18. Januar 2008
Von Sarah Cramer
Dringt ein Fremdkörper in eine Muschel ein beginnt diese Perlmutt zu produzieren, womit sie den Fremdkörper (zum Selbstschutz) umhüllt. Auf diese Art entstehen Perlen.

Heutzutage werden kaum noch echte Naturperlen verkauft. Um den Bedarf an Perlen zu decken hat man begonnen Perlen zu züchten. Hierbei wird der Muschel durch Menschenhand ein Kern eingesetzt, der von der Muschel anschließend mit Perlmutt umgeben wird. Es handelt sich hierbei aber immer noch um ein natürliches Produkt, da es wie die Naturperle in der Muschel entsteht.
Es gibt 3 Hauptarten von Perlen die unterschieden werden:
Die Süßwasserperle ähnelt der Naturperle am meisten. Sie besteht komplett aus Perlmutt. Ihnen wird kein Kern eingesetzt, sondern es wird lebendes Gewebe einer anderen Muschel (derselben Art) in den Mantel der Zuchtperle gegeben. Die Größe der Süßwasserperlen liegt bei 2-8mm, es gibt sehr seltene Fälle bei denen Süßwasser Zuchtperlen eine Größe von 10 mm erreicht haben.
Diese Perlen sind Salzwasser-Zuchtperlen. Ihnen wird ein Perlmuttkern eingepflanzt. Den Japanern gelangen die ersten Zuchterfolge dieser Perle. Da die Japaner ihre Muschel Akoyamuschel nannten, wird die Perle als Akoyaperle bezeichnet. Akoyaperlen werden heute in Japan und China gezüchtet. Die Normalgröße der Perlen liegt bei 6,5 bis 7,5 mm. Sie kann aber eine Größe von 12mm erreichen.
Südseeperlen sind in der Regel größer als die anderen Perlenarten. Sie werden meist zwischen 9-17mm groß. Ihnen wird ebenfalls, wie der Akoyaperle, ein Perlmuttkern eingepflanzt, der mit einer sehr dicken Perlmuttschicht umhüllt wird. Von der Südseeperle existieren zwei Arten: Die weißen und die dunklen Perlen. Die dunkle Variante der Südseeperle wird vorwiegend in der Nähe von Tahiti gezüchtet und wird daher als Tahitiperle bezeichnet.
Zudem gibt es 5 Kriterien mit denen die Qualität bzw. der Wert der Perlen festgestellt werden kann: Größe, Form, Farbe, Lüster (Glanz) und Oberflächenbeschaffenheit. Bei Zuchtperlen kommt noch das Kriterium der Schichtdicke hinzu.
Perlenketten sind schon ab ca. 29 Euro erhältlich. Nach obenhin sind kaum Grenzen gesetzt. Heutzutage werden Perlenketten auch mit Edelsteinen kombiniert, wodurch die Ketten individueller und abwechslungsreicher sind, als reine Perlenketten. Wenn Sie an Perlenketten interessiert sind können sie diese beim Juwelier oder aber auch im Internet erwerben.
Wenn man sich Perlen oder Perlenschmuck zugelegt hat, sollte man beachten, dass die Perlen ein wenig Pflege bedürfen, damit man lange seine Freude an ihnen hat. Man sollte vermeiden, dass die Perlen mit Kosmetika und Reinigungsmitteln in Berührung kommen, da diese die Perlen angreifen und Ablagerungen hinterlassen können. Wischen Sie nach jedem Tragen den Perlenschmuck mit einem weichen feuchten Tuch ab, um eventuelle Kosmetik- und Schweißrückstände zu entfernen. Aufbewahrt werden sollte Perlenschmuck nach Möglichkeit immer in einem Stoffsack oder eingewickelt in einem weichem Tuch. Auf diese Art verhindert man das Zerkratzen der Perlen.
Wer Spaß an kreativer Arbeit hat kann sich seine Perlenkette auch selber herstellen. Eine selbstgemachte Perlenkette ist aber sicher auch eine gute Geschenkidee. Dafür kauft man sich die Perlen einfach einzeln und verarbeitet sie zu einer Kette. So kann man die Ketten ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Anleitungen zur Herstellung von Perlenketten findet man im Internet.
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