30. November 2009
Wer eine Trockensauna auf die traditionelle Art der Alpenländer erleben möchte, kann ein Brechelbad besuchen. Durch seine urige Atmosphäre unterscheidet es sich von einer herkömmlichen Sauna.
In der heutigen Zeit besteht ein Brechelbad zumeist aus einem einzigen, viereckigen Raum und ähnelt einer Sauna. Die Besucher des urigen Bades nehmen auf Bänken oder Hockern aus Holz Platz. Traditionell befinden sich auf dem erwärmten Fußboden des Bades zahlreiche Tannenzweige. Durch das Barfußlaufen über die Zweige kommt es zu einer wohltuenden Fußreflexzonenmassage. Für den Ofen des Bades verwendet man verschiedene Kräuter wie Pfefferminz, Melisse, Rosmarin, Brennnessel, Holunder, Kamille, Salbei sowie Orangenblüten und Zitronengras, die verdampft werden. Der nach oben steigende Dampf der Kräuter sammelt sich an einem Metallkorb, der Tschurtschenkorb genannt wird. Dieser Korb enthält Koniferenzzweige, Nadelholzzweige und Tannenzapfen. Durch die Wärme und die hohe Feuchtigkeit der Luft geben diese ihre ätherischen Dämpfe in den Raum ab. Aufgrund der wohltuenden Düfte kommt es zu einer positiven Wirkung auf die Atemwege. Vor allem trockene oder gereizte Schleimhäute können davon profitieren.
In einigen Fällen kann in einem Brechelbad auch Bier getrunken werden, um sich zu entspannen. Dabei sollte man aber bedenken, dass sich durch die Hitze der Alkohol schneller im Blut und auch im Gehirn verteilt. Daher empfiehlt sich eher ein maßvoller Genuss des Bieres.
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