Schuhmerkmale und berühmte Marken verschiedener Länder

Auch wenn sich die Schuhherstellung seit allen Zeiten und in allen Ländern am menschlichen Fuß orientiert und gleichzeitig dem globalen technischen Fortschritt Rechnung trägt, haben sich regional verschiedene Traditionen der Schuhmacherkunst herausbilden können.

Wie sehen die beliebtesten und landestypischen Schuhe in England, Italien, Spanien, Portugal und Brasilien aus?

Englische Herrenschuhe

Diese Merkmale können klein, aber dennoch so charakteristisch sein, dass sie in die kollektiven kulturellen Errungenschaften der Menschheit eingegangen sind. Sagt beispielsweise jemand in Bezug auf Schuhe "Budapester", sieht sein Gegenüber sofort das typische Lochmuster vor sich.

Bei der englischen Schuhmacherkunst wären es wohl am ehesten die edlen Oxfords, die perfekt zum Smoking passen. Aber auch Brogues oder Semi-Brogues mit den charakteristischen Lochverzierungen auf der Flügelkappe sind in Sachen englische Herrenschuhe populär, ebenso

Dazu tragen nicht zuletzt die großen Marken bei, die zumeist auf einen Traditionshersteller zurückgehen. Dieser muss nicht immer aus dem Ursprungsland des von ihm hergestellten Schuhmodells stammen. So beispielsweise gilt die Pariser Firma Aubercy, gegründet 1935, als eine der besten Manufakturen für klassisches englisches Herrenschuhwerk wie eben Oxfords oder Brogues.

Italienische Schuhe

Italienische Schuhe wiederum werden oftmals von den großen italienischen Designern entworfen und vertrieben. So beispielsweise gibt es nicht nur Haute Couture von Gucci, Armani und Co., sondern auch Schuhwerk. Daneben ist Italien reich an Traditionsmanufakturen, die sämtliche Luxus-Accessoires aus Leder fertigen, also neben Schuhen auch Taschen und Gürtel.

Insbesondere die Gegend um Florenz gilt als Hochburg traditionsreicher Kunsthandwerker, als die sich hier auch Sattler und Schuster verstehen. Kein Wunder, dass hier ein Museum seinen Sitz hat, das sich einem der Genies der Schuhmacherkunst widmet: Salvatore Ferragamo (1898-1960), der als Revolutionär des internationalen Schuhdesigns gilt.

Italienisches Schuhdesign gilt als besonders vornehm und exklusiv - kein Wunder, färbt doch einerseits der legendäre Ruf der Modemetropole Milano auch auf das Schuhwerk ab, während Italien andererseits Heimat vieler Traditionsbetriebe ist, die seit Jahrhunderten feinste handgemachte, qualitativ unvergleichliche Lederwaren produzieren. Nicht zuletzt erkennen Spaßvögel im geographischen Umriss Italiens eine Stiefelform.

Qualität vor Quantität

Es erstaunt kaum, dass die Schuhmode Italiens maßgeblich für ganz Europa ist. Ob Damen- oder Herrenschuhe - in Sachen Eleganz und Flair kann man mit einem Paar italienischer Lederschuhe wenig falsch machen. Italienische Designer setzen vor allem auf hochwertige Materialien. Schuhe aus den Luxushäusern

  • Sergio Rossi,
  • Baldini oder
  • Prada

gehören zu jeder gehobenen Garderobe dazu und werten jedes Outfit auf, ob im Business oder in der Freizeit. Was dem einen der Armani-Anzug ist, ist dem andere der Ferragamo-Schuh.

Kennzeichen italienischer Schuhe sind also das butterweiche, handgegerbte Leder und die perfekte Verarbeitung, die ihresgleichen sucht. Schließlich kann auf eine oftmals jahrhundertealte Erfahrung in den Familienbetrieben zurückgegriffen werden, die dazu beitrugen, dass Italien bis heute als das Heimatland von Mode und Design gilt.

