Beim Fernunterricht steht der Lernende in keinem direkten Kontakt zum Lehrenden, sondern vermittelt sich sein Wissen über Literatur, Software oder ähnliches. Ziel eines solchen Fernlehrgangs kann z.B. das Nachholen eines Bildungsabschlusses sein.
In der jetzigen Zeit gewinnt Fernunterricht immer mehr an Bedeutung. Noch nie war die Erfordernis lebenslangen Lernens und ständiger Weiterbildung so groß wie heute.
Die persönliche Lebenssituation und die rasant steigenden Anforderungen sowie die schnellen Veränderungen spielen dabei eine Rolle. Fernunterricht ermöglicht Bildung trotz Berufstätigkeit und eröffnet Möglichkeiten, um gleichzeitig Familie, Ausbildung und Erwerbstätigkeit in Einklang zu bringen. Einen großen Vorteil bietet die freien Zeiteinteilung und der Lernende bleibt ortsunabhängig.
Für Mütter mit Kindern stellt diese Art der Weiterbildung oftmals die einzige Chance dar, um beruflich weiter zu kommen oder einen Abschluss nachzuholen. Gerade dies verschafft dem Fernunterricht seine Attraktivität. Jeder bestimmt sein Lerntempo selbst, der Unterricht gestaltet sich flexibel. Der Unterrichtsstoff kommt als Lehrbrief zum Schüler oder Studenten.
Die Teilnehmer absolvieren einzelne Etappen der Aus- oder Weiterbildung in Form von Übungen, Kontrollen und Aufgaben, die per Brief oder online an den Mentor geschickt und von diesem korrigiert und bewertet werden. Sowohl private als auch öffentliche Bildungseinrichtungen bieten Fernlehrgänge an. Das breite Spektrum umfasst sowohl berufsbildende Lehrgänge als auch die Vorbereitung auf einen Fachschulabschluss sowie zahlreiche Kurse für spezielles Fachwissen im technischen, betriebswirtschaftlichen und kreativen Bereich, ebenso auch für Büroorganisation, Sprachen und das persönliche Hobby.
Es gibt in Deutschland die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht. Diese überwacht die staatliche Zulassung von beruflichen Fernlehrgängen und begutachtet die Anbieter. Außerdem sorgt sie für die Einhaltung des Fernunterrichtsschutzgesetzes sowie für die Anerkennung von neuen Fernlehrgängen und prüft diese auf ihre Eignung.
Wer sich Gewissheit verschaffen will, welcher Bildungsweg der richtige ist und wie sich das gesteckte Ziel effektiv erreichen lässt, kann sich an die Zentralstelle wenden. Auch die einzelnen Anbieter geben zahlreiche Informationen von Prospekten, Broschüren und Internetseiten bis hin zu Lehrbriefen für Probelektionen oder ein zeitlich begrenztes Probestudium.
Es lohnt sich, auch die Kosten zu vergleichen, nach Fördermöglichkeiten zu fragen oder eine betriebliche Weiterbildung in Erwägung zu ziehen.
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