Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft ist eine von der FIA ausgetragene Motorsportveranstaltung, in welcher Rennen für Tourenwagen auf der gesamten Welt ausgetragen werden. Als Nachfolgerin der Tourenwagen-Europameisterschaft startete die Serie mit einem Flop.
Im Jahr 1987 löste die Tourenwagen-Weltmeisterschaft die als Europameisterschaft ausgetragene Rennserie ab. Lediglich sechs Fahrzeuge gingen an den Start. Kein Wunder, dass der Titel als nicht besonders wertvoll galt. Für die gerade gestartete Rennserie bedeutete dieser Misserfolg das Aus.
Zwischen 1993 und 1995 fand das Rennen unter der Bezeichnung Touring Car World Cup statt. Im Jahr 1997 sollte es erneut eine Weltmeisterschaft geben. Grund dafür war die Erweiterung der nationalen Serie in eine internationale. Drei große Fahrzeughersteller hatten ihre Zusage erteilt, zwei davon erteilten bereits ein Jahr vor dem angedachten Rennstart aus Kostengründen ihre Absage, also wurde es auch diesmal mit der Veranstaltung nichts.
Da alle guten Dinge drei sind, gab es im Jahr 2005 noch einen Anlauf, diesmal mit dem Neueinsteiger Chevrolet. Auch andere Hersteller zeigten großes Interesse. Fahrer- und Herstellersieg gingen an BMW, das Rennen wurde im Sportfernsehen übertragen. 2006 kam es zu Veränderungen im Veranstaltungskalender. Außerdem überraschte Alfa Romeo mit seinem Ausstieg, die Nennsumme für die Einschreibung in die Herstellerwertung wurde trotzdem überwiesen. Auch Ford stieg aus der Serie aus, sagte lediglich noch technische Unterstützung zu. BMW hingegen präsentierte ein neues Modell seines 3ers. Statt sechs waren vier Zylinder verbaut. Das Konzept ging auf. BMW siegte auch in diesem Jahr.
Aufgrund des Heckantriebs der BMW-Fahrzeuge kam es 2007 zu einer Regeländerung. Nach der Einführungsrunde gab es einen fliegenden Start. Auch die Gewichtsverteilung wurde neu festgelegt. Zwei Stadtstrecken und ein ehemaliger Formel-1-Kurs ergänzten die bisherige Strecke, Monza rückte an den vorletzten Austragungsplatz. Die Umstellung bei Seat von Benzin auf Diesel sorgte nicht nur für Aufsehen, sondern auch für einen Sieg beim Rennen in Oschersleben. Volvo ging mit einem Ethanolfahrzeug an den Start.
2008 wurden 24 Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen. Am Ende siegte Seat. Im Jahr 2009 konnte Seat seinen WM-Titel verteidigen. 2010 machte sich die Wirtschaftskrise bemerkbar. Lada stieg aus, BMW ging mit nur zwei Fahrzeugen an den Start, Seat verzichtete auf den Werkseinsatz. Für 2011 gilt ein neues Reglement.
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