Exquisite Damenschuhe

Neben der auf ihre Träger abfärbende Eleganz schätzen insbesondere Frauen den hohen Tragekomfort italienischer Schuhe, der den Abend in Stilettos angenehm werden lässt. Dies ist auch nötig, denn italienisches Schuhdesign huldigt der Weiblichkeit: Je höher, desto besser - so lautet die Devise.

Auch für ihre exquisiten Stiefel sind die Schuhdesigner aus der Heimat Caesars bekannt. Lederstiefel von Bruno Magli, Gucci und Co. gelten weltweit als Statussymbol, gleichzeitig aber auch als Zeichen von Stilsicherheit und gutem Geschmack.

Aber auch für die bodenständige Dame setzt die italienische Schuhmode Zeichen: Nicht nur werden hier modische Ballerinas entworfen - es war das vom Italiener Diego Della Valle in der dritten Generation geführte Traditionsunternehmen Tod's, das mit seinen Ledermokassins mit 133 Gumminoppen an den Sohlen den ersten sogenannten "Driving Shoe" entwickelte, mit denen unabhängige Frauen schon in den Siebzigerjahren bequem Auto fahren konnten.

Noch heute erfreut sich dieser mittlerweile als Gommino-Loafer bezeichnete Kult-Schuh ungebrochener Beliebtheit, was nicht zuletzt an seinem hohen Tragekomfort liegt: Die Laufsohle lässt sich der Länge nach komplett zusammenbiegen, was dem Träger ein Gefühl verleiht, als ob er barfuß ginge. Apropos barfuß: Wer Stil beweist, trägt die Loafers ohne Socken.

Designerherrenschuhe

Dies gilt auch für Männerschuhe: Der klassische italienische Macho-Mann würde sich vermutlich eher eine pinkfarbene Schürze umbinden, als zu seinen hochwertigen Mokassins oder Loafers Strümpfe zu tragen. Wer Stil hat, geht barfuß im Schuh.

Auch in Sachen Herrenschuh gilt bei den Italienern Klasse statt Masse. Es lohnt sich, lieber in ein oder zwei Paar Schuhe "Made in Italy" zu investieren, anstatt schnelllebigen Moden hinterherzuhecheln. An italienischen Herrenschuhen wird sich der Träger jahre-, wenn nicht gar jahrzehntelang erfreuen. Schließlich bestechen sie nicht nur durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung, die bei entsprechender Pflege für Langlebigkeit garantiert, sondern auch durch ein nahezu zeitloses Design. Aber auch für den Nordeuropäer "mutigere" Designs wie etwa

  • besonders schmal geschnittene Schuhspitzen,
  • kräftige Farben wie Bordeauxrot und
  • exotische Muster wie etwa Krokodilprägung,

machen italienisches Schuhdesgin aus. Denn letzten Endes geht es beim italienischen Schuh auch immer um Leidenschaft.

Fratelli Rossetti als Inbegriff von Eleganz und Schönheit

Wer italienische Schuhe trägt, fühlt sich charmanter und sinnlicher als sonst, und auch eine gewisse südländische Leichtigkeit spiegelt sich im Schuhdesign Italiens wider. Beispielsweise im Schuhwerk der Fratelli Rossetti, der Gebrüder Rossetti. Deren Familienunternehmen wurde 1953 gegründet und hält seinen Stammsitz in Mailand.

Bis heute gelten Schuhe der Fratelli Rossetti als Inbegriff von Eleganz und Schönheit, die durch unbedingte Leidenschaft erschaffen wird. Dies gilt auch für Schuhe der Fratelli Borgioli, deren Familienbetrieb ebenfalls seit den Fünfzigerjahren zum weltweit guten Ruf italienischer Schuhmacherkunst beigetragen hat.

