Steinstossen

In verschiedenen Gewichtsklassen treten die Kraftsportler bei den Wettkämpfen gegeneinander an

Das Steinstoßen ist eine sehr alte Wurfsportart, bei der unterschiedlich schwere Steine von den Sportlern weit gestoßen werden. Für das Stoßen der Quader aus Gußeisen, Kunststein oder Naturstein ist eine besonders große Schnellkraft von Vorteil.

Nahaufnahme Kieselstein im Sand
zen pebble 1 © Anthony Hall - www.fotolia.de

Zu den Disziplinen des Rasenkraftsports gehört das Steinstoßen. Damit steht es organisatorisch unter der Regie des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verbands (DRTV). Das Steinstoßen ist eine so genannte Schnellkraftdisziplin, bei der der Abwurfgegenstand mit Muskelkraft beschleunigt wird.

Der "Stein": Merkmale und Wurftechnik

Der "Stein" besteht nicht aus einem Stein, sondern aus einem Objekt, das aus Gusseisen oder Kunststein hergestellt wurde. Es besitzt die Form eines Quaders und verfügt über ein Gewicht von drei bis fünfzehn Kilogramm.

Dieser "Stein" wird mit einem Anlauf von 10 bis 15 Metern an einer Messlatte, dem Abstoßbalken, abgestoßen. Der Wurf erfolgt einarmig. Auch beim Steinstoßen werden die Athleten in Gewichtsklassen eingeteilt. Das Wiegen erfolgt vor dem Wettkampf. Sehr selten finden sich auch Wettkämpfe mit einem Steingewicht bis 50 kg.

Geschichte

Der Sport des Steinstoßens entstand schon in den Anfängen der Menschheit, wo Steine als Wurfgeschosse zur Jagd und Selbstverteidigung verwendet wurden.

Auch damals wurde schon auf Weite trainiert und Techniken zur Zielgenauigkeit entwickelt. War die Disziplin ursprünglich der männlichen Zielgruppe vorbehalten, sieht man heute auch vereinzelt weibliche Athletinnen beim Steinstoßen.

Als Spiel und Wettkampf ist das Stoßen von Steinen etwa seit dem 13. Jahrhundert überliefert. Es wird von Hirtenwettkämpfen in Basel berichtet. Ebenfalls in der Schweiz tauchte diese Sportart im 15. Jahrhundert als Nebendisziplin bei Schützenfesten auf. Ein sehr traditionsreicher Wettkampf findet seit über 200 Jahren in nahezu unverändertem Ablauf jährlich im Schweizerischen Ort Unspunnen statt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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