28. Juli 2010
Fachabiturienten haben vielfältige Berufsmöglichkeiten. Mit ihrem Abschluss können sie sich an jeder Fachhochschule einschreiben und später in zahlreichen Berufsfeldern tätig sein. So werden an Fachhochschulen u.a. Ingenieure, Sozialpädagogen, Techniker oder Betriebswirtschaftler ausgebildet. Ein Fachabitur ist also keineswegs ein minderwertiges Abitur, sondern bietet trotz kürzerer Ausbildungsphase ebenso gute Perspektiven.
Als Fachabitur wird umgangssprachlich der Erwerb der Fachhochschulreife bezeichnet. Dieser Abschluss erfordert den Besuch der Oberstufe bis zur 12. Klasse und anschließend ein in der Regel einjähriges Berufspraktikum. Mit dem Fachabitur kann man sich für jedes Studienfach an deutschen Fachhochschulen und für ausgewählte Fächer auch an Universitäten einschreiben. Schwierig wird es, wenn man im Ausland studieren möchte. Da die in Deutschland erworbene Fachhochschulreife nicht in allen Ländern anerkannt wird, gibt es hier Einschränkungen.
Das Studium an einer Fachhochschule eröffnet Absolventen Berufsaussichten insbesondere im sozialen, technischen oder wirtschaftlichen Bereich und endet mit einem Diplom- oder Bachelorabschluss. Viele Fachhochschulen haben sich auf einen Bereich spezialisiert. Je nach Institution und Fach gibt es Zulassungsbeschränkungen. Wer den erforderlichen Notendurchschnitt nicht vorweisen kann, muss unter Umständen mehrere Semester auf einen Studienplatz warten.
Fachabiturienten können an sozial ausgerichteten Fachhochschulen u.a. Sozialpädagogik bzw. soziale Arbeit oder Sozialmanagement studieren. Mit einem Abschluss in Sozialpädagogik kann man in den verschiedensten sozialen Bereichen tätig werden. Berufsperspektiven bieten sich z.B. in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, in Beratungsstellen, bei der Familienhilfe oder in Heimen bzw. Wohngruppen. Absolventen aus dem Fachbereich Sozialmanagement sind in ihrem Beruf z.B. für betriebswirtschaftliche Fragen, die Finanzierung oder die Öffentlichkeitsarbeit sozialer Organisationen zuständig.
An technischen Fachhochschulen werden Ingenieure, Architekten, Informatiker oder auch Elektrotechniker ausgebildet. Während Ingenieure und Architekten später vor allem die Führung und Kontrolle auf Baustellen übernehmen, forschen und entwickeln Informatiker in der Informationstechnik. In diesem Bereich gibt es zudem gute Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Eine forschende Aufgabe haben auch Elektrotechniker. Sie beschäftigen sich z.B. mit der technischen Entwicklung von elektrischen Maschinen.
Allgemein sind die Berufsmöglichkeiten mit dem Fachabitur nicht nur vielfältig, sondern auch aussichtsreich. In der Regel verfügen Fachhochschulabsolventen nämlich über mehr Praxiserfahrung und können mehr einschlägige Praktika vorweisen als Hochschulabsolventen. Viele Arbeitgeber aus Bereichen, die sowohl an der Fachhochschule als auch an der Universität studiert werden können, bevorzugen daher Absolventen der Fachhochschule.
Architektur lohnt nicht, nicht nachverfolgen!!!!!!!
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