Kulinarisch verwöhnen lassen - das Prinzip eines Leihkochs

Junge Köchin mit einem Reis- und einem Spaghettiteller in den Händen

Privat oder zur Unterstützung eines Spitzenkochs: Als Mietkoch engagiert werden

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Dienstleistung eines Leih- oder Mietkochs hat zum Inhalt, anlassbezogen im heimischen Umfeld des Auftraggebers die gewünschte Speise zuzubereiten und professionell zu servieren. Spitzenköche nehmen gerne die temporäre Hilfe von Leihköchen in Anspruch und verbessern so ihre eigene Personalsituation. Somit ist das Arbeitsumfeld eines Leihkochs sehr vielfältig. Informieren Sie sich über das Prinzip eines Leih- bzw. Mietkochs und dessen Arbeitsumfeld.

Prinzip des Leihkochs

Der Leih- oder Mietkoch ist als Selbstständiger in aller Regel ein Einzelunternehmer. Er stellt seine Dienstleistung als professioneller Koch zur Verfügung, indem er sich von den Auftraggebern buchstäblich ausleihen lässt.

Anstelle dass die Hausfrau in ihren vier Wänden das aufwändige Mehrgangmenü herstellt, damit vollauf beschäftigt und in jeder Hinsicht gebunden ist, wird dieser Aufgabenbereich leihweise, und zwar für diese eine Mahlzeit, einem externen Dienstleister übertragen.

Der muss vom Können, von seiner Erfahrung und vom gesamten Standing her in der Lage sein, in der für ihn fremden Umgebung innerhalb weniger Stunden die gewünschte Speisenfolge zuzubereiten und zu servieren. Damit ist seine Aufgabe erledigt.

Für die Nachbereitung ist das Hauspersonal des Auftraggebers zuständig. Ob Hausfrau oder Hausmann - derjenige, der für das Kochen zuständig ist, wird durch den Leihkoch komplett von der Kochtätigkeit entlastet.

Die Vorzüge eines Mietkochs

Für den Arbeit- bzw. Auftraggeber bietet das Engagieren eines Mietkochs folgende Vorteile:

  • Er muss nur die Leistungen bezahlen, die er gebucht hat
  • Er muss keine zusätzlichen Kosten begleichen, wie etwa für die Nacht-, Feiertags- oder Wochenendarbeit
  • Bei Urlaub oder Krankheit müssen keine Lohnzahlungen getätigt werden
  • Der Koch arbeitet auf Rechnungsbasis als Selbstständiger
  • Es muss keine Anmeldung bei der Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse getätigt werden
Ein Leihkoch hat viele Vorteile für den Auftraggeber
Ein Leihkoch hat viele Vorteile für den Auftraggeber

Kochen in Perfektion

Mit der Auftragserteilung erhält der Leihkoch klare Vorgaben. Für ihn sind persönliche Referenzen besonders wichtig. Beim erstmaligen Einsatz kennt keiner den anderen. Der Auftraggeber ist auf den Leihkoch angewiesen - man könnte auch sagen, er ist seinem Können ausgeliefert.

Der Leihkoch muss aus mehrerlei Gründen absolut fehlerlos arbeiten. Wenn ihm ein Fehler unterläuft, dann kann das für den Auftraggeber ein Grund zur Minderung oder Wandlung des Vertrages, sprich der vereinbarten Bezahlung sein.

Noch schlimmer ist jedoch die damit verbundene negative Wirkung nach außen. Niemand empfiehlt einen Leihkoch, von dessen Leistung die bewirteten Gäste berechtigterweise enttäuscht waren.

Technische Raffinesse

Neben seinem kulinarischen Können muss der Leihkoch auch technisch versiert sein. Er muss jede Küchentechnik beherrschen, weil er nicht weiß und beeinflussen kann, welcher Ausstattungsstandard ihn bei seinem Auftrag erwartet.

Und in den meisten Fällen sind die Erwartungen seines Auftraggebers sehr hoch. Der zahlt Geld dafür, dass er sich kochmäßig entlastet. Darüber hinaus möchte er in der Regel mit einem ganz besonderen Speisenangebot und der Kochidee bei seinen Hausgästen glänzen.

Leistungsdruck

Zudem muss der Leihkoch deutlich besser sowie professioneller kochen können ,als die versierte Hausfrau selbst, oder als der Ehemann, der einem Männerkochklub angehört. Schließlich wird für die exzellenten Produkte sowie für den Leihkoch ein oftmals vierstelliger Eurobetrag ausgegeben. Vor diesem Gesamthintergrund ist es nahezu garantiert, dass ein Engagieren des Leihkochs ein voller Erfolg wird, geradezu werden muss.

Als Leihkoch sieht man viele verschiedene Arbeitsbedingungen und Umfelder
Als Leihkoch sieht man viele verschiedene Arbeitsbedingungen und Umfelder

Vielseitiges Arbeitssprektrum als Leihkoch

Das Arbeitsspektrum eines Mietkochs ist so vielfältig wie vielseitig. Er ist überall dort einsetzbar und auch gefragt, wo das Können eines Spitzenkochs gefragt ist. Für alle Auftraggeber ist das Interessante daran der anlassbezogene, meistens einmalige oder höchstens temporäre Einsatz.

Ein Auftrag wird erteilt und ausgeführt. Der Leihkoch berechnet die vereinbarte Leistung und erhält sie termingerecht bezahlt. Für keine der beiden Seiten gibt es irgendwelche weiteren Verpflichtungen - weder Arbeitnehmerrechte noch Arbeitgeberpflichten.

