Pflegebedürftig zu werden und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, ist für viele Menschen ein einschneidendes Erlebnis. Eine wichtige Rolle bei der richtigen Pflege spielt das Vertrauensverhältnis zwischen Pflegebedürftigem und Pfleger.
Unverzichtbar für eine gute Pflege ist das Vertrauensverhältnis zwischen der zu betreuenden Person und dem Pflegepersonal. Dies gilt sowohl für die ambulante als auch für die stationäre Pflege.
Aufgrund von mehreren Skandalen in Pflegeeinrichtungen, bei denen es zu erheblichen Missständen kam, wurde das Vertrauen in Pflegedienste erschüttert. Daher ist es wichtig darauf zu achten, über welche Qualifikationen und Erfahrungen die Pfleger verfügen, denn wer ständig auf Pflege angewiesen ist, muss auch unbedingtes Vertrauen zum Pflegepersonal haben können. Gutes Pflegepersonal von schlechtem zu unterscheiden, ist jedoch nicht immer eine Frage der Erfahrung. So spielen häufig auch zwischenmenschliche Beziehungen oder subjektive Empfindungen wie Sympathie eine große Rolle, um Vertrauen aufbauen zu können. Damit eine offene und ehrliche Beziehung zu den Pflegern entstehen kann, sind gute Beziehungen von elementarer Bedeutung.
Für die Pfleger ist es allerdings nicht immer einfach eine intensivere Betreuung vorzunehmen, da sie an einen vorgegebenen Zeitrahmen gebunden sind. Besser lässt sich eine individuellere Pflege durch die 24-Stunden-Betreuung gewährleisten. Dabei hält sich das Personal in den Räumlichkeiten des Pflegebedürftigen auf, wodurch es stets bei Bedarf helfen kann. Darüber hinaus können die Pfleger auch als Haushaltshilfe fungieren und auf diese Weise für Entlastung sorgen. Das Zusammenwohnen führt in den meisten Fällen dazu, dass eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Pfleger und dem Patienten aufgebaut wird.
Das richtige Pflegepersonal zu finden, ist in der heutigen Zeit allerdings nicht immer leicht. Umso wichtiger ist es, sich die Pfleger genau anzusehen. Bei der Ausbildung gibt es zumeist nur wenig Unterschiede. Diese können im Hinblick auf Arbeitserfahrung oder Weiterbildung bestehen. Oftmals muss jedoch das Bauchgefühl entscheiden, ob man Vertrauen zu dem jeweiligen Pfleger fasst, denn letztlich lassen sich menschliche Wärme und Sympathie nicht durch Zeugnisse und Zahlen ersetzen. Natürlich ist auch das Einfühlungsvermögen des Pflegepersonals sehr wichtig, denn durch die Pflegebedürftigkeit kommt es häufig zu Scham und Ängsten, die abgebaut werden müssen. Vertrauen lässt sich jedoch nur durch eine offene und ehrliche Beziehung zwischen Pfleger und Pflegebedürftigem erzielen.
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