Mittwoch 23.07.2014 15:37

Dreadlocks Artikel

Wie man sich selbst Dreads macht

Die Verfilzungen, die zu Dreadlocks führen, können natürlich aber auch durch Menschenhand entstehen. Allerdings braucht man für schöne Dreadlocks Geduld, es dauert an die zwei Jahre, bis diese durchgefilzt sind.

Junge Frau mit langen Rasta Zöpfen braun und blond auf weißem Hintergrund

Waschpulver und Wollmütze

Die traditionelle Technik Dreadlocks entstehen zu lassen, ist nur bedingt für europäische Köpfe geeignet. Denn europäisches Haar ist sehr glatt und braucht so eine lange Zeit zum Verfilzen. Wer aber eine ordentliche Naturkrause auf dem Kopf trägt, der kann es mit der traditionellen Methode probieren. Alles, was man dazu braucht, ist Waschpulver und eine Wollmütze. Nun wird das Haar zwei bis dreimal pro Woche mit Waschpulver gewaschen, dies trocknet das Haar sehr stark aus und beschleunigt das verfilzen. Zusätzlich wird das Haar jeden Tag ein paar Minuten mit einem Handtuch oder Waschlappen frottiert. Dabei werden kreisförmige Bewegungen mit viel Druck ausgeführt. Dadurch bildet sich in etwa einem Jahr ein "Filzhelm", aus welchem Strähnen in der gewünschten Stärke herausgeschnitten werden. Diese werden an der Kopfhaut mit einem kleinen Haargummi fixiert und verfilzen sehr schnell.

Backcombin-Methode

Wesentlich schneller ist die Backcombin-Methode, für welche man einen Läusekamm und kleine Haargummis braucht. Zunächst werden die Haare in Strähnen abgeteilt und an der Kopfhaut mit einem Haargummi fixiert. Man kann das Haar entweder viereckig abteilen oder rund, das ist Geschmackssache und für das Gelingen der Dreadlocks nicht von Bedeutung. Dann werden die Strähnen so lange toupiert, bis sie fest sind. Dieser Prozess dauert sehr lange und ist relativ schmerzhaft. Führt aber im Gegensatz zu der traditionellen Methode schnell zu einem sehenswerten Ergebnis. Allerdings ist das Filzen der Haarspitzen bei beiden Methoden schwierig. Darum kann man die Haarspitzen mit einer kleinen Häkelnadel in die Dreadlocks hereinflechten. So geht man auch bei Haaren vor, die seitlich aus den Dreadlocks herausstehen. Dadurch entsteht ein sehr fester Filz und die Frisur sieht sehr gepflegt aus.

Lebensmittel gehören nicht in die Haare!

Manchmal wird empfohlen, das Haar vorher mit stark klebenden Lebensmitteln wie etwa Honig zu behandeln. Davon ist dringend abzuraten, da die Dreadlocks dann sogar schimmeln können. Bewährt hat sich allerdings zur Vorbereitung die Haare mit Kernseife oder Waschpulver zu waschen. Anschließend sprüht man Kieselerde mit Wasser in die Haare und föhnt diese auf der heißesten Stufe. Durch diese Behandlung wird die Schuppenschicht des Haares aufgebrochen und die Dreads halten besser im Haar.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: beauty creativity hair © Valua Vitaly - www.fotolia.de

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