Nase: Nasallang und Septum

Nahaufnahme schreiender Frauenmund mit Zungenpiercing

Verschiedene Regionen der Nase lassen sich durch diese zwei Piercingvarianten verschönern

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  • von Paradisi-Redaktion

Während das bekannte Septum-Piercing nur durch die Nasenscheidewand gestochen wird, geht ein Nasallang zusätzlich noch durch beide Nasenflügel. Die Heilungsdauer beträgt bei beiden Piercings zwei bis drei Monate, wobei das Nasallang meistens in zwei Sitzungen gestochen wird.

Nasallang

Ein Nasallang kann schnell mit einem Austin Bar Piercing verwechselt werden. Wobei das Austin Bar nur durch die Nasenspitze gestochen wird und ein Nasallang weiter hinten sitzt. Das Besondere an diesem Piercing ist, dass der Stichkanal durch drei Regionen geht:

  1. den linken Nasenflügel,
  2. die Nasenscheidewand und
  3. den rechten Nasenflügel.

Dieses besondere Piercing kann am Stück oder in mehreren Etappen gestochen werden. Ein Nasallang besteht aus einem sehr hoch gestochenen Septum-Piercing und zwei Nostril-Piercings, alle in horizontal gleicher Höhe. Der Stichkanal wird mit einem geraden Barbell verbunden.

Diese Piercingmethode ist schon sehr alt, kommt aus dem Indischen und galt als Zeichen der kriegerischen Tapferkeit der Männer.

Septum

Ein Septum-Piercing sitzt unterhalb der Nasenscheidewand und wird durch das Bindegewebe gestochen. Das Septumpiercing ist eines der ältesten Piercings überhaupt, der Name leitet sich vom lateinischen Begriff: Septum Nasi ab. Wenn jemand von einem Ring in der Nase berichtet ist in der Regel das Septum-Piercing gemeint. In

wurden Septum Piercings

  • aus religiösen Gründen,
  • zum Zeichen der Sklaverei,
  • des gesellschaftlichen Standes oder
  • des Reichtums

getragen. Im westlichen Kreis findet man diesen Schmuck erst seit den 1990er Jahren. Eine spezielle Septum-Klemmzange erleichtert das Stechen, denn die Nasenscheidewand weist meistens Unebenheiten auf, die ausgeglichen werden müssen. Das Gewebe sollte zusätzlich mit dem Gegenhalten einer Receiving Tube stabilisiert werden.

Bestenfalls wird das Piercing nur durch das dünne Häutchen der Nasenscheidewand gestochen, ohne dabei einen Knorpel zu treffen. Wird ein Knorpel gewollt oder ungewollt getroffen, kann das Piercen sehr schmerzhaft sein.

In ein frisch gestochenes Septum-Piercing wird meistens ein Curved Barbell oder Ball Closure Ring mit einer Materialstärke zwischen 1,2 und 1,6 Millimetern eingesetzt. Durch vorsichtiges Weiten des Stichkanals kann später größerer Schmuck eingesetzt werden, verbreitet sind Spikes oder spezielle Septum-Tusks (Stoßzähne).

Soll das Piercing möglichst unauffällig sein, greift man zum Septum Retainer (Septum Keeper) oder ein Circular Barbell der nach oben geklappten wird.

Grundinformationen zum Piercing

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Offener Mund mit Piercing durch Zunge schreiend © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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