21. Juni 2011
Das Verfassen eines Beileidsschreibens ist eine schwierige Angelegenheit. So will man sein Beileid angemessen und einfühlsam bekunden, ohne dem Trauernden aber zu nahe zu treten oder in klischeehafte Äußerungen abzurutschen. Doch welche Tipps können dabei helfen, ein Trauerschreiben zu verfassen, welches diesen Zielen gerecht wird?
Zunächst einmal gibt es einige formale Kriterien, welchen ein gelungenes Beileidsschreiben gerecht werden sollte. So sollte ein Beileidsschreiben stets gesondert abgesandt werden. Ein absolutes Tabu ist es hingegen, dem Beileidsschreiben andere Nachrichten anzuhängen. Darüber hinaus sollte das Briefkuvert weiß und ohne schwarzen Rand sein. Briefe mit einem schwarzen Trauerrand darf nur das Trauerhaus selbst verschicken, nicht aber Personen, welche lediglich ihr Beileid bekunden. Bei den formalen Kriterien ist es letztlich noch ratsam, das Beileidsschreiben handschriftlich und nicht mit dem PC zu verfassen. Dies wirkt viel persönlicher und ist in einem solchen Fall definitiv angebracht.
Weitaus schwieriger gestaltet sich dann schon das Verfassen eines gelungenen Inhalts. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es schlicht keine Standardformulierungen für ein gutes Beileidsschreiben gibt. Vielmehr hängt der Inhalt des Beileidsschreibens von einer Vielzahl von Faktoren ab. So ist es unter anderem von Bedeutung, in welchem Verhältnis man persönlich zum Verstorbenen stand und ob es sich beim Todesfall um ein tragisches Unglück oder ein absehbares Ereignis handelte. Allgemein sollte bei einem solchen Schreiben aber zunächst einmal die Bekundung der Trauer im Vordergrund stehen. Dabei ist es ratsam zu betonen, warum man diese Person auch selbst vermissen und in Erinnerung behalten wird. So fühlen sich die direkten Angehörigen mit ihrer Trauer nicht allein. Darüber hinaus kann während des Beileidsschreibens auch ein Ausblick gewährt werden, wie mit dem Verlust umgegangen werden soll und was man nichtsdestotrotz vermissen wird. Sollte man den Angehörigen selbst sehr nahe stehen, dann kann zudem angeboten werden, dass man stets für sie da ist. Hierdurch wissen die Betroffenen, dass jemand da wäre, sollten sie sich doch einmal vertraulich aussprechen oder einfach nur Stunden der Ablenkung verbringen wollen. Zuletzt sollte man sich bei der Formulierung eines Beileidsschreibens auch nicht davor scheuen, emotionale und bildhafte Schilderungen einzubringen. Diese sind aber natürlich nur solange angebracht, wie sie nicht überzogen wirken und annähernd die eigene Gefühlswelt widerspiegeln.
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