Spanische Schuhe

Ein Gott des zeitgenössischen Schuhdesigns hingegen erblickte in Spanien das Licht der Welt: Manolo Blahnik, dessen Kreationen vor allem durch die schuhverrückten Hauptdarstellerinnen der populären Fernsehserie "Sex in the City" die Herzen der Frauen weltweit eroberten.

Auch wenn Blahniks erste Kollektion für eine Londoner Boutique gedacht war - seine exklusiven Damenschuhe repräsentieren einige typische Merkmale spanischen Schuhdesigns, beispielsweise den Mix verschiedener Materialien oder phantasievolle Stickereien.

  • Viel Samt,
  • viel Bordeauxrot,
  • viele Verzierungen;

das könnte das Motto der spanischen Schuhe sein, die irgendwo zwischen Stierkampf, Flamenco und südlicher Lebensfreude angesiedelt sind. Ein weiteres berühmtes Beispiel für spanisches Schuhwerk sind die geflochtenen Lederslipper von Santiago Quintana Pons.

Wo italienische Schuhe durch ihre klassische und stilsichere Eleganz bestechen, wagen sich die Spanier in trendstarke, eigenwillige Design-Sphären vor. Wie spanische Mode, beispielsweise von Custo Barcelona oder Desigual, sind spanische Schuhe immer "ein bisschen zu viel": zu laut, zu bunt, zu lebensfroh - und damit genau richtig, um dem trüben nordeuropäischen Alltag zu trotzen.

Spanischer Materialmix

Spanisches Schuhdesign besticht durch die Kombination vieler verschiedener Materialien,

  • Korb,
  • Bast,
  • Textil und natürlich
  • Leder.

Keilabsatzpantoletten finden hier ebenso eine Designheimat wie samtene Stiefelchen, es dominieren Muster und Stickereien, wie man sie von den Outfits der Flamencotänzerinnen oder der Toreros kennt. Populär sind beispielsweise die Schnürstiefel und blumenbedruckten Ballerinas von Beverly Feldman, deren aktuelle Kollektion durch Zebra-Muster ins Auge fällt.

Canario Manolo Blahnik

Auch der Zeus der internationalen Schuhdesigner, der gebürtige Canario Manolo Blahnik, ist in seinen Designs alles andere als zurückhaltend. Populär wurden seine von den Schuhverrückten schlicht als "Manolos" bezeichneten Kreationen vor allem durch seine zehn bis zwölf Zentimeter hohen Absätze und einen wilden, aber stets exklusiven Materialmix. Seine Gefolgschaft setzt sich aus den Damen der High Society ebenso zusammen wie aus

  • IT-Girls,
  • Hollywoodschauspielerinnen und
  • Megastars wie Madonna.

Diese loben auch den Tragekomfort ihrer Manolos, die trotz ihrer mörderischen Höhe nie unbequem sind. Exklusivität wird hier auch durch Hochpreisigkeit geschaffen, sodass "Manolos" für die Otto-Normal-Verbraucherin stets ein unerfüllbarer Luxustraum bleiben wie etwa der Ring von Tiffanys.

Für jederfrau bezahlbares spanisches Schuhdesign findet seinen Weg in die Läden oft direkt vom Nachwuchs des spanischen Schuhmacherhandwerks, auf dessen Lehrplan neben einer gründlichen Ausbildung in der technischen Seite der Schuhherstellung vor allem der Spaß am Experimentieren steht, den man den fertigen Kreationen dann auch ansieht. Ob Flickenmuster oder Ledergeflecht - spanische Schuhe weisen fast immer eine gewisse Verspieltheit auf.

Ramon Tenza

Auffälligen Details hat sich auch Ramon Tenza verschrieben, der seine Werke gern mit Swarowski-Kristallen besetzt. Am charakteristischsten jedoch sind seine eigenwillig geformten Absätze, die es mittlerweile zum Markenzeichen gebracht haben und durchaus die Form von Früchten, Herzen oder Tieren aufweisen können.

