Kaum etwas ist beim Pokern so wichtig wie das Poker Face um die Gegner zu bluffen. Viele greifen dabei sogar zu Hilfsmitteln wie dunklen Sonnenbrillen um eine reglose Miene zu wahren. Dass es aber auch dem gewieftesten Pokerspieler nicht gelingt, so gar keine Reaktion zu zeigen, bewiesen nun Forscher der Duke University in Durham, North Carolina, die den Zockern direkt ins Gehirn blickten.
Zunächst wurden den Probanden dabei ein Bild ihres Gegners gezeigt - egal ob Computer oder Mensch. Einem menschlichen Gegner sollten sie zusätzlich die Hand schütteln, ehe sie sich an den Tisch setzten und jeweils eine gute oder schlechte Karte erhielten. Sie bekamen dann sechs Sekunden Zeit zu entscheiden, ob sie die Karte halten oder abspielen wollten. Dabei wurde ihre Gehirnaktivität mittels funktioneller Magnetresonanztomographie erfasst.
Saßen die Probanden einem menschlichen Gegner gegenüber, zeigten sich Aktivitäten am temporoparietalen Übergang, einem Areal im Gehirn zwischen Schädel und Schläfenlappen, die es den Forschern ermöglichte, die Entscheidung des Spielers vorauszusehen. Saßen die Spieler einem Computer gegenüber, entfielen diese Aktivitäten jedoch.
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