13. Januar 2010
Sportwettkämpfe und Sportarten, die mehrere Disziplinen vereinen, liegen derzeit so stark im Trend wie noch nie. So wird beim Triathlon-Sport Schwimmen, Radfahren und Laufen in genau bestimmten Distanzen und einer festgelegten Reihenfolge praktiziert. Der Duathlon vereint meist das Laufen mit dem Radfahren, ist aber auch in Sonderfällen mit Schwimmen und Laufen zu finden. Der Biathlon verbindet den Skilanglauf mit dem Schießsport, und gilt als technisch sehr anspruchsvoll. Welche Ausrüstung dafür benötigt wird, können Sie hier nachlesen.
Beim Biathlon kommen spezielle Ganzkörperanzüge aus Funktionsmaterialien zum Einsatz. Sie liegen meist hauteng an, um den Luftwiderstand so gut es geht zu verringern. Flatternde Ärmel zum Beispiel würden die sehr schnelle Fahrt bremsen. Gewehr und Munition werden beim Skilanglauf auf dem Rücken mit transportiert. Deshalb sind die Anzüge am Rücken häufig aufgerauht, um ein lästiges Hin- und Herrutschen des Geräts zu minimieren.
Der Biathlet benötigt spezielle Langlaufski. Da meist in der Skatingtechnik gelaufen wird, kommen vor allem bei Wettkämpfen Skatingski zum Einsatz. Diese sind etwa 1,25 Kilogramm schwer und ca 5 cm breit, ihre Länge hängt von der Körpergröße des Athleten ab und ist nicht begrenzt. Durch eine spezielle Bindung wird der Langlaufschuh in der Mitte des Skis fixiert. Im Unterschied zum herkömmlichen Skifahren kann sich beim Skilanglauf der Schuh hinten vom Ski abheben. Dies optimiert den Vorschub in der Bewegung. Biathlonski haben keine Stahlkanten, dadurch sind die Abfahrten erschwert. Zur Skiausrüstung zählen auch die schulterhohen Langlaufstöcke, die wichtig für den Abstoß vom Boden sind.
Bis zum Jahr 1977 waren Großkalibergewehre im Einsatz und es wurde über die Distanzen von 100 Meter stehend und 150, 200 und 250 Meter liegend geschossen. Seit 1978 sind die leichteren Kleinkalibergewehre mit Fortnerverschluss im Einsatz. Es wird mit Kaliber .22 geschossen, das Gewicht der Gewehre liegt zwischen 3,5 und 6 Kilo. Sie sind ausschließlich manuell zu repetieren. Die Verwendung automatischer oder halbautomatischer Gewehre ist untersagt. Geschossen wird stehend sowie liegend über eine Distanz von je 50 Metern.
Die Munition ist vom Kaliber 5,62 mm. Dabei darf das Geschoss eine Mündungsgeschwindigkeit von 380 m/s nicht übertreffen. Munition und Gewehre werden meist in Kältekammern getestet, um ein Versagen des Geräts im Wettkampf bei -10 bis -15 Grad Celsius zu vermeiden und um die Flugeigenschaften besser kennen zu lernen.
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