Verstecken kann man sich mit spanischem Schuhwerk nicht, im Gegenteil, man muss damit rechnen, oft darauf angesprochen zu werden.

Neosens - Individualität und Temperament

Spanische Schuhe unterstreichen die Individualität und das Temperament ihrer Träger. Darauf setzt auch die Marke Neosens, die ihre Heimat im Weinbaugebiet La Rioja hat und die kräftigen Farben der würzigen Landschaft in ihren Kollektionen aufgreift. Die junge Marke versteht es, trendiges Charakterdesign mit traditionsreicher Handwerkskunst zu kombinieren.

Auch bei der Kundenbindung geht man hier neue Wege, versucht Neosens doch im Dialog mit seinen Kunden herauszufinden, welche Eigenschaften der verschiedenen Modelle besonders geschätzt werden und warum.

Gianna di Firenze

Mit seinem Markteintritt im Jahr 1984 hingegen gilt Schuhdesigner Gianna di Firenze hingegen schon fast als Traditionsunternehmer, dessen Kreationen bei unabhängigen und selbstbewussten Frauen ganz besonderen Anklang finden, da er nicht nur ihre Eleganz unterstreicht, sondern ihnen mit dem hohen Tragekomfort seiner Schuhe auch den Alltag erleichtert.

Attraktivität plus Bequemlichkeit - di Firenze scheint einen uralten Frauentraum wahr zu machen.

Ermöglicht wird dies mit Hilfe der stets neuesten Veredelungsmaßnahmen, mit denen es gelingt, Leder gleichzeitig weich und griffig zu machen. Zudem bringt Gianna di Firenze auf den Punkt, was als Motto der gesamten spanischen Schuhmode gelten könnte: Weder sich selbst noch die Mode allzu ernst zu nehmen.

Spanische Herrenschuhe

Spielerische Leichtigkeit und Spaß an einer unendlichen Kombinationsvielfalt werden beim spanischen Schuhdesign ganz groß - und vor allem bunt - geschrieben. So sind auch spanische Herrenschuhe weniger "seriös" als ihre Pendants aus England oder Italien und eher etwas für modemutige Männer, für die Extravaganz kein Schimpfwort ist. So beispielsweise die Herrenschuhe der Marke Mister, deren Modelle der "Fantasy"-Linie schon einmal mit auffälligen bunten Querstreifen daherkommen, dabei aber auf edle Ausgangsmaterialien wie Ziegen-, Lamm- oder Rindsleder in Kombination mit Krokodil, Schlange oder Strauß setzen.

Portugiesische Schuhe

Im Gegensatz dazu war Portugal nie als traditionsreiches Schuhmacherland bekannt. Hier fertigten die Manufakturen zumeist im Auftrag großer internationaler Hersteller, denn die portugiesische Schuhherstellung galt als qualitativ und technisch hoch entwickelt. Immerhin gab es seit 1965 mit dem "Centro de Formação Profissional da Indústria de Calçado" (CFPIC) sogar eine eigene Schule für industrielle Schuhmacher, die das professionelle Zuschneiden, Nähen und Besohlen lehrte.

Mittlerweile aber haben sich auch einige portugiesische Marken etablieren können, die auf eigenständiges Design setzen und unter ihrem eigenen Namen Schuhe verkaufen. Zu nennen sind hier beispielsweise

  • Aerosoles,
  • Atelier Do Sapato,
  • Cruz De Pedra oder
  • Chibs.

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, gehen portugiesische Schuhdesigner neue und kreative Wege. Das Atelier do Sapato beispielsweise präsentiert seine Schuhe als Gesamtkunstwerk, indem es sie in exklusive Kartons verpackt, die von der Künstlerin Salimah Gablan gestaltet wurden. Auch in den Anzeigen der Firma gehen die Schuhe mit den Tuschzeichnungen Gablans eine untrennbare Verbindung ein. Chibs wiederum bringt die neuesten Fashion-Trends an die Füße modemutiger Herren.

