Eisiges Spielvergnügen: die Spielregeln des Curlings

Nahaufnahme Eisstöcke und Laufsohle auf Eis

Die Curlingsteine müssen möglichst nah an den Mittelpunkt eines auf der Eisbahn markierten Zielkreises gespielt werden - das Wischen stellt eine wichtige Technik dar

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  • von Paradisi-Redaktion

Seit Jahrhunderten spielen Menschen Curling. Und das, obwohl es nicht nur ein paar willige Spieler, sondern zudem einen speziellen Stein aus Granit, Besen und eine absolut ebene Eisfläche braucht.

Curling ist ursprünglich eine Sportart für die eisige Jahreszeit. Es wird

  • im Freien auf Natureis oder
  • in Curlinghallen auf Kunsteis

gespielt. Curling lässt sich in etwa mit dem Boulespiel oder dem Boccia vergleichen. Fälschlicherweise jedoch wird es häufig mit dem Eisstockschießen verwechselt.

Ziel des Spiels

Zwei Teams mit je vier Spielern treten gegeneinander an. Das Ziel des Spiels ist es, die einzelnen Curlingsteine so nah als möglich an den Mittelpunkt eines auf der Eisbahn markierten Zielkreises zu spielen. Damit zählt Curling zu den Präzisionssportarten. Es beinhaltet viele taktische Varianten und Raffinessen.

Je näher der Stein diesem Kreis kommt, desto mehr Punkte bekommt die Mannschaft. Gewonnen hat das Team, das nach 8 Runden die meisten Punkte sammeln konnte.

Das Spielprinzip und Regeln

Das Curling ist unterteilt in verschiedene Spielabschnitte, die so genannten Ends. Während eines Ends bewegt jeder der Spieler zwei seiner Steine in die Richtung des Zielkreises, dem so genannten House. Dabei wird abwechselnd gespielt.

Die besondere Kunst beim Curling ist es, die Geschwindigkeit und Richtung des Steins abzuschätzen; auch ist es wichtig, die bereits auf dem Feld vorhandenen Steine mit in die Überlegungen zu nehmen. Ist eine Spielrunde gespielt, wendet man sich dem House auf der gegenüber liegenden Spielfeldseite zu. Die meisten Punkte erzielt die Mannschaft, deren Steine dem Mittelpunkt des Zielkreises nach dem jeweiligen End am nächsten sind.

Wischen

Jeder Spieler lässt zwei Steine über die Eisfläche gleiten. Dafür tragen die Curler spezielle Schuhe mit Teflon-Sohlen, mit denen sie sich vom so genannten Hack abstoßen und so den Stein abspielen. Wird das Eis unmittelbar vor einem Stein mit einem Besen gewischt, so verringert sich dadurch die Krümmung seiner Bahn.

Damit kann sich der Stein besser und weiter fort bewegen. Somit ist das Wischen eine effektive Methode, den Weg des Steines zusätzlich zu bestimmen und zu lenken. Gewischt werden darf jeweils nur vor einem Stein der eigenen Mannschaft, ohne dass dieser jedoch dabei berührt werden darf.

Das Recht des letzten Steins

Eine sehr wichtige Spielregel ist "das Recht des letzten Steins". Es ermöglicht der jeweils berechtigten Mannschaft, zum Schluss der Spielrunde noch einen letzten Stein zu bewegen und Punkte zu schreiben.

Das Recht des letzten Steins wird vor dem Spiel für das erste End ausgelost. Im Spielverlauf wechselt das Recht des letzten Steins. Es obliegt jeweils der Mannschaft, die das voran gegangene End verloren hat.

Guard und Bump

Während des Spiels können Steine durch eigene oder gegnerische Steine geschützt werden. Hier treten die Regeln des Guard (schützen) und des Bump (anstoßen) in Kraft. Die Regeln des Guard und Bump sind sehr komplex und können zudem je nach Spielform variieren.

Eisfläche und Spielsteine

Die Eisfläche für das Curling hat eine Länge von etwa 43m; diese Fläche besprüht man mit Wasser. Die Wassertropfen erzeugen eine Reibung, durch die sich der Stein nach außen oder innen dreht. Diese Bewegung bezeichnet man als "Curl". Auf der Eisfläche sind Ringe und Linien aufgemalt. Über diese Linien wird der Curling-Stein gespielt.

Die Steine sind aus Granit und wiegen stolze 18 Kilogramm. Auf der Unterseite besitzen sie einen Hohlschliff, damit die Auflagefläche nicht zu groß ist.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: eisstock 6 © shreddhead - www.fotolia.de

Autor:

Sibylle Fünfstück - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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