Skelettbürste (Ventbürste) und Paddlebürste (Paddlebrush)

Fünf verschiedene Haarbürsten auf weißem Hintergrund

Wir erklären das Aussehen und die Anwendungsgebiete der Skelett- sowie der Paddlebürste

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  • von Paradisi-Redaktion

Die auch als Ventbürste bezeichnete Skelettbürste sowie die auch unter dem Namen Paddlebrush bekannte Paddelbürste sind Unterformen der Flachbürste. Während die Erstgenannte vor allem beim Föhnen zum Einsatz kommt, sich aber auch zum Auffrischen der Haare zwischendurch eignet, ist Letztere eine Spezialistin für langes, glattes Haar.

Skelettbürste

Die Skelettbürste unterscheidet sich in vielen Dingen von anderen Bürstentypen. Zunächst einmal ist sie meist komplett aus Kunststoff hergestellt.

Zudem ist der Bürstenkopf eher

  • lang,
  • schmal und
  • skelettartig.

Das heißt, dass die Borsten auf einzelnen Streben angebracht sind. Anstatt auf Borstenbüschel setzt die Skelettbürste auf einzeln stehende, stabile Kunststoffborsten, die in einem großzügigen Abstand zueinander angeordnet sind. Durch diese Besonderheit ist die Skelettbürste hervorragend zum Entwirren der Haare geeignet.

Aufgrund der größeren Borstenabstände ist sie zudem sehr gut für dickes oder lockiges Haar geeignet. Überdies ist eine Skelettbürste bestens zum Toupieren von Haaren geeignet.

Luftdurchlässigkeit wird auch beim Bürstenkörper großgeschrieben, denn dieser ist bei der Skelettbürste in erster Linie durch seine Aussparungen gekennzeichnet. Hier kann die Luft des Föhns ungehindert zirkulieren.

Anwendungsgebiete

Aus diesem Grund werden Skelett- bzw. Ventbürsten auch gern verwendet, um das Haar vorzutrocknen, bevor man anderen Spezialwerkzeugen die Feinarbeit überlässt.

Auch ist die Skelett- bzw. Ventbürste ein zuverlässiger Partner, wenn es darum geht, nach der Haarwäsche zunächst die Ansätze mit Volumen zu versehen, bevor man sich an das Styling der Längen macht.

Günstige Skelett- bzw. Ventbürsten sind aus Plastik im industriellen Pressverfahren gefertigt und können deshalb mikrofeine Grate aufweisen, die mit dem bloßen Auge kaum sichtbar sind, aber dennoch das Haar dauerhaft schädigen können. Zumindest die Borsten sollten in diesem Fall mit Noppen versehen sein, um Haar und Kopfhaut zu schützen.

Besser ist es, auf gegossene Skelett- bzw. Ventbürsten zu setzen, die Borsten mit abgerundeten, polierten Enden haben. Skelett- bzw. Ventbürsten sind in verschiedenen Größen erhältlich. Eine in Friseursalons gängige Größe ist die siebenreihige Skelett- bzw. Ventbürste.

Verschiedene Technologien

Auch Skelett- bzw. Ventbürsten gehen mit der Zeit. Mittlerweile sind, vor allem im professionellen Friseurbedarf, Modelle zu haben, die verschiedene Technologien kombinieren, etwa die sogenannten NanoThermic-Föhnbürsten, die nicht nur auf die namensgebende NanoThermic-Technologie setzen, sondern auch noch Keramik.

Mit Turmalin- bzw. Tourmaline-Ionen-Technologie kombinieren und so für das ultimative Stylingergebnis sorgen sollen. Diese HighTech- Skelett- bzw. Ventbürsten bestechen nicht nur durch die klassischen großen Luftlöcher im Bürstenkörper, die für einen besseren Luftstrom während des Föhnvorganges sorgen, sondern auch durch eine

  • schnelle,
  • gleichmäßige und
  • haarschonende

Wärmeleitung und antistatische Wirkung durch ionisierte Nylonborsten, die darüber hinaus die Schuppenschicht der Haare schließen und damit für Glanz und bessere Frisierbarkeit sorgen sollen.

