23. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Ob nun Handy, Geldautomat oder Online-Banking-Portal: Ohne persönliche Identifikationsnummer, kurz PIN, geht heute in vielen Situationen des Lebens gar nichts mehr. Es mag ja noch angehen, wenn man sich eine oder zwei dieser meist vierstelligen Nummern merken muss, aber was macht man, wenn es mit der Zeit immer mehr werden?
Sie wechseln den Handy-Anbieter: Neue PIN! Die Kontokarte ist abgelaufen: Sie bekommen eine neue mit wieder einer neuen PIN. Beim Online-Banking wird Ihnen sogar von vielen Banken empfohlen, Ihre PIN in regelmäßigen Zeitabständen selbst zu ändern. Wer verliert dabei nicht irgendwann einmal den Überblick?
Die Videoüberwachungsanlage am Geldautomaten hat sicher schon so manches verdutzte Gesicht aufgezeichnet, wenn es da plötzlich heißt: "falsche Eingabe, Sie haben noch zwei Versuche". Aus den ursprünglich drei Versuchen, die man hat, um seine PIN beim Bankautomaten richtig einzugeben, wird schnell nur noch einer und dann heißt es so nett: "Karte eingezogen!" und die Kontokarte ist erst einmal futsch. Und das am besten noch im Urlaub im Ausland! Oder an der Kasse im Supermarkt: Nach drei Fehleingaben kommt regelmäßig gleich der Kaufhausdetektiv und wittert Scheckkartenbetrug – das kann sehr schnell sehr peinlich werden! Geschweige von den netten und fast hämischen Blicken der anderen Kunden, die hinter einem an der Kasse stehen.
Was also tun mit der PIN? Wer eine neue PIN erhält, wird meist im selben Schreiben dazu aufgefordert, diese sofort nach Erhalt auswendig zu lernen und anschließend das Schreiben mit der PIN zu vernichten. Kein guter Plan, wenn man die eigene Vergesslichkeit mit einkalkuliert. Zuvor Aufschreiben schadet also in jedem Fall nicht, am besten getarnt als die letzten vier Ziffern einer ganz "normalen" Telefonnummer im persönlichen Adressbuch! Da steht sie dann unter "Hans" für "Handy", "Volker" für "Volksbank" oder "Spatzi" für Sparkasse. Nur einen Fehler sollte man dabei nicht machen, nämlich die Handy-PIN im Handy-Adressbuch abzulegen: Da nützt sie einem im Bedarfsfall leider gar nichts! Und wer dann seine PUK oder SuperPIN nicht kennt, um sein Handy wieder zu entsperren, der muss eine neue SIM-Karte für sein Handy beantragen und erhält, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal eine neue PIN!
Die zwei PINs für Handy und EC-Karte kann ich mir "gerade noch so" merken. Schlimmer ist es mit den anderen Zugängen.
Nachdem mir das...
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