12. April 2010
Wer sich zum Bräunen in die Sonne begibt, sollte nicht nur in Sachen Sonnenschutz einige Dinge beachten.
Um eine möglichst gleichmäßige Bräunung zu erhalten, empfiehlt es sich, vor dem ersten Sonnenbad ein Gesichts- und Körperpeeling zu machen.
Mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnen mit einer ausreichend schützenden Sonnenlotion eincremen.
Diese Wahl hängt von der Eigenschutzzeit, der geplanten Aufenthaltsdauer in der sonne und der geografischen Lage (Mitteleuropa oder Malediven?) ab.
Bevor es zum Strand geht an Sonnenbrille, Kopfbedeckung oder Sonnenschirm denken. Kinder nie ohne Hut und T-Shirt in der Sonne spielen lassen.
Viel trinken, am besten 2-3 Liter pro Tag. Ein alkoholfreier Cocktail aus frischen Früchten schmeckt gut und enthält viele Vitamine (vor allem Vitamin C), die die Haut auch von innen für die Sonneneinstrahlung stärken und die Bräunung unterstützen (z.B. durch Carotin, viel enthalten in Karottensaft). Vitamin E und Vitamin C sind Radikalfänger (Anti-Oxidantien), die als Zellschutz vor lichtbedingter Hautalterung schützen.
Am Tag höchstens 2 Stunden in der direkten Sonne verbringen. In der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr sollte die Sonne allerdings vermieden werden, da die Strahlung am intensivsten ist und teilweise senkrecht auf die Haut trifft.
Besser in den Schatten legen, dort wirken immerhin noch 50% der UV-Strahlen. So wird die Haut zwar langsamer jedoch schonender und gleichmäßiger gebräunt. Diese Bräune hält auch länger an.
Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen, beginnend mit kurzen Aufenthalten und mit hohen LSF.
Achtung: Ist der Lichtschutzfaktor ausgereizt, kann die Bräunungszeit durch Nachcremen nicht verlängert werden. Daher lieber von Anfang an zu einem höheren LSF greifen.
Zum Schwimmen eine wasserfeste Sonnencreme auftragen, denn in 50 cm Tiefe kommen immer noch 70% der UV-Strahlen an.
Achtung Wasserratten: Unter Wasser hält sich die Creme nur ca. 80 Minuten auf der Haut. Zudem ist nasse Haut wesentlich sonnenempfindlicher als trockene. Im Wasser quillt die Haut auf und der hauteigene UV-Filter Urocaninsäure wird ausgewaschen.
Auch bei einer wasserfesten Creme nach dem Schwimmen nochmals eincremen. Haut trockentupfen, nicht trocken rubbeln, damit möglichst viel Sonnenschutz erhalten bleibt. Empfohlen wird auch: Nach ca. 2 Stunden nachcremen um immer optimal geschützt zu sein.
Nicht an der Creme oder Lotion sparen, denn wer zu geringe Mengen aufträgt (weniger als 2 mg/cm²= Testbedingung), hat weniger Schutz als den angegebenen LSF. Die Neuner-Regel ist dabei sehr hilfreich: Dabei wird der Körper in elf Bereiche eingeteilt, die für jeweils neun Prozent der Hautoberfläche stehen:
Auf jeden Bereich soll so viel Sonnenmilch verrieben werden, wie auf Zeigefinger und Mittelfinger passen.
Die Stellen am Körper, auf die die Sonnenstrahlen fast senkrecht auftreffen, (Schultern, Nase, Fußrücken und Wangen) besonders schützen, z.B. mit einem höheren LSF ab 40.
Für die empfindlichen Lippen immer einen speziellen UV-Stift benutzen.
Kleidung und Hüte schützen ebenfalls vor der Sonne, aber nur bedingt: z.B. Baumwolle hält nur 70% der Strahlen ab. Als Faustregel gilt: Je engmaschiger ein Stoff gewebt ist, desto sicherer schützt er vor der Sonne.
UV-Strahlen sind für gesunde Haare sehr wichtig, denn die Kopfaut synthetisiert daraus Vitamin D, welches wiederum das Haarwachstum unterstützt. Erwiesen ist, dass übermäßiges Sonnenbaden die Kopfhaut und die Haarstruktur bzw. die Keratinschicht schädigen kann: Die Haare bleichen aus, werden trocken und spröde.
Nach dem Baden im Meer oder Pool den Körper und die Haare gründlich mit klarem Wasser abspülen, denn Chlor und Salz trocknen Haut und Haar aus.
Abends nach dem Duschen die Haut mit einer After-Sun-Creme einreiben. Es gibt auch After-Sun-Cremes mit Selbstbräuner, wenn Sie Ihre Bräune länger halten möchten. Und sonnenstrapazierte Haare mit einer Haarkur verwöhnen.
Die Stellen, die der Sonne ständig ausgesetzt sind (Dekolleté und Hals) mit Masken oder Repair-Emulsionen verwöhnen, damit keine Falten entstehen.
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