30. November 2007
Von R. Bachmann
Ein Caldarium ist eine mildere Saunavariante und war schon in den römischen Thermen bekannt. Die Temperatur im Caldarium liegt normalerweise bei 40–45° Celsius mit hoher Luftfeuchtigkeit. Üblich ist die Anreicherung der Dämpfe mit Kräuteressenzen. Das Caldarium bietet sich an für Menschen die hitzeempfindlich sind und die hohe trockene Hitze in der Sauna nicht gut vertragen.

Die Vorteile des Caldariums sind die gleichen wie die der Sauna: Das Immunsystem wird gestärkt, die Haut wird entgiftet und der Kreislauf wird stabilisiert, günstig wirkt sich ein Besuch des Caldariums auch auf die Atemwege aus. Manchmal werden Caldarien auch als Inhalationsbad bezeichnet. Wenn die Dämpfe mit bestimmten Kräuteressenzen angereichert sind, wirkt sich das sehr positiv auf die Atemwege aus, Verschleimungen können auf diese Art gelöst werden.
Auch Muskelverspannungen können sich bei einem Besuch im Caldarium lösen, der Kreislauf wird angeregt und man kann in der milden Wärme wunderschön relaxen und die Seele baumeln lassen. Empfohlen werden, wie bei der Sauna auch, 2 bis 3 Gänge mit 20 bis 30 minütigen Pausen dazwischen.
Viele Saunalandschaften bieten heute auch Caldarien an, viele Saunaliebhaber nutzen sie auch zum Aufwärmen, vor dem eigentlichen Saunagang, wie im römischen Bad, dort folgt auf das Caldarium auch noch das Lanconium, der mit 60 bis 70° Celsius heißeste Raum in den römischen Thermen. Durch das Entspannen und Relaxen im Caldarium ist der Körper besser vorbereitet auf den anschließenden Saunagang und es geht nicht von null auf hundert.
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