Der Leihkoch hat seine selbstständige Tätigkeit als Gewerbe bei der örtlichen Gemeinde angemeldet. Seine betriebsbedingten Ausgaben sind steuerlich abzugsfähig und mindern die jährliche Steuerlast.

Der Leihkoch kann seinerseits, ebenfalls auf selbstständiger Basis, Urlaubs- sowie Krankheitsvertretungen in Unternehmen wie

anbieten - praktisch überall dort, wo sein Können gefragt ist und eine Vakanz besteht. Er kann darüber hinaus auch Spitzenköchen auf seinem Level und Niveau bedarfsgerecht assistieren oder sie vertreten. Zudem können Leihköche auch vorübergehend ein Team von Köchen ergänzen, um einen größeren Auftrag ausführen zu können.

Leihköche kommen häufig auch auf Großveranstaltungen, wie zum Beispiel Messen zum Einsatz. Sie können sowohl bei der gut bürgerlichen als auch in der gehobenen Küche glänzen und zaubern Gerichte für Buffets als auch für einzelne Gerichte, zum Beispiel im Rahmen von Show Cooking.

Jeder Auftrag eine neue Herausforderung

Jeder individuelle Kochauftrag ist für den Leihkoch eine neue Herausforderung. In den meisten Fällen hat er sein Hobby, seine Leidenschaft Kochen, zum Beruf gemacht. Mit jedem Auftrag erweitert sich sein Spektrum; er wächst im wahrsten Sinne des Wortes mit seiner Aufgabe.

Das Ausleihen des Profikochs, der in den eigenen vier Wänden das gewünschte Menü zubereitet, ist in der heutigen Zeit der eigentliche Charakter des Leihkochs. Die einen leihen sich den Koch aus, um genießen zu können und nicht selbst kochen zu müssen - andere erkaufen sich mit dem Leihkoch ein Knowhow, das sie selbst nicht haben. Die Selbstständigkeit des Leihkochs ist heutzutage kein Nischenjob mehr, sondern ein attraktives Berufsbild mit Zukunft.

Der persönliche Koch immer beliebter

Reiche Hausbesitzer in der südafrikanischen Metropole Kapstadt setzen einen neuen Trend. Seit neuestem sorgt dort der eigene Koch für Gaumenfreuden aus teuren Delikatessen.

Sowohl deutsche als auch amerikanische Urlauber gelten in ihren Feriendomizilen als Hauptarbeitgeber. Auch russische Geschäftsleute greifen zu dieser Ernährungsvariante. Für den Koch bedeutet dies Luxus pur: nicht nur ein stattlicher Tagesverdienst, sondern auch ein Dienstwagen und ein Zimmer im Luxusdomizil sind garantiert. Dafür muss er allerdings nicht nur die hohe Kunst des Kochens beherrschen, sondern auch ständige Präsenz sowie höchste Diskretion gegenüber dem Arbeitgeber mitbringen.

Kreative weibliche Küchentalente für Spitzengastronomie gesucht

Junge Köchin an Kochtopf probiert Essen mit Suppenkelle
Portrait of an young attractive woman chef tasting food © gajatz - www.fotolia.de

Nach Ansicht von Küchenexperten gibt es in Deutschland zu wenig weibliche Spitzenköche. Aus diesem Grund wurde nun der Wettbewerb „Next Queen of Cuisine“ ins Leben gerufen. Er soll auch weiblichen Nachwuchsköchinnen die Möglichkeit geben, ihr Talent auf einem höheren Level zu präsentieren, damit sie am Ende ebenso wie ihre männlichen Berufsgenossen den Kocholymp erklimmen kann. Besonders die Kreativität und die Spontanität soll dabei im Vordergrund stehen.

In der Spitzengastronomie arbeiten deutlich zu wenig Frauen. Nur 8 von 274 Sternerestaurants werden von einer Frau geleitet. Grund hierfür mag die nur schwere Abstimmung zwischen Beruf und Familie sein, mit der es jeder Koch zu tun hat. Immerhin ist in der Gastronomie ein Arbeitstag mit 12 bis 16 Stunden keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Trotz alledem macht die Arbeit am Herd sehr viel Freude.

Mit dem Wettbewerb soll gezeigt werden, dass sich Familie und der Beruf der Köchin vereinen lassen

Cornelia Poletto ist eine der Spitzenköchinnen in unserem Land. Sie möchte das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Gastronomie ändern und deshalb den Wettbewerb „Next Queen of Cuisine“ ins Leben gerufen. Sie hat aus über 100 Bewerberinnen 9 Frauen ausgewählt, die ihre Kreativität am Kochtopf beweisen können.

Mit dem Wettbewerb soll nicht nur gezeigt werden, dass auch Frauen sehr gut kochen können. Vielmehr soll aufgezeigt werden, dass sich Familie und Beruf auch für eine Frau in einem solch stressigen und anspruchsvollen Job in der Gastronomie durchaus vereinen lassen. Und zwar mit einer guten Organisation und dem festen Willen, den Traumberuf Koch, den viele Frauen haben, auch auszuüben.

Grundinformationen und Hinweise zu Spitzenköchen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Closeup of young attractive female chef with dishes © gajatz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: chopping carrots © Mat Hayward - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pastry cook spreading icing sugar on tart © goodluz - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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