1. Juli 2010
Gruppenarbeit bezeichnet eine Unterrichtsmethode, die insbesondere in der Schule von Bedeutung ist. Während im Frontalunterricht der Lehrer die Rolle des Alleinunterhalters einnimmt, werden die Schüler im Rahmen von Gruppenarbeiten aktiv eingebunden. Doch wie jede Unterrichtsmethode hat auch die Gruppenarbeit sowohl Vor- als auch Nachteile.
Gruppenarbeit macht vor allem dann Sinn, wenn es um die Förderung und Schulung des Sozialverhaltens der Schüler geht. Das Arbeiten im Team erfordert mehr Disziplin als beispielsweise Stillarbeit. Zudem wird ein hohes Maß an Kompromiss- und Kommunikationsbereitschaft verlangt. Die größte Hürde stellt aber - insbesondere für junge Schüler - das Einhalten von Gruppenregeln dar.
Die Methode Gruppenarbeit bietet den Kindern die Möglichkeit, sich ein Bild davon zu machen, mit welchen Strategien ihre Mitschüler arbeiten und lernen. Diese Strategien können als Anregung für die eigene Herangehensweise an Aufgaben dienen. Das Lernen von den eigenen Mitschülern kann zudem eine Abwechslung zu dem alltäglichem Lernen vom Lehrer sein.
Für den Lehrer hat Gruppenarbeit den Vorteil, dass er den Raum und die Zeit hat, Schüler und deren Arbeitsverhalten intensiv beobachten und analysieren zu können. So werden individuelle Schwächen und der Förderbedarf einzelner Schüler erkannt. Auch Auffälligkeiten im Sozialverhalten können schneller ersichtlich werden.
Abhängig von der jeweiligen Situation in einer Klasse kann die Methode Gruppenarbeit sich aber auch als unsinnig herausstellen. Nachteile haben vor allem Schüler, die in der Klasse ausgegrenzt werden oder sehr kommunikationsschwach sind – sei es aufgrund von Sprachproblemen oder extremer Schüchternheit. In einer solchen Situation kann es bei Kindern zu einer totalen Arbeitsverweigerung kommen, was für den Lernfortschritt nicht förderlich ist, diesen sogar unter Umständen hemmt.
Ein weiteres Problem ergibt sich aus der oft einseitigen und unfairen Rollenverteilung während einer Gruppenarbeit. Werden die Rollen des Gruppenleiters, des Protokollführers oder des Referenten nicht vom Lehrer vorgegeben, ist die Gefahr groß, dass die Verteilung immer gleich ausfällt. Sprüche wie "Du schreibst so schön" oder "Du kannst am besten vor der Klasse reden" sind nicht selten und richten sich immer an dieselben Schüler.
Auch für den Lehrer hat Gruppenarbeit nicht nur Vorteile. Zum einen ist diese Methode sehr arbeitsintensiv in der Vorbereitung, zum anderen entsteht oft kein aussagekräftiges oder brauchbares Endergebnis. Problematisch kann auch das Zeitmanagement werden: Der Lehrer kann sich gezwungen sehen, die Gruppenarbeit zu unterbrechen oder noch vor Fertigstellung abzubrechen.
Egal ob in der Schule, im Studium oder im Berufsleben, diese Regeln helfen bei der erfolgreichen Gruppenarbeit: http://www.peterglowka.de/5-re...
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