6. September 2011
Sanktionen sind angedrohte Strafen, welche Normen durchsetzen sollen und das Fehlverhalten einzelner Mitglieder einer Gemeinschaft bestrafen soll. Sanktionen sind dabei auch ein wichtiges Mittel in der Politik, mit welchem ebenso international operiert wird. Doch wie gestalten sich die Sanktionen auf politischer Ebene und handelt es sich dabei um ein wirkungsvolles Instrument, den weltweiten Frieden zu wahren und die Kommunikation zu fördern?
Sanktionen werden in der Politik sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene eingesetzt.
Auf nationaler Ebene richten sich diese vor allem gegen einzelne Personen oder Gruppierungen. So ist es denkbar, dass nur einem einzelnen Politiker oder auch einer ganzen Partei mit Sanktionen gedroht wird. Bei den angedrohten Sanktionen kann es sich wiederum um Ausschlüsse, Geldstrafen oder Gerichtsverfahren handeln.
Auf internationaler Ebene kommt es häufig zu Sanktionen gegen ganze Staaten, welche ein politisches Einlenken dieser nach sich ziehen sollen. Diese Drohmaßnahmen werden allerdings erst dann eingesetzt, wenn auf politischer Ebene kein vernünftiger Dialog mehr zustande kommt und sich die betroffene Nation als extrem uneinsichtig zeigt. Beispiele für solche Sanktionen auf internationalem Level können dann beispielsweise Handelsembargos sein, welche die Wirtschaft des jeweiligen Landes negativ beeinträchtigen.
Doch egal, ob eine Sanktion innerhalb eines Landes oder international eingesetzt wird, so kann sie sich stets hinsichtlich ihrer Intensität und damit politischen Brisanz unterscheiden. Die leichteste Form der Sanktion ist die subliminale Form. Wird nämlich gegen eine bestehende Norm verstoßen, so stellt bereits die hieraus entstehende Unsicherheit eine Bestrafung dar, welche als Sanktion gewertet werden kann. Darüber hinaus gibt es leichte und relativ leichte Sanktionen, welche stets eine Anpassung des Verhaltens durch eine Thematisierung des Verstoßes bedingen. Relativ schwere und schwere Sanktionen sind wiederum das Ergreifen tatsächlicher Maßnahmen, wie es bei Wirtschaftssanktionen der Fall wäre. Die ultimative Sanktion ist letztlich die Auslöschung des Individuums oder Kollektivs, welches gegen die Norm verstoßen hat. Beispiel für letzteres wäre die Androhung und spätere Umsetzung eines Atomschlags, sollte zuvor getätigten Forderungen nicht nachgekommen werden.
Insgesamt sind Sanktionen auch in der Politik ein brisantes Thema und ein Mittel, welches nur mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Letztlich sind die Androhung und Durchführung von Sanktionen noch eine Demonstration von Macht, weshalb diese in der Politik eine ganz besondere Rolle spielen.
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