14. Juli 2010
Die Umgebung hat einen sehr großen Einfluss darauf, wie ein Mensch sich fühlt. Triste und düstere Gegenden können daher auch dem größten Sonnenschein die Laune vermiesen. Umso verwunderlicher ist es, dass viele Klassenzimmer selbst heute noch an solch eine Umgebung erinnern. Dabei sollen Kinder hier lernen und die Weichen für ihre Zukunft stellen. Das ist unter diesen Bedingungen eine mehr als schwere Aufgabe.
Natürlich kann man nicht einfach für jede öffentliche Schule einen Innenarchitekten engagieren, der aus den Räumlichkeiten das Beste herausholt. Die Staatskassen sind leer, eine Tatsache, mit der sich auch Eltern und Kinder abfinden müssen. Mit den tristen, grauen Wänden und abgesplitterten Bänken braucht sich jedoch niemand abzufinden. Schon mit sehr wenig finanziellen Mitteln lässt sich aus einem hässlichen Klassenraum eine richtige Wohlfühloase zaubern, vorausgesetzt, man hat genügend helfende Hände mit an Bord.
Zuerst einmal sollte man sich vertrauensvoll an den Kunst- oder Handarbeitslehrer wenden. Er oder sie hat in seinem Werkraum mit Sicherheit noch ein paar Papier- oder Stoffreste, die man für die Verschönerung des Klassenzimmers verwenden kann. Wenn alle Eltern und Kinder auch zuhause nach übrig gebliebenen Bastelmaterialien und Farben suchen, hat man bald einen beträchtlichen Berg zur Verfügung.
Am allerwichtigsten ist es, das Flair des Raumes grundlegend zu ändern. Mit den Farbresten dürfen die Kinder ihre Bänke bemalen und so hässliche Kritzeleien verschwinden lassen. Aus verschiedenen Stoffen können Vorhänge für die Fenster angefertigt werden. Bevor man die guten Stücke aufhängt, sollte man sich jedoch unbedingt bei der Schulleitung erkundigen, ob die Gardinen nicht eventuell gegen die Brandschutzvorschriften der Schule verstoßen.
Es kommt übrigens nicht darauf an, dass Stühle, Tische und Vorhänge farblich besonders gut miteinander harmonieren. Je bunter, desto besser. Die Kinder freuen sich auf jeden Fall über solch ein farbenfrohes Klassenzimmer.
Um dem neu erschaffenen Raum den letzten Schliff zu geben, können Basteleien und Mobile der Kinder an die Fenster gehängt werden.
Pflanzen lassen jedes Zimmer gleich viel einladender wirken. Vielleicht gibt es eine Familie, die ein paar Ableger sponsern kann, aber auch der Blick in den Schulgarten lohnt sich.
Selbstverständlich sind die Kinder später selbst dafür verantwortlich, dass die Gewächse nicht eingehen. In den meisten Klassen funktioniert das ganz gut, sofern ein fester Plan für das Gießen aufgestellt wurde.
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