20. November 2009
Von Viola Reinhardt
Also der Gang zum Friseur mag ja noch recht einfach erscheinen, aber was früher ein einfaches Waschen-Schneiden-Legen war, erweist sich heute als mitunter unverständliche und hoch diffizile Angelegenheit. Nur mal rasch eine neue Frisur zaubern lassen, ist nun wirklich nicht im Trend, denn besonders wer etwas auf der Welle der aktuellen Haarmode mit schwimmen möchte, sollte seinen Coiffeur mit Schwung die Schere schwingen lassen. Und damit man nicht nur unwissend lächelnd zu der Aussage "noch etwas graduieren und slicen, dann ist die Frisur perfekt!" nicken muss, gibt's hier die vier wichtigsten Friseur-Begriffe leicht verständlich erklärt.

Effilieren
Hierbei werden ein sehr langer Pony oder Seitenkonturen mit einer abgeschrägten Optik mit einem sogenannten Effiliermesser ausgedünnt. Dieses Messer, das eigentlich zu den Friseurscheren zählt, verfügt über eine unterbrochene Schneidefläche und lässt die Haare strähnig und locker fallen. Sieht klasse aus, ist aber nur für diejenigen geeignet, die über recht dickes und volles Haar verfügen.
Pointen
Kurzhaarfrisuren erhalten durch das Pointen eine sehr lebendige Struktur und nehmen einem ansonsten akkuraten Schnitt etwas die optische Härte. Beim Pointen setzt der Friseur an den Haarspitzen eine Zackentechnik ein, die unregelmäßig angesetzt wird und einen trendigen, leicht "zerrupften" Look ermöglicht. Klasse ist dieses Pointen auch nach dem Waschen zuhause, denn hier erzielt man mit einem kreuz und quer trocken pusten und einem Hauch von Styling-Gel einen super frechen und pfiffigen Haarlook.
Slicen
Spricht der Friseur von einem Slicen, dann meint er das Ausdünnen der Haarspitzen. Hierzu setzt er die Schere leicht geöffnet an unterschiedliche Strähnen an und zieht diese mit der Schneidefläche sanft an den Haaren herunter. Durch diese Technik erhält zum Beispiel ein Stufenschnitt mehr an Volumen und erwirkt beim Gehen einen richtig schwungvollen haarigen Auftritt.
Graduieren
Das Graduieren betitelt eine Schneidemethode, die besonders bei den angesagten und neuen asymmetrischen Bob-Schnitten so richtig toll zur Geltung kommt. Durch diese Technik wird ein gleichmäßiger Übergang von einem kurzen Nackenhaar zu einer längeren Hinterkopf-Partie ermöglicht. Pflegeleicht ist das Finish nach dem Waschen: Einfach den Bob über eine Rundbürste föhnen!
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