12. Januar 2011
Dass der Jazz Dance sich bis heute behaupten kann und sich einer ungebrochenen Beliebtheit bei den unterschiedlichsten Altersgruppen erfreut, das ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen. So kann dem Jazz Dance zum Beispiel keine eindeutige Zielgruppe zugeschrieben werden. Auch seine Erscheinungsformen sind mitunter stark differenziert. Mehr über die Wandlungsfähigkeit des Jazz Dance und seinen Einfluss auf die internationale Tanzszene können Sie hier erfahren.
Ursprünglich stammt der Jazz Dance aus den USA, wo er als zeitgenössischer Gesellschafts- und Kunsttanz entwickelt wurde. Seine Wurzeln liegen jedoch direkt auf der Straße, seine Grundform wurde von vielen unterschiedlichen Nationen von Einwanderern geprägt. In seiner Entstehungszeit wurde der Jazz Dance zur Jazzmusik getanzt. Inzwischen sind die Grenzen jedoch fließend, und Jazz Dance wird auch zur Popmusik und zum Hip Hop interpretiert. In den unzähligen Fitnessstudios, die Kurse im Jazz Dance anbieten, wird meist populäre Musik aus den Charts eingesetzt, die die Hobbytänzer mitreißen und motivieren soll.
Der Jazz Dance ist stark geprägt von der multikulturellen Lebensweise in New York. Ebenso wie er westliche Anteile enthält, so finden sich auch verschiedene afroamerikanische Tänze und Elemente aus diesen Tänzen im Jazz Dance wieder. Dieser Umstand liefert auch die Basis für die vielfältige Weiterentwicklung: Jeder Kulturkreis nimmt besonders die eigenen Elemente des Jazz Dance auf und experimentiert mit diesen weiter. Auch die Sklaven aus dem Kongo und aus Westafrika trugen wandelbare Elemente bei.
Mehr und mehr vermischen sich die Tanzstile der vielen unterschiedlichen ethnischen Gruppen, und so mischen sich auch die Elemente untereinander. Nicht nur der Jazz Dance sondern auch die meisten anderen Tänze entwickeln sich also ständig weiter. Das macht diese Tanzformen interessant, denn Stagnation würde einen Rückschritt bedeuten. So fließen heute arabische, asiatische und auch indianische Tanzmuster in den Jazz Dance mit ein. Sie liefern die Anreize, aus denen sich letztlich ganz neue Tanzstile wie der Hip Hop oder der Street Dance entwickeln konnten. Auch in das Klassische Ballett dringt der Jazz Dance mit einzelnen Elementen immer mehr vor. Die Entwicklung beschleunigt sich mit der zunehmenden Globalisierung. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass der Jazz Dance seine endgültige Form bereits gefunden hat oder überhaupt finden wird.
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