29. Juni 2010
Viele Schüler meinen, dass ihnen nur mit dem Abitur alle Wege offen stehen würden. Tatsächlich ist die allgemeine Hochschulreife der leichteste Weg, um seine beruflichen Träume zu verwirklichen. Sie führt ohne Umwege direkt zum Ziel, wodurch man sein Studium vergleichsweise stressfrei beginnen kann. Wer unbedingt an einer Fachhochschule studieren möchte, jedoch kein Abiturzeugnis in Aussicht hat, der kann die gewünschte Zulassung auch auf viele andere Wege bekommen.
Fachhochschulen verstehen sich als akademische Einrichtungen mit Praxisbezug. Anders als bei einer Ausbildung beschäftigt man sich hauptsächlich mit der Theorie, erweitert sein Wissen und lernt wissenschaftliche Forschungsmethoden kennen. Allerdings ist jede Lerneinheit auf die spätere Anwendung im Beruf ausgerichtet. Man lernt also tatsächlich fürs Leben und nicht nur für das Diplom.
Daher hat man an einigen Fachhochschulen auch die Möglichkeit, mit einem Meisterbrief immatrikuliert zu werden. Allerdings muss der Bewerber wirklich ausgezeichnete Zensuren und ein ausdauerndes Engagement vorweisen können, um auch wirklich eine Zulassung zu erhalten.
Ein anderer Weg führt über die Fachoberschule. Schließt man diese erfolgreich ab, so erhält man die Fachhochschulreife, mit der man an einer Fachhochschule, nicht aber an einer Universität studieren kann. Viele Gymnasiasten wählen den Weg über die so genannte FOS, wenn sie auf dem Weg von der Mittleren Reife bis zum Abitur scheitern. Aber auch andere Schüler, die ihre Schullaufbahn noch nicht beenden möchten, entscheiden sich für eine Fachoberschule.
Am einfachsten ist die Bewerbung natürlich mit dem Abitur. Hier kann man sich sicher sein, dass der Nachweis in jedem Fall anerkannt wird. Liegt eine Zulassungsbeschränkung auf dem Studiengang, so haben Abiturienten teilweise bessere Chancen, selbst wenn sie einen schlechteren Schnitt haben.
Hat man sich für ein Studium an einer Fachhochschule entschieden, so sollte man auch möglichst schnell einen bestimmten Studienort wählen. Die Institute haben abgesehen vom Schulabschluss teilweise sehr unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen, über die man sich so früh wie möglich informieren sollten. Häufig wird beispielsweise ein Vorpraktikum in einem artverwandten Beruf gefordert. Kann man die Bescheinigung bei der Immatrikulation nicht vorweisen, so darf man sich auch nicht einschreiben.
Außerdem sollte beachtet werden, dass der Bewerbungsschluss bei den Fachhochschulen etwas früher ist als bei den Universitäten. Außerdem können sich Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern ergeben.
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