Zusätzlich soll ein eingebetteter antibakterieller Wirkmechanismus für die Verbesserung der Haargesundheit sorgen, während ergonomische Griffe aus rutschfesten Materialien den Friseur freuen. Extrem hitzebeständige Borsten garantieren selbst bei täglicher Beanspruchung eine lange Lebensdauer.

Besonderheiten

Professionelle Skelett- bzw. Ventbürsten können darüber hinaus noch mit Extras wie beispielsweise einer Abteilspitze ausgestattet sein.

Eine Besonderheit ist die sogenannte Doppelventbürste. Diese ist auf beiden Seiten des flachen Bürstenkopfes mit Borstenreihen versehen, wobei die Borsten auf der einen Seite zumeist einzeln angeordnet sind, während sie auf der anderen in Paaren oder Gruppen stehen.

Paddlebürste

Auch die Paddelbürste kann man zum Föhnen verwenden. Sie gleicht in ihrer Form der eines Paddels wie man es an Ruderbooten finden kann. Der oval geformte Bürstenkopf, der etwa die Größe einer ausgestreckten Hand hat, ist auf der Rückseite glatt, auf der Vorderseite befinden sich die Borsten.

Die Borsten sind in gleichmäßigen Abständen auf dem gesamten Bürstenkopf angebracht. Allerdings sind die Borsten nicht direkt im Holz oder im Kunststoff der Bürste befestigt.

Auf der Oberseite der Bürste ist eine leicht nach oben gewölbte Gummidecke angebracht, in der die Borsten eingearbeitet sind. Diese Gummidecke gibt bei Druck nach wodurch die Kopfhaut besser vor Verletzungen geschützt ist.

Bei den Borsten kann es sich

  • um kleine Metallstifte mit kunststoffummantelten Kuppen,
  • um Kunststoffborsten oder
  • um reine Naturborsten

handeln.

Anwendungsgebiete

Mit ihr wird langes Haar geglättet, sodass sich selbst aus einer leichten Naturwelle ein moderner, hochglänzender Sleek Look zaubern lässt – und das ganz ohne Glätteisen. Diese Bürsten eignen sich aber auch ganz einfach für das Entwirren und Kämmen von Haaren der unterschiedlichsten Beschaffenheit. Sie sind ebenso gut für langes wie für kurzes Haar geeignet.

Im Gegensatz zur Skelett- bzw. Ventbürste lässt sich mit der Paddle Brush allerdings keine Spannung und auch nicht allzuviel Volumen ins Haar bringen. Wer auf Ansatzvolumen nicht verzichten möchte, sollte zunächst die Ansätze mit einer Skelett- bzw. Ventbürste anföhnen und dann die Längen mit der Paddle Brush bearbeiten.

Profi-Trick: Paralleles Föhnen mit der Paddle Brush sorgt für mehr Volumen. Die Borsten der Paddle Brush gleiten zumeist problemlos durch das Haar, haben aber für ein abschließendes Styling zu wenig Grip. So etwa kann man mit einer Paddle Brush keinen Schwung in die Spitzen oder Ähnliches bringen.

Materialien

Ebenso wie die anderen Bürstenarten sind auch Paddle Brushes in verschiedenen Varianten erhältlich, von der klassischen Holzbürste bis zur hypermodernen HighTech-Kunststoffbürste.

Professionelle Paddle Brushes zeichnen sich durch ihre Leichtgewichtigkeit aus, um die Arme des Friseurs beim Styling nicht zu ermüden. Ansonsten gelten dieselben Qualitätsmerkmale wie für alle anderen Bürsten, wie etwa gratfreie, abgerundete Borsten zum Schutz vor Haarbruch.

Grundinformationen und Hinweise zu Bürsten und Kämmen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: hair brushes © dinostock - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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