenigsten Schaden in Sachen Klimawandel verursachen, leiden sie doch am meisten darunter, da neben Nahrung vor allem auch Wasser immer knapper wird. Würden nun die Frauen den Zugang zu Verhütungsmitteln bekommen, dann würden nicht nur die Wasser- und Nahrungsmittelknappheit reduziert werden, sondern auch die Auswirkungen auf eine weitere Erderwärmung.

Laut Expertenmeinung wird dieser Zusammenhang in Klima-Diskussionen viel zu wenig thematisiert.

Mehr Schaden beim Klima durch Wüstenausbreitung als durch Regenwaldabholzung

Im Rahmen der 9. UN-Konferenz in Buenos Aires zum Thema Wüstenbildung, konnten die 2000 Teilnehmer aus 191 Ländern klar feststellen, dass sich die Wüstenausbreitung als mehr schädlich für das Klima erweist als es durch die Regenwaldabholzung der Fall ist. So scheinen die Böden mehr an CO2 aufnehmen und speichern zu können, als bislang angenommen wurde.

Ergänzend zu dieser Thematik wurde denn auch kund getan, dass Wälder nur auf Böden mit fruchtbarer Erde gedeihen und wachsen können. Trotz der Ergebnisse aus entsprechenden Untersuchungen, gibt es jedoch immer noch Kräfte, die sich gegen einen Bodenschutz im Sinne des Klimas entgegenstellen.

Angesichts der gewonnenen Erkenntnis, raten nun die Experten dazu, dass besonders den Ausbreitungen der unterschiedlichen Wüsten mehr Aufmerksamkeit zuteil werden kommen sollten.

Bis 2050 soll 80% weniger CO2 ausgestoßen werden

Europa ist in der Lage, in den nächsten 40 Jahren 80% der umweltschädlichen Treibhausgase zu senken. Eine Studie der Fraunhofer-Gesellschaft besagt, dass sich die Emissionen bis zur Mitte des 21.Jahrhunderts um 20% verringern. Der weltweite Temperaturanstieg würde sich so auf zwei Grad Celsius beschränken.

Dies geht jedoch nur, wenn alle europäischen Staaten zum Klimaschutz beitragen. Besonders Deutschland muss zukünftig mehr für den Klimaschutz tun. So muss Deutschland die CO2-Emissionen bis 2050 um fast 90 Prozent senken. Damit ist die deutsche Wirtschaft einer größeren Herausforderung ausgesetzt, als andere europäische Staaten. Industrie, Transport, Haushalte, Dienstleistung und Stromerzeugung sind Erzeuger von Emissionen und müssen umweltfreundlicher werden.

Gewürztes Tierfutter verringert Methanausstoß

Seit langem ist auch bekannt, dass die Methangase, die bei den Tieren produziert werden, besonders bei den Rindern, zum Treibhauseffekt beitragen, wobei Methangase bis zu 20 Mal stärker als Kohlendioxid wirken. Nun haben britische Forscher herausgefunden, dass mit bestimmten Gewürzen vermischtes Tierfutter diese Produktion von Methangas verhindert, beziehungsweise um 50 Prozent verringern könnte.

Die Methangase werden in dem Magen der Tiere durch Bakterien bewirkt. Doch können zwei Gewürze, die auch im Curry enthalten sind, nämlich Koriander und Kurkuma, im Tiermagen antibiotisch wirken, so dass die Bakterien vernichtet werden und so das Methangas bis zu 40 Prozent weniger produziert wird. Die Forscher haben dies aber bisher nur bei Schafen getestet, doch sie vermuten, dass dies auch auf die Rinder oder Ziegen zutrifft.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass auch weniger Futter benötigt wird, denn die Tiere benötigen für die Verdauung weniger Energie für das Aufspalten der Nahrung in Methangase.

Wie sich der Wasserverbrauch auch auf das Weltklima auswirkt

Bewässerung verursacht Treibhausgase und wirkt sich so auf unser Weltklima aus

Wasser fließt aus goldenem Wasserhahn
fill the bath © Jo Ann Snover - www.fotolia.de

Britische Wissenschaftler von der University of East Anglia in Norwich haben aufgrund des weltweiten Wasserverbrauchs auch den daraus resultierenden Energieverbrauch ermittelt.

