6. Juli 2011
Auf den amerikanischen Schulhöfen gehören Base- und Softball zu den beliebtesten Sportarten. Auch in der Bundesrepublik können sich immer mehr Jugendliche für den Sport begeistern, doch schrecken sie vor den unterschiedlichen Preisen für die Spielgeräte zurück. In einem gut sortierten Sportgeschäft kostet das teuerste Modell häufig zwölf Mal mehr als das günstigste Angebot – aber warum?
Der Baseball kennt eine strikte Geschlechtertrennung. Während die ursprüngliche Variante des Spiels von Männern praktiziert wird, üben Frauen die entschärfte Version, den Softball, aus. Neben einigen Regeländerungen (z.B. bei der Wurfhaltung oder der Größe des Spielfelds) unterscheidet sich auch das eigentliche Spielgerät. Ein Baseball hat einen Durchmesser von sieben Zentimetern, ein Softball bringt es auf zehn Zentimeter.
Beide Varianten verfügen über einen harten Kern. Beim Baseball wird für diesen Kork, Holz oder Gummi verwendet, beim Softball kommt fast ausschließlich synthetisches Material zum Einsatz. Dieses senkt den Preis des Sportgeräts. Bei beiden Varianten wird der Kern mit Rindsleder ummantelt. Manche Hersteller bieten einen Softball an, bei dem Elefantenhaut zum Einsatz kommt.
Das verwendete Material beeinflusst wesentlich die Preisgestaltung der Anbieter. Kinder,- Jugend,- und Freizeitbälle sind fast ausschließlich aus synthetischem Material gefertigt und können deshalb günstig (für deutlich unter zehn Euro pro Stück) abgegeben werden. Der Einsatz von hochwertigerem Material, wie zum Beispiel Leder, treibt die Kosten für die Interessenten in die Höhe. Ein hochwertig verarbeiteter Ball eines unbekannten Produzenten kostet zwischen 20 und 30 Euro.
In einer ähnlichen Preisspanne bewegen sich die Sportgeräte der bekannten Hersteller, bei denen zumindest in Teilen noch synthetisches Material verarbeitet wird. Bekannte Anbieter sind Firmen wie Spalding oder Nike. Die offiziellen Spielbälle der Major League Baseball werden von Rawlings geliefert. Das Unternehmen produziert in Costa Rica. Bei diesen Sportgeräten wird auf den Einsatz von synthetischem Material fast vollständig verzichtet. Der Preis pro Ball steigt auf bis zu 60 Euro.
Der Preis für einen Base- oder Softball richtet sich nach der Größe des Spielgeräts, den verarbeiteten Materialien, der Marke und dem Einsatzzweck (Privat oder Verein). Experten empfehlen Einsteigern dazu, erst einmal die günstigeren Angebote zu verwenden, um auf diese Weise die unterschiedlichen Eigenschaften der Bälle kennenzulernen, um sich dann im Laufe der Zeit an die hochwertigeren Modelle heranzutasten.
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