Binet-Simon-Test

Durch unterschiedliche Testverfahren lässt sich die Intelligenz einer Person feststellen. Dazu zählt u.a. auch der Binet-Simon-Test. Dieser Test wurde entwickelt, um unterschiedliche Resultate aufgrund von zu spezifischen Testverfahren zu vermeiden. Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Binet-Simon-Test.

Merkmale des Binet-Simon-Tests

Als erster qualitativ hochwertige Intelligenztest gilt der 1905 entwickelte Binet-Simon-Test. Benannt wurde er nach seinen Erfindern, den französischen Psychologen Alfred Binet (1857-1911) und Theodore Simon (1872-1961).

Das Problem bei den vorherigen Intelligenztests bestand darin, dass sie vollkommen unterschiedliche Resultate hervorbrachten. Binet hielt diese Tests für zu spezifisch. Daher entwickelte er ab 1904 gemeinsam mit Theodore Simon einen allgemeineren Test.

In Frankreich wurde im Jahr 1882 die Schulpflicht eingeführt. Waren Kinder vom gängigen Schulunterricht überfordert, verwies man sie nach einem subjektiven Urteil seitens der Lehrer an eine Sonderschule. Für eine objektivere Einschätzung folgte die Beantragung eines entsprechenden Tests, an dem auch Binet mitwirkte.

Der Test beinhaltet 67 Aufgaben
Der Test beinhaltet 67 Aufgaben

Testablauf

Der Binet-Simon-Test setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Aufgaben zusammen. Die Zahl der Aufgaben, die die Testperson löst, addiert man zu einem Punktwert zusammen.

Bei den Testaufgaben handelt es sich meist um einfache Fragen und alltägliche Probleme. Aber auch mathematische oder logische Aufgaben wie das Ergänzen von Zahlenreihen sind Bestandteil des Tests.

Binet legte Wert darauf, dass sich die Testaufgaben erst ab einem bestimmten Alter lösen ließen. Auf diese Weise sollte das Lebensalter im Populationsdurchschnitt mit dem Intelligenzalter übereinstimmen. So mussten zum Beispiel 8-jährige Kinder rückwärts von 20 bis 0 zählen, während 11-jährige Testpersonen zufällige Wörter zu einem sinnvollen Satz bildeten.

Um das Intelligenzalter zu ermitteln, stellte man zunächst das Grundalter fest. Dabei handelte es sich um die Altersstufe, deren Aufgaben zu lösen waren. Lösten die Testpersonen zusätzlich Aufgaben aus höheren Altersstufen, addierte man diese als Monatsanteile.

Nachteile

Zu den Nachteilen des Binet-Simon-Tests gehört, dass die sprachlichen Anweisungen zum Ausführen des Tests genau verstanden werden müssen. Verstehen die Testpersonen die Anweisungen jedoch nicht genügend, schneiden sie bei dem Test schon dadurch schlechter ab.

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Quellenangaben
  • Thinking mechanisms © Sergey Nivens - www.fotolia.de
  • Mann mit Gedankenblase © Robert Kneschke - www.fotolia.de

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