Bewässerung in Garten und Landwirtschaft verursacht Treibhausgase

So verursachen allein die USA mit ihrer Wassernutzung fünf Prozent der Treibhausgase, wobei die Landwirtschaft und die Industrie neben den Haushalten am meisten verbrauchen. Die Wissenschaftler haben für ihre Berechnungen über 100 wissenschaftliche Berichte ausgewertet. Bisher wurde beim Thema "Treibhausgase" der allgemeine Wasserverbrauch nicht mit berücksichtigt.

Doch auch Indien verursacht durch die Bewässerung der Felder mit Hilfe von Pumpen etwa sechs Prozent der Treibhausgase, die sich auf das Weltklima auswirken. Der größte Wasserbedarf und Verbrauch entsteht durch die Landwirtschaft, etwa 70 Prozent der jährlich genutzten 3.800 Milliarden Kubikmeter Frischwasser werden dort verbraucht.

In der Rangfolge sind die indischen Bauern an erster Stelle mit 646 Milliarden Kubikmeter, danach kommen die Chinesen mit 550 Milliarden Kubikmeter und an dritter Stelle liegen die amerikanischen Farmer, die jährlich 477 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigen.

Entwicklung von Bewässerungssystemen mit geringen Treibhausgas-Emissionen notwendig

Da aber die Weltbevölkerung ansteigt, wird sich auch bis zum Jahr 2030 die Nahrungsmittelproduktion um etwa 50 Prozent steigern und damit verbunden auch der Wasser- und Energiebedarf, beziehungsweise Verbrauch.

So müssen also entsprechend gesteuerte Bewässerungssysteme für einen geringeren Energiebedarf entwickelt werden, so dass auch die Treibhausgas-Emissionen geringer werden.

Klimawandel und Finanzkapitalismus mit verheerenden Folgen in der Zukunft

Der Report "2052" soll einen Ausblick auf die kommenden 40 Jahre geben und verheißt nichts Gutes.

Jørgen Randers ist ein angesehener norwegischer Zukunftsforscher und betont, dass im Jahr 2052 viele Ressourcen auf der Erde verbraucht und dadurch viel Leid herrschen wird. Hinzu kommt der schnelle Anstieg des Meeresspiegels sowie die Tatsache, dass die Weltmeere und Wälder nur halb soviel Treibhausgase absorbieren können, wie die Menschheit in die Atmosphäre bläst. Alle Bemühungen den weltweiten Temperaturanstieg in Zukunft auf 2 Grad zu begrenzen sind seiner Ansicht nach aussichtslos, da sich die Emissionen der klimaschädlichen Gase noch bis zum Jahr 2030 stetig erhöhen werden.

Neben der massiven Ausbeutung der Rohstoffe sowie alle anderen Umweltzerstörungen wird die Ungleichheit in den Industriestaaten und Entwicklungsländern immer mehr zunehmen, was ebenso fatale Folgen für die Menschen haben könnte.

Klimaforscher errechnen Wasseranstieg durch globale Erwärmung

Panorama von Lagune mit Palmen im linken Vordergrund, weißem Strand und azurblauem Meer
panoramic lagoon ii © Kwest - www.fotolia.de

Ein Forscherteam von Wissenschaftlern aus Deutschland, den Niederlanden und Australien vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung hat jetzt in einem Modellversuch errechnet, wie stark der Wasserpegel bei zunehmender globaler Erwärmung ansteigen würde. Die so gestellte Prognose gilt als sehr präzise und ist die erste ihrer Art, die einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten bis ins Jahr 2300 berücksichtigt.

Erstmalig wurden dabei zwei wesentliche Faktoren gleichzeitig einkalkuliert: Die Ausdehnung des Meeres in Folge höherer Wassertemperaturen und zugleich das Schmelzwasser aus den geschmolzenen Polkappen. Als wahrscheinliches Ergebnis errechneten die Forscher einen Gesamtanstieg der Weltmeere um 1,5 bis 4 Metern innerhalb des besagten Zeitraums. Vermutlich wird der tatsächliche Anstieg im Durchschnitt etwas mehr als zweieinhalb Meter betragen. Was auf den ersten Blick nicht viel klingt, dürfte jedoch verheerende Folgen mit sich bringen: Starke Flutkatastrophen würden sehr viel mehr Länder sehr viel öfter betroffen als heute, zugleich könnten Länder mit geringem Meeresspiegel zu großen Teilen dauerhaft überschwemmt sein.

