21. April 2010
Der Orientierungslauf für Kinder ist mit dem Klassischen Orientierungslauf für Erwachsene so gut wie gar nicht vergleichbar. Die Gründe liegen auf der Hand: Kinder kann und darf man natürlich nicht demselben Stress aussetzen wie Erwachsene. Was für Erwachsene eine Herausforderung und Spaß bedeutet, kann sich für Kinder sehr schnell negativ auswirken.
Den Orientierungslauf für Kinder kennen wir in der Regel als so genannte Schnitzeljagd. Diese kann in beliebiger Form abgewandelt werden. Meist wird der Orientierungslauf mit Eventcharakter auf Kindergeburtstagen oder vergleichbaren Veranstaltungen angeboten. Dabei werden verschiedene Gruppen gebildet, damit die Kinder nicht alleine unterwegs sind. Auf diese Weise lernen sie spielerisch gleich die wichtige Teamarbeit und einen Zusammenhalt kennen. Das Gruppengefühl wird so gestärkt. Je nach Alter der Kinder ist pro Gruppe meist noch mindestens eine erwachsene Aufsichtsperson dabei.
Führt man den Orientierungslauf als spielerische Trainingseinheit mit läuferisch trainierten Kindern - zum Beispiel in einem Leichtathletikverein - durch, so kann er ähnlich gestaltet sein wie der Orientierungslauf für Erwachsene. Wichtig bei Kindern ist es, ihnen den Spaß an der Wettkampfform zu vermitteln. Dies gelingt am besten dadurch, dass an den einzelnen Stationen kleine Belohnungen oder Überraschungen auf die Kinder warten. Ist an den anzulaufenden Stationen irgendeine Besonderheit geboten, so animiert dies sehr gut zum Weitermachen und Durchhalten. Der Abenteuercharakter der Veranstaltung kann zusätzlich durch eine besondere Verkleidung unterstrichen werden. Die Verkleidung kann auch im Verlauf der Strecke gesammelt oder gebastelt werden.
Beim Orientierungslauf für Kinder ist es wichtig, an jeder Station genügend Getränke und Erfrischungen bereit zu halten. Kinder können weniger gut mit ihren Kräften haushalten als Erwachsene, darum ist es besonders wichtig, sie bei der Stange zu halten. Das Wohlbefinden der Kinder sollte dabei stets im Vordergrund stehen.
Deshalb gilt es auch zu berücksichtigen, dass beim Orientierungslauf für Kinder möglicherweise gefährliche Passagen ausgespart werden. Bei der Streckenführung sollte kein Risiko eingegangen werden und Gelände, die für Kinder nicht geeignet sind, sollten großräumig umschritten werden. Achten Sie bei der Planung auch auf den Faktor Zeit. Unter Umständen benötigen die Kinder für den Orientierungslauf sehr viel mehr Zeit, als Sie ursprünglich geplant haben. Dabei sollte sicher gegangen werden, dass die Kinder und ihre Begleitpersonen nicht von der herein brechenden Dunkelheit überrascht werden.
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