30. November 2009
Als Watsu oder Water-Shiatsu wird eine alternativmedizinische Massage- und Bewegungstherapie bezeichnet. Diese basiert auf der Grundlage des Zen-Shiatsu.
Ziel und Zweck des Watsu, das auch als Water-Shiatsu oder WasserShiatsu bezeichnet wird, ist das Erzielen einer tiefgehenden Entspannung durch die Kombination von warmem Wasser und bestimmten Massagebewegungen, die auf der Grundlage des Shiatsu basieren. Shiatsu ist eine japanische Körpertherapie, die sich an die Traditionelle Chinesische Massage anlehnt und übersetzt soviel wie Fingerdruck bedeutet. Ähnlich wie bei der Akupressur werden bestimmte Stellen des Körpers durch Druck und Reibung behandelt. Beim Watsu nutzt man zusätzlich die physikalischen Eigenschaften des Wassers für die Behandlung. Durch die Auftriebskraft fallen bestimmte Bewegungen deutlich leichter. An der zu behandelnden Person, die von der Schwerkraft entlastet wird, werden passive Dehnungen und Streckungen im warmen Wasser vorgenommen. Ähnlich wie beim herkömmlichen Shiatsu spielen dabei auch die Meridiane, die Energiebahnen des menschlichen Körpers, eine wichtige Rolle. Aber auch die Muskulatur wird bei der Behandlung berücksichtigt.
Entwickelt wurde Watsu im Jahr 1980 von dem amerikanischen Shiatsu-Meister und Dichter Harold Dull als Massage- und Entspannungstherapie. Dabei orientierte er sich auch an den Lehren des Zen-Shiatsu. Dull, der zwanzig Jahre lang als Leiter eines Therapie- und Ausbildungszentrums arbeitete, veröffentlichte mehrere Bücher über die von ihm entwickelte Methode. Watsu wurde sogar zu einem eingetragenen Markenzeichen. Nur autorisierte Praktizierende dürfen Watsu ausführen. Seit 1987 wird das WasserShiatsu auch in Deutschland praktiziert.
Häufig zur Anwendung kommt Watsu im Wellnessbereich. Auch Sportler nutzen es zur Vorbereitung ihrer Wettkämpfe. Aufgrund der tiefgehenden entspannenden Wirkung empfehlen die Anwender des Watsu die Methode auch zur psychischen Rehabilitation. Dass die Wirkung von Watsu über die Entspannung hinausgeht, konnte wissenschaftlich jedoch nicht belegt werden. Positive Effekte sind die Anregung des Stoffwechsels, die Entlastung der Gelenke und die Förderung der peripheren Durchblutung. Nicht zur Anwendung kommen sollte Watsu bei bestimmten Erkrankungen wie Arteriosklerose, Chlorallergien oder offenen Hautkrankheiten. Wer unter Herzerkrankungen oder Epilepsie leidet, sollte vor der Anwendung Rücksprache mit seinem Arzt halten.
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28.04.11 | |
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24.10.10 | |
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