Hintergrund der Modellstudie war das vereinbarte Ziel aller teilnehmenden Regierungen, den Temperaturanstieg der globalen Erwärmung auf insgesamt 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die Berechnungen der Forscher zeigen jetzt, dass schon diese Grenze viel zu hoch angesetzt sein könnte. Schon bei einer Obergrenze von 1,5 Grad Celsius Temperaturanstieg würde der Wasseranstieg den Berechnungen zu Folge deutlich weniger verheerend ausfallen. Umgekehrt dürfte ein nur geringfügig höherer Temperaturanstieg nochmals fatalere Folgen mit sich bringen.

Klima: Ohne Sonnenflecken gibt es Eis und Schnee

Mangel an Sonnenflecken, vulkanische Eruptionen und Magnetfelder der Sonne beeinflussen das Klima

Schnee und Eis auf Holzästen, darunter gelbe Blätter
Snow and Winter Landscape © Chad McDermott - www.fotolia.de

Wenn in den vergangenen 230 Jahren der Rhein zugefroren ist, lag dies an der geringen Zahl von Sonnenflecken. Dies hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Immer wenn Eis den Fluss bedeckte, geschah dies kurz vor oder nach einem Sonnenflecken-Minimum, zuletzt im Winter 1962/63.

Klima verändernde Faktoren

Doch nicht nur die Aktivität der Sonne hat in diesem Zeitraum das Klima in Europa bestimmt. Auch vulkanische Eruptionen übten einen riesigen Einfluss aus. So sorgte der acht Monate lange Ausbruch des Laki-Kraters auf Island ab dem 8. Juni 1783 für gewaltige Gas- und Aschewolken, die wie Smog wochenlang am Himmel hingen.

Bauern litten unter Atemnot und konnten kaum ihrer Arbeit nachgehen. Zudem war der Winter im gesamten europäischen Raum außergewöhnlich kalt und schneereich. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 1784 die Durchschnittstemperatur um ein Grad Celsius niedriger lag als üblich.

Aber auch starke Hochs über Island können den Zustrom milder Westwinde vom Atlantik verhindern. Stattdessen sorgt kalte Luft von Norden oder Osten in Mitteleuropa für niedrige Temperaturen.

Auswirkung von Magnetfeldern auf die Wetterverhältnisse

Zudem haben die schwächelnden Magnetfeldern der Sonne einen großen Einfluss auf die Druck- und Windverhältnisse. Die Forscher vermuten einen indirekten Zusammenhang zwischen magnetischer Aktivität und der Ausstrahlung von Licht und Wärme.

Klimawandel - Meeresspiegel steigt viel schneller als angenommen

Altes blaues Boot am Strand von Andalusien, verwittertes Boot, mit Meer im Hintergrund und Strandgästen daneben
old rowing boat on white sandy beach and people sunbathing next © Freefly - www.fotolia.de

Rechtzeitig zur Weltklimakonferenz in Doha sind drei Studien erschienen, die die Dringlichkeit geeigneter Maßnahmen klar machen sollen. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung hat errechnet, dass der Meeresspiegel pro Jahr nicht 2 Millimeter, sondern 3,2 Millimeter steigt. Das ist 60 Prozent schneller als angenommen.

Germanwatch hat errechnet, dass durch 15.000 Wetterextreme in den letzten 20 Jahren 530.000 Menschen ums Leben gekommen sind. 2011 war der Klimawandel am heftigsten in Thailand, Kambodscha und Pakistan zu spüren. Das UNO-Umweltprogramm UNEP forderte China, Kanada, Russland und die USA auf, besser ihre Permafrostböden zu überwachen. Es wird sehr problematisch, wenn diese auftauen.

In diesen Böden lagern 1700 Gigatonnen Kohlenstoff, die nach dem Auftauen als CO2 und Methan freigesetzt würden. Eine Gigatonne sind eine Milliarde Tonnen. Momentan befinden sich in der Atmosphäre etwa 800 Gigatonnen Kohlenstoff.

