15. September 2009
Von Viola Reinhardt
Ob ein beruflicher Konkurrent, ein verschmähter Liebhaber, eine abgeblitzte Flirtpartnerin oder auch ein hinterhältiger Kollege-Personen, die einen mit Cyber-Mobbing versuchen fertigzumachen, gibt es aus allen Richtungen und Lebensbereichen. Manchmal kommt man hinter den Initiator des Internet-Verleumdungsaktes, doch oft bleiben die Täter unerkannt. Neben starken psychischen Belastungen, kann ein Cyber-Mobbing jedoch auch den finanziellen Ruin und private Katastrophen bedeuten. Erfahren Sie hier, wie Sie sich am besten davor schützen können im weiten Netz des Internets auf Erotikseiten zu landen oder in den Dreck gezogen zu werden.
Heutzutage ist es ganz normal, dass man auf unterschiedlichen Internetplattformen sein Profil einstellt. Ob man hierbei bei Facebook, SchülerVZ oder Lokalisten dieses Profil erstellt - Vermeiden Sie es, dieses öffentlich zu machen und klicken Sie stets "privat" an. Somit können Sie zumindest für viele Menschen einen ersten Riegel davor schieben private Daten einsehen zu können.
Ebenfalls auf derartigen Seiten und in vielen Chats, gibt es die Möglichkeiten "Freunde" zu haben. Auch hier sollten Sie sehr gut abwägen, wenn Sie als Freund betrachten und wen nicht, denn in der Regel sind die Profile dann so erstellt, dass Freunde sowohl private Daten als auch Fotos einsehen können.
Werden Sie ständig mit Mail oder Dialoge belästigt, dann sollten Sie zunächst denjenigen bei den Inhabern der Seite melden und anschließend den Button "Ignorieren" oder "Blockieren" anklicken. Manchmal meldet sich derjenige wieder mit einem neuen (Nick-)Namen an, doch das werden Sie relativ rasch bemerken und sollten stets die gleiche Vorgehensweise wählen.
Entdecken Sie bestimmte Seiten auf denen jemand ganz gezielt "Stimmung" gegen Sie macht, dann sollten Sie umgehend den Betreiber der Seite informieren. Dasselbe gilt übrigens auch für Fotos, die Sie selbst nicht eingestellt haben, denn hier ist der Betreiber verpflichtet, diese umgehend von seinen Seiten zu entfernen.
Werden Sie gezielt gemobbt, dann heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Reagieren Sie keinesfalls auf beleidigende oder aggressive Anschreiben. Dies gilt auch für Mails, die Sie per privater Mail erhalten. Cyber-Mobber wollen genau das erreichen: Eine Reaktion von ihrem Opfer. Nehmen Sie ihnen sowohl den Spaß als auch den Wind aus den Segeln, in dem Sie in keiner Art und Weise auch nur irgendeine Reaktion darauf zeigen.
Viele Mobbing-Opfer, egal ob im realen oder virtuellen, verschweigen vor ihren Freunden und Familienangehörigen die Angriffe des Täters. Das ist vollkommen falsch, denn nur mit einer offensiven Haltung werden Sie nicht nur Verleumdungen standhaft begegnen können, sondern auch viel ruhiger und gelassener mit der Situation umgehen können. Täter gehen in der Regel davon aus, dass ihre Opfer schweigen und somit nicht nur leiden, sondern mitunter auch ihren Erpressungen unterliegen.
Erpressungen, Nötigungen und Beleidigungen sind auch über das "geschriebene Wort" des Internets in Deutschland strafbar! Melden Sie derartige Vorfälle umgehend der Polizei und erstatten Sie Anzeige. Dies gilt besonders auch dann, wenn Sie wissen wer sich hinter dem Cyber-Mobbing versteckt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
13.02.12 | |
![]() | MOBBING |
10.02.12 | |
![]() | MOBBING |
22.01.12 | |
![]() | MOBBING |
20.01.12 | |
![]() | MOBBING |
18.01.12 | |
![]() | MOBBING |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Mobbing Forum


Das Buch Mobbing am Arbeitsplatz von Monika Holzbecher.