18. November 2009
Sie sieht aus wie ein medizinisches Gerät und war lange aus den Kosmetkiktäschchen verschwunden: die Wimpernzange. Doch langsam ist sie wieder vermehrt anzutreffen, das liegt vor allem daran, dass eine Wimpernzange ohne große Mühe tollen Schwung in die Wimpern zaubert.
Auf den ersten Blick macht so eine Wimpernzange einen Angst einflößenden Eindruck. In der Form erinnert sie etwas an eine Schere. Aber anstatt der Scherenblätter findet sich an der Spitze des Gerätes eine bogenförmige Metallschiene. Drückt man die Bügel der Schere zusammen, wird eine weitere Metallschiene gegen die abschließende gedrückt. Zwischen den beiden Metallschienen befindet sich zum Schutz der Wimpern immer ein Samt- oder Kunststoffstreifen.
Um die Wimpernzange richtig anzuwenden, benötigt man ein wenig Geschick und etwas Zeit. Die Zange wird an den Lidrand gelegt, auf dem sich die zu formenden Wimpern befinden. Dann wird die Schere geschlossen und etwas gehalten. Wenn man die Schere sofort wieder öffnet, ist das Ergebnis der Wimpernformung nicht dauerhaft. Um ein Ergebnis zu erzielen, das den ganzen Tag hält, muss man die Schere etwa eine Minute zusammendrücken.
Dadurch werden die Wimpern Richtung der Augenbraue gebogen und erhalten einen schönen Schwung.
Verlängert werden kann die Haltbarkeit dieses Effektes zusätzlich, wenn nach dem Wimpernformen Wimperntusche benutzt wird. Diese legt sich wie ein feiner Film um jedes Wimpernhärchen, ist sie getrocknet stützt sie die Form der Wimpern wie ein Korsett von Außen. Dazu kann man jede beliebige Wimperntusche verwenden und muss nicht auf eine bestimmte Sorte zurückgreifen. Wer seine Wimpern nach der Verwendung der Wimpernzange nicht mehr tuschen mag, der erzielt einen guten Effekt, wenn er auf den Samt- oder Kunststoffsteifen ein wenig Haarspray sprüht. Auch das legt sich als stützender Film um jede einzelne Wimper.
Angewendet wird die Wimpernzange vor dem Schminken. Sie ist der erste Schritt zur Schönheit, noch bevor die Grundierung und das restliche Make-up aufgetragen werden. Grund hierfür ist die Gefahr die Wimpern beim Formen abzubrechen. Denn durch Kosmetika können die Wimpern brüchig werden. Setzt man sie dann noch einer hohen mechanischen Belastung aus, können sie an der Haarwurzel abbrechen. Diese wachsen zwar nach, bis dahin muss Frau jedoch drei Wochen ohne Wimpern auskommen.
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