Durch Klimawandel steigen die Temperaturen um mehr als fünf Grad

Thermometer bei unter 0 Grad Celsius
Thermometer Frosty © ktsdesign - www.fotolia.de

Schon heute erleben wir die Auswirkungen des Klimawandels durch Wirbelstürme, Hitzeperioden mit Dürren. Aber diesen Wandel können wir nicht mehr aufhalten, sondern eventuell nur die Schäden begrenzen.

Wie ein Forschungsbericht zeigt, der im Auftrag der US-Regierung geschah, würden die Temperaturen, wenn man nichts dagegen unternimmt, im Jahr 2100 um mehr als fünf Grad Celsius steigen. Zwar würde sich in den nächsten 25 Jahren in den USA dieser Klimawandel für die Landwirtschaft noch nicht bedrohlich auswirken, aber danach könnten längere Dürren auftreten und die landwirtschaftliche Versorgung wäre gefährdet.

Auch die Erwärmung der Ozeane könnte den Fischfang negativ beeinflussen. Schließlich könnte es auch öfters zu verheerenden Stürmen, beispielsweise wie der Wirbelsturm "Sandy", kommen.

Aus dem Grunde muss man schon jetzt entsprechende Maßnahmen ergreifen, doch auch durch eine Beschränkung der Emission könnten die Temperaturen bis 2100 um 1,6 bis 2,7 Grad ansteigen, aber eigentlich liegt das Ziel der internationalen Länder bei einer maximalen Erwärmung von bis zu zwei Grad.

Klimawandel vernichtet Lebensräume: Zahlreiche Pflanzen und Tiere sind bedroht

Dass die Treibhausgase unsere Umwelt schädigen und das Klima verändern, ist nichts Neues. Doch die Menschheit steht nun an einem Punkt, welcher sich als „point of no return“ bezeichnen ließe, denn wenn nicht umgehend an der Eindämmung dieser Gase gearbeitet wird, dann gibt es kein zurück mehr.

Mehr als 55% der Pflanzenwelt und immerhin noch 35% der Tierwelt werden die Hälfte ihres Lebensraumes verlieren und damit die Erde einen Großteil ihres Artenreichtums. Nahrungsketten werden unterbrochen und Kreisläufe in ihrer Funktion eingeschränkt.

Forschungen haben dieses Szenario noch recht zuversichtlich dargestellt, denn man betrachtete lediglich die globale Erwärmung und nicht etwa die Zunahme von Naturkatastrophen. Überschwemmung, schwere Stürme und Unwetter tragen ebenso ihren Teil dazu bei, dass den Tieren und Pflanzen wichtiger Lebensraum genommen wird.

Noch habe man die Chance, daran etwas zu ändern, wenn zumindest die Zunahme der Emissionen bis zum Jahr 2030 gestoppt wird. Dann würde der Verlust der Lebensräume um 40% geringer ausfallen. Zu dieser Erkenntnis ist die Forscherin Rachel Warren gekommen.

Gletscherschmelze in Grönland lässt Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um 18 Zentimeter steigen

Eisbär auf Polareis, im Hintergrund Wasser, Polarmeer
Ours Polaire / Fonte des glaces © al1center - www.fotolia.de

Ein Grund zur Entwarnung ist es nicht, doch zumindest ein Hoffnungsschimmer: Die Gletscher von Grönland tauen weniger schnell als befürchtet. Die Eisschmelze im hohen Norden beeinflusst maßgeblich den Anstieg der Meeresspiegel, der wiederum viele flache Inseln und Küstenstreifen bedroht. Neuen Berechnungen zufolge wird die verlangsame Gletscherschmelze in Grönland bis 2100 für einen Anstieg von maximal 18 Zentimetern sorgen. Dies entspricht der Prognose des UNO-Klima-Rates IPCC.

In den vergangenen Jahren hatten die grönländischen Gletscher immer wieder starke Verluste erlitten, in dem Eisberge abbrachen und ins Meer drifteten. Der Petermann-Gletscher im Norden von Grönland verlor auf diese Weise eine Fläche von 390 Quadratkilometern. Der Petermann-Gletscher, der auf einer Länge von 50 Kilometern und einer Breite von 20 Kilometern in das Meer hineinreicht, ist einer von vier großen Gletschern auf Grönland, die unter besonderer Beobachtung der Klimaforscher stehen.

