4. Juni 2009
Erwartet ein Paar mit Hund Nachwuchs, verhält sich der Vierbeiner nicht viel anders, als wenn schon ein Geschwister da wäre: Eifersucht ist programmiert. Bereiten Sie ihren Hund frühzeitig darauf vor, dass für ihn nicht mehr so viel Zeit bleibt wie bisher, rät die Berliner Tierpsychologin Gabriele Zuske im Apothekenmagazin „BABY und Familie“.
Reduziert man die Zeit mit dem Hund bereits einige Monate vor der Geburt, bringt er dies nicht mit dem Baby in Verbindung. Ist das Kind da, heißt die oberste Regel: Lassen Sie den Hund – egal welcher Rasse und Größe – nie unbeaufsichtigt mit dem Kind. Verbringen Eltern Zeit mit dem Baby, sollten sie den Hund dazuholen, ihn loben und mit Leckerchen belohnen. Später muss der Hund lernen, dass das Kind in der Hierarchie über ihm steht. Für ihn ist seine Familie das Rudel.
Rangniedrigere Mitglieder werden gerne einmal gepiesackt. „Lassen Sie das Kind den Hund füttern“, rät Zieske. „Wer das Futter austeilt, steht in der Rangfolge höher.“ Lernt das Kind dann auch noch, den Hund in gewissen Situationen erst einmal zu ignorieren, etwa wenn der einen Ball anschleppt, mit dem jetzt gefälligst gespielt werden soll, weiß der Vierbeiner: Das Kind steht in der Rangordnung höher. Für den Hund ist das normales Rudelverhalten. Spielkamerad bleibt das Kleine für ihn trotzdem.
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