Wo man sich Dreads am besten machen lässt und wie man sie sich selbst machen kann

Wir geben Tipps zu Orten und Möglichkeiten, sich Dreadlocks machen zu lassen

Möchte man sich Dreadlocks machen lassen, dann gilt es nicht nur hinsichtlich des Haartyps und der Haarlänge die nötigen Voraussetzungen zu erfüllen, sondern es stellt sich auch häufig die Frage, wo und wie man sich das neue Styling kreieren lässt. Friseur, Afroshop oder Selfmade – wir erklären Vor- und Nachteile und stellen zwei Methoden zum Selbermachen von Dreadlocks vor. Die Verfilzungen, die zu Dreadlocks führen, können natürlich aber auch durch Menschenhand entstehen. Allerdings braucht man für schöne Dreadlocks Geduld, es dauert an die zwei Jahre, bis diese durchgefilzt sind.

Junge Frau mit langen Rasta Zöpfen braun und blond auf weißem Hintergrund

Verfügt man über die entsprechende Haarlänge sowie einen geeigneten Haartypen, dann sind grundsätzlich die Voraussetzungen für ansprechend aussehende Dreadlocks erfüllt und dem Verfilzen der Haare steht nichts mehr im Wege.

Häufig kommt dann jedoch noch die Frage auf, wo man sich Dreads denn überhaupt am besten machen lässt, denn möglich ist dies ebenso

  • bei einem Friseur,
  • in einem Afroshop oder
  • per Selfmade-Variante zu Hause.

Frisuersalon

Für welche der drei Möglichkeiten man sich entscheidet, ist sicherlich zunächst einmal vom Preis abhängig, denn ist das Budget nicht allzu groß, so stellt ein Friseurbesuch meist schon nicht die erste Wahl dar. Lässt man sich Dreads in einem Frisuersalon machen, dann sind Kosten von 150 Euro oder mehr schließlich keine Seltenheit.

Allerdings bietet diese Variante den Vorteil einer fachgerechten und tatsächlich professionellen Ausführung des Eindrehens zu Dreads, sofern es sich um einen Friseur handelt, der zu seinen speziellen Tätigkeitsfeldern auch diese Art von Frisuren zählt.

Afroshop

Eine weitere Option stellt der Besuch eines Afroshops dar und auch in diesem kann man sich meist einer gekonnten Durchführung des Verfilzens sicher sein. Zu finden sind diese in beinahe jeder größeren Stadt und preislich gesehen wird das Drehen von Dreads häufig auch zu günstigeren Preisen angeboten als in Friseursalons.

Selfmade

Ebenso nicht zu verachten ist jedoch auch die Selfmade-Variante, bei der man sich die Dreads ganz einfach selbst zu Hause macht. Mit ein wenig Zeit und Geschick sowie im Optimalfall der Hilfe einer weiteren Person ist auch dies meist problemlos möglich und zudem selbstverständlich deutlich preisgünstiger.

Methoden um Dreadlocks selber zu machen

Waschpulver und Wollmütze

Die traditionelle Technik Dreadlocks entstehen zu lassen, ist nur bedingt für europäische Köpfe geeignet. Denn europäisches Haar ist sehr glatt und braucht so eine lange Zeit zum Verfilzen.

Wer aber eine ordentliche Naturkrause auf dem Kopf trägt, der kann es mit der traditionellen Methode probieren. Alles, was man dazu braucht, sind

Nun wird das Haar zwei- bis dreimal pro Woche mit Waschpulver gewaschen, dies trocknet das Haar sehr stark aus und beschleunigt das verfilzen.

Zusätzlich wird das Haar jeden Tag ein paar Minuten mit einem Handtuch oder Waschlappen frottiert. Dabei werden kreisförmige Bewegungen mit viel Druck ausgeführt.

Dadurch bildet sich in etwa einem Jahr ein "Filzhelm", aus welchem Strähnen in der gewünschten Stärke herausgeschnitten werden. Diese werden an der Kopfhaut mit einem kleinen Haargummi fixiert und verfilzen sehr schnell.

Backcombin-Methode

Wesentlich schneller ist die Backcombin-Methode, für welche man

  • einen Läusekamm und
  • kleine Haargummis

braucht. Zunächst werden die Haare in Strähnen abgeteilt und an der Kopfhaut mit einem Haargummi fixiert. Man kann das Haar entweder viereckig abteilen oder rund, das ist Geschmackssache und für das Gelingen der Dreadlocks nicht von Bedeutung.

Dann werden die Strähnen so lange toupiert, bis sie fest sind. Dieser Prozess dauert sehr lange und ist relativ schmerzhaft. Er führt aber im Gegensatz zu der traditionellen Methode schnell zu einem sehenswerten Ergebnis.

Allerdings ist das Filzen der Haarspitzen bei beiden Methoden schwierig. Darum kann man die Haarspitzen mit einer kleinen Häkelnadel in die Dreadlocks hereinflechten.

So geht man auch bei Haaren vor, die seitlich aus den Dreadlocks herausstehen. Dadurch entsteht ein sehr fester Filz und die Frisur sieht sehr gepflegt aus.

Lebensmittel gehören nicht in die Haare!

Manchmal wird empfohlen, das Haar vorher mit stark klebenden Lebensmitteln wie etwa Honig zu behandeln. Davon ist jedoch dringend abzuraten, da die Dreadlocks dann sogar schimmeln können.

Bewährt hat sich allerdings zur Vorbereitung die Haare mit Kernseife oder Waschpulver zu waschen. Anschließend sprüht man Kieselerde mit Wasser in die Haare und föhnt diese auf der heißesten Stufe. Durch diese Behandlung wird die Schuppenschicht des Haares aufgebrochen und die Dreads halten besser im Haar.

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Das Wichtigste über Dreads: Machen, Pflegen, Stylen

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