Berechnungen zufolge könnten die vier Gletscher gemeinsam jährlich bis zu 47 Gigatonnen Masse verlieren, wenn sich die Erde bis 2100 um maximal 2,8 Grad erwärmt. Dies würde für einen Anstieg des Meeresspiegel um maximal 13 Millimeter reichen, Alle grönländischen Gletscher zusammen genommen könnten es bis 2100 auf 183 Millimeter bringen. Allerdings handele es sich dabei nur um grobe Schätzungen, die weiter verfeinert werden müssen.

Wird das Klimaziel verfehlt?

Das Thema Umweltschutz ist nach wie vor für viele ein zweischneidiges Schwert, vor allem wenn es um das Klimaziel geht. Dieses könnte nun sogar deutlich verfehlt werden, wie die aktuelle Einschätzung der IEA, der Internationalen Energieagentur, zeigt.

Danach könnte die Erderwärmung möglicherweise sogar mehr als doppelt so hoch ausfallen, wie bislang als akzeptierbar gegolten hatte. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts müsse laut IEA von einer Erwärmung der Erde von 3,6 Grad bis gar 5,3 Grad Celsius ausgegangen werden. Das Ziel der Staatengemeinschaft sah bisher eine Erderwärmung von maximal 2 Grad Celsius vor.

Vor allem eines zeigt der Bericht der Internationalen Energieagentur drastisch auf: die Treibhausgase aus dem Sektor der Energie hat innerhalb des Jahres 2012 um gleich 1,4 Prozent zugelegt. Damit wurde ein neuer Rekord beim Ausstoß der klimaschädlichen Gase erreicht.

Vier Vorschläge wurden nun von der IEA vorgestellt, um den Treibhausgas-Ausstoß im Sektor der Energie um acht Prozent zu senken – bis zum Jahr 2020. Um die Hälfte reduziert werden könnten die schädlichen Gase durch Steigerungen der Effizienz in der Industrie, um Bausektor wie im Transportwesen und Verkehrswesen. Zudem würde der Verzicht auf Kohlekraftwerke, die wenig effizient arbeiten, zu einem weiteren Teil der Senkung beitragen, wie auch eine Kürzung der Treibstoff-Subventionen und eine Senkung des Methangas-Ausstoßes bei der Förderung von Gas und Öl.

Meeresspiegel steigt - Pine-Island-Gletscher in der Antarktis schmilzt unaufhaltsam

Männer beim Wandern durch Eishöhle
Ice cave © Galina Barskaya - www.fotolia.de

Der Pine-Island-Gletscher zählt zu den größten Gletschern im Westen der Antarktis. Noch muss man sagen, denn der 175.000 Quadratkilometer große Riese schmilzt unaufhaltsam. Seit Beginn des Jahrtausends ist er einer aktuelle Studie zufolge um rund zehn Kilometer geschrumpft. Im Durchschnitt hat der Gletscher in den vergangenen zwei Jahrzehnten jährlich 20 Milliarden Tonnen Eis verloren. Der jährliche Verlust kann sogar auf bis zu 100 Milliarden Tonnen Eis anwachsen.

Abschmelzen wird sich fortsetzen

Warme Wasserströme sind die Ursache für diesen Prozess. Sie greifen das Schelfeis von unten an und sorgen dafür, dass riesige Mengen Inlandeis ins Meer rutschen. Durch das Abschmelzen des Pine-Island-Gletschers kann der Meeresspiegel in den nächsten 20 Jahren um bis zu einen Zentimeter ansteigen.

Schätzung des Weltklimarates

Allein im Jahr 2010 erhöhte sich der weltweite Meeresspiegel um 3,2 Millimeter. Der Wert liegt damit ungefähr doppelt so hoch wie noch vor etwa zwei Jahrzehnten. In seinem neuesten Bericht geht der Weltklimarat davon aus, dass der Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 zwischen 26 und 82 Zentimeter liegen dürfte.

Erderwärmung lässt Permafrost in den Alpen auftauen - Projekt Permasense warnt vor Gefahren

Naturaufnahme Bergpanorama
bergpanorama © Michael Neuhauß - www.fotolia.de

Im Rahmen des Projektes Permasense analysieren Schweizer Geographen und Informatiker seit 2006 Veränderungen im hochalpinen Permafrost. Sie haben dafür ein drahtloses Netzwerk von Messgeräten installiert, das vor Gefahren beim Bau von Gebäuden, Straßen, Brücken und Seilbahnmasten warnen soll.

