1. Februar 2010
Beim Curling handelt es sich um eine auf dem Eis gespielte Wintersportart, die in etwa mit dem Boulespiel oder dem Boccia verglichen werden kann. Fälschlicherweise jedoch wird das Curling häufig mit dem Eisstockschießen verwechselt. Die Grundregeln des Curlings haben wir für Sie zusammen gefasst.
Zwei Teams mit je 4 Spielern treten gegeneinander an. Das Ziel des Spiels ist es, die einzelnen Curlingsteine so nah als möglich an den Mittelpunkt eines auf der Eisbahn markierten Zielkreises zu spielen. Damit zählt Curling zu den Präzisionssportarten. Es beinhaltet viele taktische Varianten und Raffinessen.
Das Curling ist unterteilt in verschiedene Spielabschnitte, die so genannten Ends. Während eines Ends bewegt jeder der Spieler zwei seiner Steine in die Richtung des Hauses, also des Zielkreises. Dabei wird abwechselnd gespielt. Die besondere Kunst beim Curling ist es, die Geschwindigkeit und Richtung des Steins abzuschätzen. Mit in die Überlegungen einbezogen werden müssen auch die bereits auf dem Feld vorhandenen Steine. Ist eine Spielrunde gespielt, wendet man sich dem house auf der gegenüber liegenden Spielfeldseite zu. Die meisten Punkte erzielt die Mannschaft, deren Steine dem Mittelpunkt des Zielkreises nach dem jeweiligen End am nächsten sind.
Eine sehr wichtige Spielregel ist "das Recht des letzten Steins". Es ermöglicht der jeweils berechtigten Mannschaft, zum Schluss der Spielrunde noch einen letzten Stein zu bewegen und Punkte zu schreiben. Das Recht des letzten Steins wird vor dem Spiel für das erste End ausgelost. Im Spielverlauf wechselt das Recht des letzten Steins. Es obliegt jeweils der Mannschaft, die das voran gegangene End verloren hat.
Während des Spiels können Steine durch eigene oder gegnerische Steine geschützt werden. Hier treten die Regeln des Guard (schützen) und des Bump (anstoßen) in Kraft. Die Regeln des Guard und Bump sind sehr komplex und können zudem je nach Spielform variieren.
Das erlaubte Wischen: Wird das Eis unmittelbar vor einem Stein mit einem Besen gewischt, so verringert sich dadurch die Krümmung seiner Bahn. Damit kann sich der Stein besser und weiter fort bewegen. Somit ist das Wischen eine effektive Methode, den Weg des Steines zusätzlich zu bestimmen und zu lenken. Gewischt werden darf jeweils nur vor einem Stein der eigenen Mannschaft, ohne dass dieser jedoch dabei berührt werden darf.
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