Training mit Schwungstab - Vorteile und Anwendungshinweise

Gelber Speer in Hand eines Sportlers
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  • von Paradisi-Redaktion

Der Schwungstab ist ein Trainingsgerät, das zur Stabilisierung wichtiger Muskelgruppen verwendet werden kann. Er wird durch die eigene Körperkraft sowie kurze Impulse in Schwingungen versetzt, welche selbst tiefere Muskelschichten trainieren.

Aufbau eines Schwungstabs

Der Schwungstab ist ein etwa 1,60 Meter langes Trainingsgerät, das hauptsächlich aus Glasfiber besteht. Dieses Material bietet einen perfekten Trainingswiderstand und ist dennoch äußerst beweglich.

Glasfiberstäbe besitzen eine lange Haltbarkeit.

Mittig ist eine Haltevorrichtung aus Holz, Kunststoff oder Gummi angebracht, die glatt oder profiliert sein kann. Je niedriger die Dämpfung des Schwungstabs im Griffbereich ist, desto größer ist die Kraftübertragung vom Stab auf den Sportler.

Einige Modelle lassen sich zum platzsparenden Verstauen auseinandernehmen. Die Spitzen des Schwungstabs sind mit Endstücken besetzt, die den Sportler einerseits vor Verletzungen schützen und andererseits die Frequenz der Schwingungen beeinflussen. An besonders hochwertigen Schwungstäben lassen sich die Endmassen verändern.

Trainingsmethoden und Wirkungsweisen

Die Anwendung des Schwungstabs ist relativ simpel, seine Wirkung hingegen sehr komplex. Der Schwungstab dient als Hilfselement zur Durchführung diverser Übungen, bei denen die Körperkraft des Sportlers ihn in Schwingungen versetzt. Diese setzen zunächst der oberflächlichen Arm- und Nacken- sowie der Rückenmuskulatur einen Trainingsreiz.

Während mit vielen anderen Trainingsgeräten nur einzelne Muskelpartien erreicht werden können, stärkt der Schwungstab den gesamten Rückenbereich. Er erfasst den Schulterblatthebemuskel, beide Rautenmuskeln, die Sägemuskel, den Trapezmuskel und den Breiten Rückenmuskel. Je nach Übung sind die einzelnen Muskelgruppen gefordert, koordiniert zusammenzuspielen.

Insgesamt wird der Körper in seiner Balance trainiert.

Zusätzlich trainiert der Schwungstab das Zusammenspiel des Zentralen Nervensystems mit den motorischen Nervenenden, da ein gewisses Rhythmusgefühl benötigt wird, um dem Stab immer wieder neue Impulse zu verleihen. Nur so lassen sich die Übungen perfekt ausführen.

Variationsmöglichkeiten

Sofern der Sportler den Trainingsrhythmus beherrscht, kann er die Auslenkung des Schwungstabs gezielt variieren. Hierdurch wird der Trainingsreiz höher oder niedriger gesetzt. Damit ein effektives Trainingsergebnis erzielt wird, sollte die Auslenkung den 40-Grad-Winkel zum Ruhezustand allerdings nie überschreiten.

Wer die Anzahl der Schwingungen innerhalb einer Übung variiert, erreicht alle Muskelschichten optimal. Jede Übung sollte relativ langsam begonnen werden, wodurch eine lange Frequenz an Schwingungen erreicht wird. Anschließend wird das Tempo gesteigert, wodurch sich die Frequenz verkürzt.

Eine Veränderung des Trainingsreizes wird ebenfalls über das Verschieben der Endmassen am Stab oder über deren Austausch erzielt. Je weiter sich die Endmassen von den Stabenden entfernen, desto intensiver ist das Trainingsniveau.

Für Neueinsteiger ist es ratsam, die ersten Übungsstunden unter fachlicher Anleitung auszuführen. Am meisten Spaß macht das Training übrigens in der Gruppe.

Wem das Schwungstabtraining zu langweilig ist, der kann die Übungen mit anderen Trainingsgeräten, beispielsweise dem Gymnastikball, kombinieren. So erhalten das Gehirn und die Muskeln immer wieder neue Anregungen und die Motivation bleibt dauerhaft erhalten.

Wer weder Zeit noch Muße zum Besuch im Fitness-Studio besitzt, der kann den Schwungstab auch zu Hause im Indoor- oder Outdoorbereich benutzen.

Grundinformationen und Hinweise zum Fitnesstraining

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Javelin in hand © cherrus - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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