Klimawandel gefährdet Permafrost

Als Permafrost bezeichnet man Erd-, Schutt- oder Felsmaterial, dessen Temperatur nie über null Grad Celsius ansteigt. Eis in Gesteinsporen und Felsritzen kann so den Sommer überdauern, ohne zu schmelzen. Im Alpenraum beginnt Permafrost oberhalb der Baumgrenze.

Doch der Klimawandel gefährdet nun die Sicherheit bei Baumaßnahmen, denn durch die Erderwärmung tauen auch im Hochgebirge Felspartien auf, die in einigen Fällen seit hunderttausenden von Jahren nie aufgetaut waren. Solche Veränderungen, die zu Felssturz oder Steinschlag führen können, haben unter Umständen schwerwiegende Folgen.

Das Projekt Permasense

Im Rahmen von Permasense haben die Wissenschaftler Sensoren bis zu einen Meter tief in den Fels eingegraben. Glasfaserröhren, bestückt mit Sonden und einer speziell angefertigten Elektronik, messen den Eis- und Wasserdruck sowie die Temperatur im Fels. Sie registrieren zudem Bewegungen im Permafrost. Die Daten gelangen via drahtlose Übermittlung auf die Computer der Forscher. Dort können sie analysiert werden, ohne dass die Wissenschaftler sich am Fels aufhalten müssen.

Die Messtechnik

Die ersten Sensoren befestigten sie im Herbst 2006 im steilen Fels auf dem Jungfraujoch. Sie finden sich auch auf dem Matterhorn und dem Dirruhorn-Gletscher. Die Entwicklung der Messtechnik war jedoch nicht ganz billig. So beträgt das Gesamtbudget des Permasense-Projekts mehr als eine Million Schweizer Franken (rund 815.000 Euro).

Weniger Fleisch, Milch und Käse ist gut für das Klima

Nahaufnahme Gesicht einer Kuh unter blauem Himmel
cow © Andi Taranczuk - www.fotolia.de

Wer persönlich etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchte, sollte kein oder nur noch wenig Fleisch essen. Die weltweite Tierhaltung und -produktion ruft 18 Prozent der vom Menschen zu verantwortenden Klimagas-Emissionen hervor. Sie ist damit klimaschädlicher als das gesamte weltweite Verkehrsaufkommen.

Klimaschutz durch Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte

Als Klimakiller Nummer eins (23-mal schädlicher als CO2) hat sich das in den Mägen von Wiederkäuern entstehende Methan erwiesen. Bis zu 280 Liter am Tag entstehen im Magen einer einzigen Kuh. Ein anderes großes Problem ist die Abholzung von Wäldern für Weideland.

Sollte die Menschheit weiterhin so viel Fleisch- und Milchprodukte konsumieren, wie sie es aktuell tut, werden sich die weltweiten Emissionen von klimaschädlichen Abgasen aus der Landwirtschaft bis 2070 verdoppeln. Dies ist das Ergebnis von Berechnungen schwedischer Wissenschaftler.

Das von der UN und vielen Regierungen angestrebte Klimaschutzziel von nur zwei Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts lasse sich nur erreichen, wenn die Menschheit beginnt, ihre Ernährung umzustellen. Um den Klimawandel aufzuhalten, müssten Fleisch, Milch und Käse zur Ausnahme werden, so das Fazit der Forscher.

Klimaforscher fürchten Eisschmelze in der Ost-Antarktis - Meeresspiegel würde stark ansteigen

Die Arktis ist von der globalen Erwärmung besonders betroffen. Das vermeintlich ewige Eis beginnt zu schmelzen. Am Südpol galt die Situation lange Zeit als stabil, doch jetzt warnen deutsche Klimawissenschaftler vor einer fatalen Eisschmelze im Wilkes-Becken in der Ostantarktis. Dabei soll es sich um einen sogenannten Eiskorken handeln, der im Falle seines Abschmelzens einen unaufhaltsamen Prozess auslösen würde.

