Mit Bluthochdruck in die Sauna? Unter ärztlicher Betreuung ist das sogar gesund

Hypertonie - Wer es richtig angeht, kann durch das Saunieren eine gesunde Blutdruckregulation erlangen

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  • von Paradisi-Redaktion
Weißes Handtuch, Aufgusseimer und -kelle auf einer Holzbank in der Sauna

Wer die Diagnose Hypertonie bekommen hat, sollte nicht (mehr) in die Sauna gehen. Das ist eine weitverbreitete Ansicht, die in manchen aber eben nicht allen Fällen richtig ist. Fakt ist, dass Menschen mit chronischem Bluthochdruck immer vorab mit ihrem Arzt über das Saunieren sprechen sollten.

Rät der vom Saunabesuch ab, ist es auch ratsam, sich als Patient daran zu halten. Es gibt jedoch viele Situationen, in denen die Sauna nicht schadet, sondern sogar gesundheitsfördernd für Hypertoniker ist.

Vorab empfiehlt sich das Belastungs-EKG

Der Arzt sollte vor der Entscheidung ein Belastungs-EKG durchführen, damit die allgemeine Stärke des Herzens festgestellt werden kann. Für den Saunabesuch gilt: Der Patient sollte mindestens ein Watt Belastung pro Kilogramm Körpergewicht ohne Beschwerden erbringen.

Ein Mann mit 80 Kilogramm sollte entsprechend 80 Watt leisten, ohne dass das Herz schmerzt oder andere Symptome auftreten. Ist das gegeben, kann der Gang in die Sauna beginnen.

Tipps zum Saunieren bei Bluthochdruck

Wichtig ist, das Saunieren vorsichtig anzufangen. Der Gang in die finnische Sauna mit rund 90 Grad Celsius und trockener Luft ist tabu. Besser eignet sich eine Dampfsauna, die sich zwischen 45 und maximal 60 Grad Celsius bewegt.

Beim ersten Besuch genügen wenige Minuten, danach sollte man die Hitze wieder verlassen. Sehr wichtig: Wer Probleme mit dem Herzen hat, sollte auf das klassische Abkühlung im kalten Wasser verzichten. Durch den plötzlichen Temperaturwechsel ziehen sich die Gefäße stark zusammen, was Kreislaufprobleme und Herzschmerzen verursachen kann.

Besser ist es, statt Eisbecken oder kalter Dusche einfach eine Ruheliege bei Zimmertemperatur aufzusuchen. Circa 30 Minuten zu ruhen, empfiehlt sich in jedem Fall.

Wer auf diese Dinge achtet, profitiert als Hypertoniker vom Saunabesuch, das zeigen mehrere Studien. Es stellt sich über die Wochen und Monate eine gesunde Blutdruckregulation ein. Bei einer Studie mit zwei Saunagängen pro Woche war beispielsweise nach drei Monaten der Blutdruck im Schnitt von 166/101 mmHg auf 143/92 mmHg gesunken.

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  • Bildnachweis: sauna © Michal_Kram - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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