13. Februar 2012
Stoppuhren gehören zum Trainings- und Wettkampfbedarf in Sportarten, in denen Streckenzeiten einzelner Sportler gemessen werden. In Ballsportarten werden sie verwendet, um Spielzeiten zu nehmen. Je nach Modell kann die Stoppuhr über weitere Funktionen verfügen.
Stoppuhren wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfunden. Allerdings war das Ablesen von Zeiten auf den ersten Modellen noch nicht ganz einfach. Da mit dem Sekundenzeiger das gesamte Uhrwerk anhielt, mussten Zwischenzeiten mühsam zusammenaddiert werden. Später entwickelte sich der Chronograph, der unter Umständen sogar in der Lage sein konnte, die gemessenen Zeiten aufzuzeichnen. Moderne Zeitaufnahmegeräte lösten diesen mit dem Einzug der Computertechnik ab. Auf die klassische Stoppuhr kann dennoch in vielen Sportarten nicht verzichtet werden.
Stoppuhren werden immer dann benötigt, wenn es auf das präzise Messen von Zeiten ankommt. Dies können Zwischenzeiten oder Gesamtzeiten sein. Als Beispiel seien hier die unterschiedlichsten Laufsportarten erwähnt. Während es bei Kurzstreckenläufen hauptsächlich auf die Gesamtzeit ankommt, die ein Läufer für eine jeweilige Strecke benötigt, sind für den Sportler, den Trainer und natürlich auch für die Wettkampfzuschauer bei Langstreckenläufen auch Zwischenzeiten interessant. Findet der Lauf auf einer Rundstrecke statt, wird von Rundenzeiten gesprochen.
Ebenso werden beim Schwimmen, Radfahren und im Motorsport Zeitangaben für die Bewältigung einer vorgesehenen Strecke benötigt.
Ballsportarten werden in sogenannten Halbzeiten ausgetragen. Anfang und Ende derselben müssen exakt an- beziehungsweise abgepfiffen werden. Der Schiedsrichter kann über Verlängerungen entscheiden, die einen wesentlichen Einfluss auf den Spielstand haben können. Häufig wird das Spiel um diejenigen Zeiten verlängert, die es zwischenzeitlich unterbrochen werden musste. Auch Boxzeiten werden in Runden gemessen.
Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Stoppuhr nicht nur Einzelzeiten nehmen kann. Die Funktionen der Zeitzone oder der Rundenzeitmessmodus gehören zum Standard bei den meisten Stoppuhr-Modellen. Neben der Alarmfunktion kann die Stoppuhr weitere Messfunktionen besitzen. Beispielsweise können einige Modelle Angaben zur Umgebungstemperatur machen.
Aktuelles Datum und Uhrzeit sind auf fast jeder Stoppuhr ausgewiesen. Ausnahmen bilden mechanische Stoppuhren, die auch heute noch im klassischen Design angeboten werden. Ihre Funktionen beschränken sich auf das Wesentliche: Das Messen von Zeiten und Zwischenzeiten.
Stoppuhren sind heute keine reinen Messinstrumente mehr, die einen praktischen Nutzen besitzen sollen. Hersteller achten immer mehr auch auf ein modisches Design.
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