Einmal "gezogen", würde das Becken sich wie eine gekippte Flasche entleeren. Das gesamte Eisfeld südlich von Australien könnte allmählich ins Meer fließen. Innerhalb von mehreren tausend Jahren würde der Meeresspiegel dadurch um drei bis vier Meter ansteigen.

Einer Computersimulationen der Wissenschaftler zufolge könnten durch diesen Vorgang Küstenstädte wie New York, Tokio, Mumbai und Dublin überflutet werden. Die Experten fürchten, dass sich die Voraussetzungen schon in den nächsten 200 Jahre so sehr verändern könnten, dass der "Eiskorken" schmilzt. Sollte diese Entwicklung einmal beginnen, sei sie nicht mehr aufzuhalten, vermuten die Klimaforscher.

Forscher bezweifeln Faustregel für den Klimawandel

Seitliche Aufnahme, Welle im türkisen Meer kommt aufs Land zu
Barrel © Felipe Oliveira - www.fotolia.de

Eine Grundregel für den Klimawandels lautet: Trockene Regionen werden trockener, feuchte dagegen feuchter. Auf Englisch klingt es noch einprägsamer: Dry gets drier, wet gets wetter (DDWW).

Doch Schweizer Wissenschaftler stellen genau diese Formel jetzt in Frage, denn sie erfasse zwar hervorragend die klimatischen Veränderungen auf den Ozeanen, nicht aber diejenigen auf dem Land.

Abweichende Ergebnisse

Die Forscher verglichen dafür Daten aus der Zeit von 1948 bis 1968 und von 1984 bis 2004. Dabei konnten sie bei drei Vierteln der Landflächen kein eindeutigen Trend zu trockenerem oder feuchterem Klima feststellen.

Beim letzten Viertel ließ sich zwar ein solcher Trend erkennen, doch lediglich die Hälfte stimmte mit der DDWW-Regel überein, die andere Hälfte war mit ihr unvereinbar. So nahm die Trockenheit in Feuchtregionen des Amazonas, Mittelamerikas, des tropischen Afrikas oder Asiens zu. Entsprechend der Formel DDWW hätte es jedoch dort feuchter werden müssen.

Ein umgekehrter Effekt ließ sich in Trockengebieten Patagoniens, Zentralaustraliens und des mittleren Westens der USA beobachten.

Zutreffende Ergebnisse

"Feucht wird feuchter" traf dagegen auf Gebiete im Osten der USA, Nordaustraliens oder im Norden Eurasiens zu. "Trocken wird trockener" besaß dagegen Gültigkeit für die Sahelzone, die Arabische Halbinsel und für Teile Zentralasiens und Australiens.

Fazit

Die Klimaforscher kamen daher zu dem Schluss, dass man sich nicht zu sehr auf vereinfachende Grundsätze verlassen sollte, um vergangene Veränderungen bei Trockenheit oder Feuchte zu bewerten. Für die Weltmeere gelte der Grundsatz DDWW jedoch weiterhin, versicherten sie.

Klimaschützer warnen – in 30 Jahren ist es zu warm auf der Erde

Grafik Thermometer zeigt 15 Grad Celcius
Temperature of the Planet Earth. Greenhouse Effect. © ktsdesign - www.fotolia.de

Anlässlich des Klimagipfels warnen Wissenschaftler und Umweltschützer vor der Erderwärmung. Wenn der CO2-Ausstoß nicht gedrosselt wird, könnte es bereits in 30 Jahren der kritische Temperaturanstieg von 2 Grad überschritten sein. Für Mensch und Natur wird es dann gefährlich.

Nach Berechnungen des britischen Tyndall Zentrums für Klimaforschung darf die Menschheit höchstens 3.700 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen. Wird dieser Wert überschritten, erhöht sich die Temperatur auf der Erde um 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit. 2.500 Milliarden Tonnen sind aktuell erreicht – Tendenz steigend.

CO2-Emissionen müssen um fünf Prozent sinken

Um die Lebensbedingungen auf der Erde auch für künftige Generationen zu erhalten, dürfe der Temperaturanstieg nicht mehr als zwei Grad betragen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die CO2-Emissionen weltweit um fünf Prozent sinken.

