10. Oktober 2011
Die Billardlampe hat erst in den letzten einhundert Jahren Karriere gemacht. Die Schöpfer des Spiels nutzten Kerzen und jagten in den Abendstunden nur noch den Schatten der Kugeln hinterher. Die heutige Billardlampe muss ein Kompromiss zwischen dieser traditionellen Atmosphäre und der Spielqualität finden.
Offiziell im Regelwerk des Billard ist die Lampe nicht vorgesehen. Dies bedeutet, rein theoretisch ist jede vorstellbare Lichtquelle zugelassen. Die Praxis stellt dagegen knallharte Bedingungen an die Lichtquelle. Sie muss vor allem den gesamten Billardtisch gleichmäßig ausleuchten, um eine gleichbleibende Qualität der Spielfläche auf diese Weise zu gewährleisten. Dies heißt, das ganze Spielfeld wird gleich hell erleuchtet. Schatten sind optimalerweise so klein wie möglich gehalten. Eine Beleuchtung von der Seite oder von unten scheidet folglich aus. Die Lampe muss zentral über dem Billardtisch hängen.
Die Frage, wie hoch die Lampe über dem Billardtisch hängen sollte, wird nicht einheitlich beantwortet. Die meisten Experten empfehlen etwa 90 Zentimeter, da der Tisch 75 bis 85 Zentimeter über den Boden ragt. Zu bedenken ist dabei außerdem, dass die Spieler nicht Gefahr laufen sollten, sich den Kopf zu stoßen oder die Lampe mit dem Queue zu erwischen.
Ein weiterer Aspekt auf der Suche nach der richtigen Beleuchtung ist die Atmosphäre am Tisch, die häufig den praktischen Erfordernissen des Spiels entgegen läuft. Da Billard meist in den Abendstunden gespielt wird, soll der Tisch zwar hell erleuchtet sein, aber rund um das Spielfeld eine gewisse Dunkelheit herrschen. Die Beleuchtung muss dies leisten.
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