23. März 2011
Wer das Tischfußballspiel im Freizeitbereich beobachtet, der wird schnell feststellen, dass viele Spieler nach ihren ganz eigenen Regeln spielen. Tatsächlich haben sich auch regionale und nationale Unterschiede im Regelwerk nach und nach unverrückbar etabliert. Manche Spieler, die Wert auf Eindeutigkeit und Korrektheit legen, spielen auch nach den offiziellen Regeln. Diese sind für den Freizeitbereich eher überschaubar. Im Profi- und Turnierbereich gilt ein umfassenderes und komplexeres Regelwerk.
Über den Ausgang des Spiels entscheidet die Zählweise. Ursprünglich wurde bis zu 6 Treffern gezählt, und die Automaten warfen pro Spiel 11 Bälle aus. Wer also mit 6 Toren in Führung lag, konnte nicht mehr eingeholt werden und war auch ohne das Ausspielen der restlichen Bälle bereits Sieger. Inzwischen sind mehr Automaten im Umlauf, die nur 9 Bälle pro Spiel auswerfen. Deshalb wird nur noch bis 5 gespielt, auch bei hochrangigen Turnieren ist dies meist der Fall.
Die Tischbelegung wird häufig über die Forder-Regel vergeben. Besonders in Kneipen gilt dieses Gesetz, damit möglichst alle Spielinteressierten auch zum Zug kommen. Haben sich zwei Partner gefunden, die den Tisch belegen möchten, können sie eines der bereits spielenden Teams ablösen. Meist wird das Team abgelöst, das gerade verloren hat. Das fordernde Team muss den Einwurfpreis für den nächsten Satz Bälle auf den Tisch legen und seinen Forder-Anspruch kund tun. Dieser Wunsch nach Spielen muss von den bereits aktiven Spielern respektiert werden. Das nächste Spiel wird von der neu hinzu kommenden Mannschaft bezahlt.
Je nach Spiel und Vereinbarung werden Torschüsse von der Mittelstange aus nicht gewertet, da sie im allgemeinen nicht haltbar sind. Es sind auch Spielvarianten im Umlauf, die solche Schüsse nur dann nicht zählen, wenn sie direkt nach dem Einwurf erfolgen. Die jeweilige Regelung muss vor dem Spiel vereinbart werden.
Für den Einwurf sind mehrere Varianten möglich. So kann der Ball auch über eine Ecke ins Spiel gebracht werden. Manche Tische verfügen auch über ein seitliches Einwurfloch.
Im Freizeitbereich wird das Kickerspiel häufig durch Spaßregeln ergänzt. Vor dem Spiel werden Strafen vereinbart, die das verlierende Team bei zusätzlicher Torlosigkeit auferlegt bekommt. Die Strafen bestehen häufig in der Ausgabe von Getränken oder in Spaßdarbietungen zur Erheiterung der Umstehenden.
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