Für den größten Anteil am CO2-Ausstoß ist China verantwortlich. Mit 27,7 Prozent produziert das Reich der Mitte mehr Kohlendioxid als die USA (14,4 Prozent) und die EU (9,7 Prozent) zusammen. Entgegen dem gesamteuropäischen Trend sind die Werte in Deutschland im vergangenen Jahr wieder gestiegen.

Klimawandel sorgt für mehr Blitzeinschläge - Gefahr für Waldbrände steigt

UN-Klimarat sagt häufige und stärkere Gewitter voraus - auch in Deutschland

Dunkelhaarige Frau geht unter weißem Regenschirm an Regentag durch die Stadt
Beautiful young woman with white umbrella on rainy day © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Aufgrund des Klimawandels ist mit einer Zunahme von Blitzen zu rechnen. Aktuelle Studien zeigen, dass allein in den USA mit jedem zusätzlichen Grad auch die Zahl der Blitze im Durchschnitt um zwölf Prozent steigt.

Weltweit sollen die Blitzaktivitäten im 21. Jahrhundert um bis zu 50 Prozent zunehmen. Die Funkenentladungen rufen nicht nur Überspannungsschäden hervor, sondern sind auch eine der wichtigsten Ursachen für zahlreiche Wald- und Steppenbrände.

Gründe für den Blitz-Anstieg

Zwei Faktoren geben den Ausschlag für diese Entwicklung: die Niederschlagsrate und die verfügbare Energie, um Luft in die Höhe steigen zu lassen. Die Kombination dieser beiden liefert nach Ansicht von US-Forschern eine plausible Erklärung für die gestiegene Häufigkeit von Blitzen.

Zudem komme es durch das vermehrte Auftreten von starken Aufwinden zu einem höheren Energiepotenzial für Gewitter und Hagelstürme . Dies würden Wetteraufzeichnungen belegen.

Stärkere Gewitter auch in Deutschland

Der aktuelle Report des UN-Klimarats IPCC sagt für alle untersuchten Weltregionen einen Trend hin zu stärkeren Gewittern voraus. Auch in Deutschland sei in Zukunft des Öfteren mit heftigen Unwettern zu rechnen. Besonders betroffen sollen demnach der Südwesten Bayerns und die Schwäbische Alb sein.

In der Regel treten Blitze eher in bergigen Regionen auf, im norddeutschen Tiefland gehen kaum Gewitter nieder. Gebirge bewirken das Anheben feucht-warmer Luft, das Gewitterrisiko steigt. Der Klimawandel dürfte diese Tendenz noch verstärken.

Klimawandel entfacht immer mehr Waldbrände

Weltweit ist eine verheerende Erhöhung der Anzahl von klimabedingten Waldbränden zu beobachten

Feuerwehrmann löscht Feuer, Brand mit Schlauch
Feuerwehr - Feuerwehrmänner löschen Brand © Kzenon - www.fotolia.de

Die Zahl der Waldbrände hat sich in den letzten 35 Jahren weltweit stark erhöht. So hat sich nach Angaben von Wissenschaftlern vom US Forest Service in Missoula (Montana) die Feuersaison in diesem Zeitraum um im Schnitt 18 Prozent verlängert. Außerdem hat sich die gefährdete Landfläche stark vergrößert.

Verlängerte Feuersaison

Betroffen sind alle Kontinente, in denen es zu Waldbränden kommt. Ausgenommen von dieser Entwicklung ist lediglich Australien. Große Veränderungen stellten die Experten vor allem in dem subtropischen Grasland und den Savannen in Ostafrika fest sowie im Buschland entlang der Mittelmeerküste. In den tropischen und subtropischen Wäldern und den Savannen Südamerikas verlängerte sich die Feuersaison um durchschnittlich 35 Tage.

Mehr Brennmaterial und höhere Temperaturen

Durch die globale Klimaerwärmung ist es vielerorts heißer und trockener geworden – und trockenes Holz brennt besser als feuchtes. Zudem lässt der steigende Kohlendioxidgehalt der Luft Pflanzen besser wachsen.

CO2 ist das Atemgas der Flora. Dadurch entsteht immer mehr Biomasse auf der Erde und damit auch mehr Brennmaterial. Auch die Feuer selbst verstärken noch die Erwärmung und führen so zu noch mehr Bränden.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: thermometer © Feng Yu - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Polar Bear © lassedesignen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: digital weather station © Kostyantyn Malinovskyy - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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