Individualität und Originalität sind Trumpf. Kein Wunder, dass auch das CFPIC zunehmend Schuhdesigner ausbildet, die in europaweiten Designwettbewerben die ersten Plätze erringen.

Dank der Abgänger von Portugals Schuhmacherschule "Centro de Formação Profissional da Indústria de Calçado", die vielfach Preisträger europaweiter Designwettbewerbe sind, ist die portugiesische Schuhmacherkunst seit einiger Zeit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Fly London

Auch wenn man es vom Namen her nicht glauben möchte - Fly London ist eine dieser jungen Marken, die unlängst in Portugal entstanden sind. 1994 gegründet, hat sich das Label durch seine besondere Verbindung von Mode, Stil und Tragekomfort einen Platz in den Herzen der Schuhliebhaber erobert.

Fly London lässt sich von den europäischen Metropolen und deren Streetfashion inspirieren, verliert durch seine funktionale Sohlengestaltung aber nie den Bezug zu den handwerklichen portugiesischen Wurzeln. So entstehen Schuhe in unkonventionellen, extravaganten Designs, denen es gelingt, Tradition nicht als Feind zu betrachten, sondern geschickt zu integrieren.

Aerosolos

Der Hersteller Aerosolos wiederum hat es sich zum Ziel gemacht, extravaganten Stil und auffällige Farben mit hoher Qualität und Tragekomfort zu kombinieren - und das zu bezahlbaren Preisen. "Bequeme Schuhe, die gut aussehen" ist das Motto, das auch hierzulande immer mehr Frauen anspricht.

Ob Businesspumps oder hochwertige Lederstiefel - die Schuhe von Aerosolos sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch noch angenehm zu tragen. Das Geheimnis ihres Tragekomforts liegt darin, dass viele der Aerosolos-Schuhe von links gefertigt werden, sodass es im Innenschuh keine störenden Nähte und dadurch hervorgerufene Druckstellen am Fuß gibt.

Darüber hinaus bestechen die Schuhe durch eine spezielle Sohle mit Diamant-Muster, die besonders flexibel und weich ist. Ähnlich wie der italienische Tod's-Slipper lassen sich die Schuhe von Aerosolos beliebig verdrehen und biegen, ohne beschädigt zu werden. Besonders Frauen, die gern mal eine Nacht auf hohen Schuhen durchtanzen, dürfte dies freuen.

Softinos

Eine andere portugiesische Innovation kommt von Softinos. Wie der Name schon sagt, ist das Konzept der Marke der besonders weiche Schuh, der mit dem Slogan "Happy Feet" beworben wird. Extraweiches Leder sowie der sorgfältige Umgang mit der Nahtverarbeitung tragen dafür Sorge, dass an den Füßen keinerlei Druckstellen entstehen. Da weich allein aber nicht glücklich macht, setzt man hier gleichzeitig auf eine als "Multicolor" bezeichnete Farbpalette. Softinos gehören mit einer

umfassenden Produktpalette in den Freizeitbereich.

Dkode

Dkode wiederum setzt auf ein besonders auffälliges, originelles Design. Louis XIV-Stiefel in Knallpink sind allerdings immer ein derart auffälliger Hingucker, dass sie sich nur für modemutige Menschen eignen. Das ausgefallene Design macht selbst vor der Sohlengestaltung nicht halt.

Mit derselben liebevollen Hingabe widmet man sich bei Dkode auch anderen Details wie Schnallen, Knöpfen oder Schnürungen. Der bunte Materialmix verzichtet bei aller Experimentierfreude aber nie auf eine perfekte Verarbeitung.

