Rund um das Thema Zähneputzen, Zucker und Zahnweiß gibt es immer wieder Gerüchte und Halbwahrheiten - hier werden sie korrigiert.
Stimmt nicht, sagen Zahnärzte. Wer zu feste schrubbt, schädigt das Zahnfleisch und putzt auch noch den essenziellen Zahnschmelz runter, der unsere Zähne schützt. Der Druck sollte zwischen 150 und 200 Gramm betragen. Wenn Sie sich darunter nichts vorstellen können, drücken Sie mit der Zahnbürste doch zur Abwechslung mal auf die Küchenwaage.
Diese lange gelehrte Regel ist inzwischen seit Jahrzehnten umstritten und gilt meist als überholt. Wer immer nur in eine Richtung putzt, kommt nicht dran an den Rand des Zahnfleischs, wo sich Bakterien sammeln. Kreisende und gründliche Putzbewegungen sind daher wirksamer. Wer sich unsicher ist, ob er gründlich genug putzt, kann einmal den Test mit einer Färbetablette machen, die anzeigt, wo die Reinigung nicht sorgfältig genug war.
Auch wenn die Werbung uns gerne weismachen würde, dass ein Zahnpflegekaugummi ein adäquater Ersatz für eine Zahnbürste ist - das stimmt natürlich nicht. Der wirksamste Effekt des Kaugummis ist, dass er die Speichelproduktion anregt. Da der Speichel antibakterielle Substanzen enthält und zudem dem Zahnschmelz auf die Sprünge hilft, kann ein Kaugummi die Selbstreinigung unterstützen und das zu saure Milieu ausgleichen.
Sie haben meist weder einen merklich aufhellenden Effekt, noch sind sie gesund für die Zähne. Die Zahnweiß-Cremes besitzen dafür extrem hohen Abrasionswert, der den Zahnschmelz regelrecht abreibt. Besonders stark ist das bei Raucher-Zahnweiß der Fall; das kann man sich vorstellen wie Schmirgelpapier im Mund. Schonender und wirksamer sind professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt.
Es stimmt, dass Fluor den Zahnschmelz unterstützt und somit vor Zahnerkrankungen schützt. Ebenso wirkt ein Mundwasser bis zu einem gewissen Grad antibakteriell. Aber damit beide Hilfsmittel nicht umsonst eingesetzt werden, sind Zahnseide oder Interdentalbürsten wichtig. Denn um effektiv zu wirken, müssen Zahnbeläge entfernt und Zahnzwischenräume gesäubert sein.
Wer nicht gerade regelmäßig auf Würfelzucker herumkaut, muss nicht befürchten, dass der Zucker direkt eine schädliche Auswirkung auf die Zähne hat. Das Problem besteht nur indirekt: Die Bakterien im Mundraum ernähren sich gerne von Zucker und vermehreren sich fleißig, wenn sie "gefüttert" werden. Daher sind auch Äpfel und anderes Obst nicht so gut für die Zähne wie ihr Ruf - die Fructose darin ist ebenfalls sehr beliebt bei Bakterien. Zudem greifen die enthaltenen Säuren, insbesondere bei Zitrusfrüchten, die Zahngesundheit an.
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08.04.13 | |
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24.02.13 | |
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