Nobrand

Ein weiteres junges, portugiesisches Label ist Nobrand. Hier versucht man nicht, mit der Mode Schritt zu halten, sondern vielmehr die Mode in die zeitlose und traditionelle Philosophie Nobrands zu integrieren. Nur mit Respekt vor dem Alten kann Neues kreiert werden, glaubt man hier.

Portugiesische Herrenschuhe

Chibs

Der bekannte portugiesische Herrenschuh-Hersteller Chibs hingegen setzt konsequent auf ein junges, modisch stets an den neuesten Trends interessiertes Publikum. Innovation ist eines der wichtigsten Credos der Marke, die seit ihrer Gründung in den Neunzigerjahren darum bemüht war, einen urbanen Style, gepaart mit technologischem Fortschritt, zu verfolgen. Seit 2011 hat Chibs auch eine Damenkollektion im Sortiment.

Wie andere portugiesische Schuhhersteller auch, möchte Chibs Mode mit Tragekomfort vereinen. Besonders an der Marke ist, dass es dem Käufer ermöglicht wird, sein persönliches Paar Chibs individuell zu gestalten. Customizing ist hier das Zauberwort, kann der Kunde doch die Farbtöne und Materialien seines exklusiven Modells im Vorfeld selbst bestimmen.

Atelier do Sapato

Schuhe des Herstellers Atelier do Sapato wiederum untermauern den Ruf der portugiesischen Schuhindustrie, "the sexiest Industry in Europe" zu sein - dies das Motto einer Werbekampagne, in der sich 2011 etwa 150 portugiesische Schuhhersteller zusammengetan haben, um ihre Internationalisierung voranzutreiben - und dies mit Erfolg, denn portugiesisches Schuhwerk erobert weltweit die Schuhschränke.

Brasilianische Schuhe

Auch wenn die Brasilianer portugiesische Wurzeln haben, hat heutiges brasilianisches Schuhdesign einen ganz klaren südamerikanischen Fokus. Das leichte Lebensgefühl hat so viele Anhänger, dass Brasilien zum drittgrößten Schuhproduzent weltweit geworden ist. Feinstes Leder und kreatives Design zeichnen sie aus, wofür so populäre Marken wie Via Uno oder Luiza Perea stehen. Aber auch die Sandalen von Ipanema erfreuen sich weltweit ebenso großer Beliebtheit wie die verspielten Kleinkunstwerke von Dilly.

Brasilien - das ist Samba, Copacabana und natürlich das Girl from Ipanema. Und genau diese Leichtigkeit und Lebensfreude spiegelt sich auch in der brasilianischen Schuhmode wider. Die natürlichen Lederressourcen des Landes garantieren hochwertige Materialien, während die südamerikanische Mentalität eine gewisse Grazie bedingt.

So verwundert es auch nicht, dass Brasilien als weltweit drittgrößter Schuhimporteur nicht in erster Linie seine Nachbarländer beliefert, sondern die Modelle vor allem in den USA und Europa gefragt sind. Das brasilianische Lebensgefühl kommt eben auch auf der Nordhalbkugel gut an!

Via Uno

So haben viele Europäerinnen beispielsweise die aufregenden und gleichzeitig hochwertigen Schuhe der brasilianischen Marke Via Uno im Schrank, denn der Farb- und Materialmix findet seit 2005 auch hier großen Anklang.

Zudem hat man sich bei Via Uno zum Ziel gesetzt, dass jede neue Kollektion ein bis dahin nie dagewesenes Detail aufweist, was die Marke einzigartig macht. Obwohl das Unternehmen erst 1991 gegründet wurde, ist Via Uno mittlerweile zu einem der größten Schuhproduzenten Brasiliens aufgestiegen. Seine Weltoffenheit spiegelt sich auch in seinen Modellen, die mit ihrer Leidenschaft und Trendstärke vor allem jüngere Fashionistas überzeugen.

Tanara Brasil

Flippig und sexy präsentieren sich auch die im mittleren Preissegment beheimateten Damenschuhe von Tanara Brasil, der Marke, die mit täglich 80.000 produzierten Paaren als aktuell größter Schuhhersteller Brasiliens gilt. Zunächst europaweit nur in Italien erhältlich, werden die seit 2009 auch in Deutschland vertriebenen Tanara Brasil-Schuhe hierzulande zunehmend beliebt, scheuen sie doch auch die ganz großen Fashion-Statements wie etwa den Schlangenprint nicht.

Dabei verstehen die farbenfrohen Treter es, Trendstärke mit hohem Tragekomfort zu kombinieren, denn das weiche Leder passt sich allen Füßen individuell an und macht die stilsichere Trendsetterin einfach glücklich.

Extravaganz

Trendstark und stylish sind ohnehin Synonyme für brasilianisches Schuhdesign. Sexy Stiletto-Absätze, Nieten und Schnallen in Fetisch-Optik, hohe Plateaus, Strassbesatz - womit sich Stars auf der Bühne wohl fühlen würden, trägt die Brasilianerin selbstbewusst im Alltag, und immer mehr Europäerinnen machen es ihr nach.

Calcados Bottero

Schuhe von Calcados Bottero wiederum holen den Sommer auf die Straßen Deutschlands. Gefertigt aus feinstem Leder, erinnern sie in der Formgebung an die Tanzschuhe unserer Großmütter, während in der aktuellen Kollektion zarte Pastelltöne dominieren. Eines ihrer Geheimnisse ist das farbenfrohe Futter aus blumengemustertem Stoff, das den Pumps eine gewisse Verspieltheit und Leichtigkeit verleiht.

Schließlich ist jede Frau im Herzen ein kleines Mädchen geblieben, dass den Traum vom Prinzessin-Sein träumt!

Brasilianische Schuhdesigner verstehen die Geheimnisse der Frauen, und diese fühlen sich entsprechend verstanden und ernstgenommen. So bietet Bottero beispielsweise auch modische Ballerinas aus Netzmaterial an, die nicht nur stylish sind, sondern den Fuß auch atmen lassen.

Ipanema

Noch mehr Freiheit finden die Füße nur in den mittlerweile zu Kultobjekten avancierten FlipFlops von Ipanema, die das Flair der Copacabana nach Hause holen. Was mit einem simplen Paar Zehentrenner begann, ist mittlerweile zu einer ganzen Kollektion luftiger, dabei aber immer glamouröser Sandalen geworden.

Selbst das brasilianische Top-Model Gisele Bündchen hat schon für Ipanema designt. Und so bestechen die Sandalen auch allesamt mit einem luxuriösen, femininen Detail, wie beispielsweise einer Lederblume oder -schleife, einer Strassapplikation - wenn sie nicht gleich komplett goldfarben daherkommen. Das gilt selbst für die gummierten Badesandalen, mit denen man sich auch im Strandcafé nicht verstecken muss.

Brasilianische Herrenschuhe

Vor Lebensfreude vibrieren auch Herrenschuhe brasilianischer Herkunft, denn Ipanema produziert seine farbenfrohen Sandalen auch für Männer.

Anatomic und Co.

Der bekannteste Hersteller von brasilianischen Herren-Schnürhalbschuhen hingegen dürfte Anatomic und Co. sein. Deren Geheimnis ist die spezielle Anatomic-Gel-Sohle, die einen hohen Tragekomfort garantiert. Aufwändig aus Scotchgrain-Leder gearbeitet, kommen sie dennoch businesstauglich daher, während andere Modelle ihren sportlichen Touch nicht verleugnen können. Im Heimatland des Fußballs auch kein Wunder!

Franca Jel

Franca Jel wiederum bringt hochwertige, schmal geschnittene Herrenslipper auf den Markt, mit denen man(n) sich als Plantagenbesitzer wähnen kann, deren charakteristisches Kennzeichen die zweigeteilte Laufsohle ist.

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